Gemeinsame Datengrundlage

Gesundheitsbezogene Daten und Informationen

  • Sozialbehörde
Tabellen und Schaubilder nebeneinander gelegt
Foto: Colourbox.de / Nataliiap

Die Gesundheitsberichterstattung benötigt zur Bewertung, zur Vergleichbarkeit und zur Trendbeobachtung gesundheitsbezogener Sachverhalte eine aussagefähige Datengrundlage.

Gesundheitsberichterstattung nutzt in erster Linie vorhandene Quellen (zum Beispiel Schuleingangsuntersuchungen, Krankenhausdiagnosedaten, Geburts- und Todesursachenstatistik der Meldeämter). Darüber hinaus werden Studienergebnisse oder Evaluationsdaten herangezogen, Befragungen durchgeführt, gegebenenfalls auch Gutachten, Expertengespräche oder qualitative Erhebungen eingesetzt.

Eine gemeinsame Datengrundlage des Bundes stellt der Indikatorensatz der Bundesländer dar. Wichtige Indikatoren sind zum Beispiel Bevölkerung nach Geschlecht und Herkunft, Sterblichkeit aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen, Säuglingssterblichkeit, Todesfälle unterhalb der allgemeinen Lebenserwartung und so weiter. Der Indikatorensatz stellt eine Art Grundgerüst für die Gesundheitsberichterstattung dar. Er liegt inzwischen in der dritten überarbeiteten Fassung vor.

Wichtiger Hinweis: Ab dem Jahr 2014 wird die Durchschnittsbevölkerung auf der Grundlage des ZENSUS 2011 verwendet. Zudem wird die Durchschnittsbevölkerung seitens des Statistikamt Nord nicht mehr über zwölf Monate gemittelt zur Verfügung gestellt, sondern nur noch über die Monate Januar und Dezember.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl bedeutsamer Indikatoren:

  1. Durchschnittliche Bevölkerung (Indikator 2.3)

  2. Nichtdeutsche Bevölkerung (Indikator 2.4)

  3. Fertilitätsrate (Indikator 2.10)

  4. Sterblichkeit (Indikator 3.1)

  5. Vorzeitige Sterblichkeit (Indikator 3.5)

  6. Vermeidbare Sterbefälle (Indikator 3.13)

  7. Säuglingssterblichkeit (Indikator 3.53)

  8. Plötzlicher Säuglingstod (Indikator 3.53a)

  9. Gestorbene in Folge ausgewählter bösartiger Neubildungen (Indikator 3.77)

  10. Sterblichkeit Suizid (Indikator 3.88)

  11. Sterblichkeit Krankheiten des Kreislaufsystems (Indikator 3.90)

  12. Sterblichkeit Atemwegserkrankungen (Indikator 3.96)

  13. Sterblichkeit Verletzungen und Vergiftungen (Indikator 3.110)

Gesundheitsberichterstattung

Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) hat die Aufgabe und das Ziel, den Gesundheitszustand der Hamburger Bürgerinnen und Bürger sowie das gesundheitsbezogene Angebots- und Hilfesystem in der Stadt zu beschreiben. Zu diesem Zweck werden gesundheitsbezogene Daten und Informationen (Indikatoren) gesammelt, aufbereitet, analysiert und bewertet.

Gesundheitsberichterstattung will auf gesundheitsbezogene Probleme aufmerksam machen, Gesundheitsakteure aktivieren und die Umsetzung in gesundheitspolitisches Handeln begleiten.

Gesundheitsberichterstattung soll:

  • handlungsleitende Gesundheitsinformationen vermitteln (Informationsfunktion)
  • Entwicklungen kontinuierlich beobachten (Monitoring)
  • eingeleitete Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen (Evaluation).

Bedeutsame Ergebnisse und Entwicklungen werden in Gesundheitsberichten und Faktenblättern  veröffentlicht. Die Ergebnisse und Analysen bilden die Grundlage für Handlungsansätze und Projekte der Gesundheitsförderung.

Kontakt

Dr. Anne Caroline Krefis
Tel: +49 40 42837-2639

Tanja Kloster
Tel: +49 40 428 37 2634

Sozialbehörde
Amt für Gesundheit
Billstraße 80a, 20539 Hamburg
Postanschrift: Postfach 760106, 22051 Hamburg