Gute Gewohnheiten
Gerade in stressigen Zeiten ist es wichtig, gut auf sich zu achten und gesunde Gewohnheiten beizubehalten.
Bewegung ist beispielsweise ein echter Wohlfühl-Booster: Durch Bewegung kann man Stress abbauen und neue Energie tanken. Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, den Geist zu beruhigen.
Dazu muss man kein Leistungssportler sein – schon regelmäßiges Gehen, Radfahren oder Gymnastik zu Hause reichen aus. Auch ausgelassenes Tanzen zur Lieblingsmusik im Wohnzimmer kann einen Unterschied machen!
Mehr zum Thema Bewegung unter: Bewegung ist gut für Körper und Seele - Gesundheitsförderung Hamburg.
Tipp: Viele Krankenkassen finanzieren ihren Versicherten im Rahmen von Präventionskursen Sport- oder Fitnessangebote. Fragen Sie einmal bei Ihrer Krankenkasse nach.
Neben körperlicher Bewegung hilft auch eine ausgewogene Ernährung dabei, innerlich im Lot zu bleiben. Nehmen Sie sich am besten die Zeit für regelmäßige Mahlzeiten. Essen Sie bewusst und in Ruhe. Das schnelle Sandwich am Schreibtisch oder im Stehen in der Küche spart zwar Zeit, ist aber auf Dauer keine gute Lösung.
Psychische Probleme, Stress oder innere Anspannung können bei manchen Menschen mit einem vermehrten Appetit einhergehen, bei anderen mit Appetitlosigkeit. Auch Medikamente, wie bspw. Antidepressiva, können Appetit und Gewicht beeinflussen. So oder so: Der Körper braucht Nahrung. Und eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung tut auch der Psyche gut.
Mehr zum Thema ausgewogene Ernährung: gesund.bund.de/gesunde-ernaehrung
Um tagsüber ausgeruht und leistungsfähig zu sein, ist guter Schlaf essenziell. Dabei kann eine ruhige, eher kühle Schlafumgebung helfen. Größere Mahlzeiten und/oder koffeinhaltige Getränke kurz vor dem Zubettgehen sind eher hinderlich. Auch Alkohol ist keine geeignete Einschlafhilfe, sondern sorgt eher für einen unruhigen Schlaf. Eine Medienpause in der Stunde vor dem Einschlafen kann dabei unterstützen, runterzufahren. Für manche Menschen ist ein fester Rhythmus hilfreich, um abends zur Ruhe zu finden.
Mehr dazu: Was tun bei Schlafproblemen? | Gesundheitsinformation.de
Entspannungstechniken, Yoga oder Meditation können dabei helfen, sich von innerem oder äußerem Stress nicht mitreißen zu lassen, sondern etwas Abstand zu gewinnen.
Achtsamkeit bedeutet, in herausfordernden Situationen einen Schritt zurückzutreten und sich nicht von den eigenen Gefühlen und Gedanken überwältigen zu lassen. Das Ziel ist, Gefühle und Gedanken aufmerksam wahrzunehmen und anzuerkennen, ohne sie zu bewerten. Achtsamkeit kann man üben, genau wie Yoga oder Entspannungstechniken.
Mehr dazu: Entspannt gesund bleiben: mit Pausen und aktiver Entspannung
Tipp: Viele Krankenkassen machen im Rahmen von Präventionskursen Angebote zur Entspannung oder Meditation. Fragen Sie einmal bei Ihrer Krankenkasse nach.
Gute Kontakte
Menschen sind soziale Wesen. Wir brauchen andere, um uns auszutauschen, miteinander zu lachen, zu weinen und gemeinsam Dinge zu erleben. Gute, wertschätzende Beziehungen können Sicherheit, Bestätigung und Orientierung bieten. Aber Beziehungen müssen auch gepflegt werden.
Überlegen Sie, wer Ihnen guttut und mit wem Sie (mehr) Zeit verbringen möchten. Für wen sind Sie wichtig? Schaffen Sie in Ihrem Alltag Raum für das Zusammensein mit Freundinnen oder Freunden. Vielleicht gibt es Menschen, die Ihnen eigentlich wichtig sind, bei denen Sie sich aber schon länger nicht mehr gemeldet haben?
Ein offener Umgang mit belastenden Gefühlen unterstützt die seelische Gesundheit. Offene und ehrliche Gespräche können entlasten, Raum für Unterstützung schaffen, Hoffnung geben und neue Perspektiven aufzeigen. Selbst offen zu sein, eröffnet auch dem Gegenüber die Chance, eigene Unsicherheiten und Schwierigkeiten zu offenbaren. Vielfach können Sie feststellen: Sie sind mit Ihren Problemen nicht allein!
Falls dringender Gesprächsbedarf besteht und Sie nicht wissen, an wen Sie sich wenden können: Es gibt zahlreiche anonyme und kostenfreie Angebote wie Telefon- oder Chatseelsorge, die rund um die Uhr erreichbar sind und Unterstützung bieten.
Mehr dazu unter: www.hamburg.de/go/krisenhilfe
Sich gemeinsam für ein Ziel oder Projekt einzusetzen, kann nicht nur Spaß machen, sondern auch eine Verbindung untereinander schaffen. Überlegen Sie, ob es etwas gibt, was Sie interessiert und wofür Sie sich gern engagieren würden. Am Ende haben Sie sich nicht nur für eine gute Sache eingesetzt, sondern vielleicht sogar Freundinnen und Freunde oder Bekannte dazugewonnen.
Hier finden Sie alle Informationen zum Thema Engagement in Hamburg.
Neugierig geworden? Schauen Sie doch einmal hier hinein:
Gut zu sich selbst sein
Niemand ist perfekt, und das ist auch gar nicht notwendig. Zu den eigenen Schwächen stehen zu können und sich selbst zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt in Richtung innerer Ausgeglichenheit. Rückschläge und Enttäuschungen gehören zum Leben dazu. Sie sind kein Grund dafür, sich selbst nicht mehr wertzuschätzen.
Versuchen Sie, freundlich zu sich zu sein, gerade dann, wenn Sie eine herausfordernde Zeit erleben. Oft tut es gut, den Blick auf das Gelungene zu lenken. Fragen wie: „Was habe ich heute Schönes erlebt?“, „Wofür bin ich dankbar?“ oder „Was ist mir heute gelungen?“ können dabei helfen.
Krisen gehören zum Leben dazu. Beispielsweise berufliche Rückschläge, ernsthafte Erkrankungen, Trennungen oder der Verlust eines geliebten Menschen können einen kurz- oder auch längerfristig aus der Bahn werfen. Vielen Menschen fällt es schwer, bei persönlichen Krisen um Unterstützung zu bitten – zum Beispiel aus Angst, andere zu belasten. Sich Hilfe zu suchen, kann jedoch ein erster wichtiger Schritt zur Bewältigung der Krise sein. Dies kann im persönlichen Umfeld geschehen, aber auch durch eine professionelle Begleitung.
Hier finden Sie Adressen für professionelle Unterstützung: www.hamburg.de/go/krisenhilfe
Auch Selbsthilfegruppen können eine gute Unterstützung sein. Hier treffen sich Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben: sei es mit Depressionen, Ängsten, Stress, Sucht oder schwierigen Lebenssituationen. Das Besondere dabei ist: Es geht um einen Austausch auf Augenhöhe, zwischen Menschen, die gerade Ähnliches erleben. Zu merken „Ich bin nicht allein mit meinem Problem“, kann enorm entlasten.
In Hamburg gibt es mit den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) eine Anlaufstelle, die Menschen dabei unterstützt, eine passende Selbsthilfegruppe zu finden oder selbst eine zu gründen. Die Mitarbeitenden beraten kostenlos und vertraulich. Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es unter: www.kiss-hh.de
Wichtig: Selbsthilfegruppen sind kein Ersatz für professionelle Therapie, können aber ein wichtiger Baustein sein, um das psychische Wohlbefinden zu stärken.