Migrantinnen und Migranten

Interkulturelle Beratung für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat

Die Stadt Hamburg fördert die interkulturelle Beratung für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat. Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer mit ausländischer oder deutscher Staatsangehörigkeit mit Migrationshintergrund, die Opfer häuslicher Gewalt und/oder von angedrohter oder vollzogener Zwangsheirat geworden sind.

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Angebot

Die interkulturellen Beratungsstellen i.bera – verikom und LÂLE in der Interkulturellen Begegnungsstätte bieten Betroffenen Hilfestellungen auf ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben an und informieren über deren Rechte in Gewaltkontexten. 

Die Beratung ist freiwillig, empathisch, einzelfallbezogenen und kostenlos. 

Die Betroffenen erhalten Unterstützungsangebote, die es ihnen ermöglichen, in ihrer Muttersprache über ihre Notlage zu sprechen ohne ihre kulturelle Identität verleugnen zu müssen. Dieser interkulturelle Beratungsansatz ist für einen erfolgreichen Zugang der Zielgruppe zum Hilfesystem Opferschutz in Hamburg entscheidend.

Logos der Interkulturellen Beratungsstellen
FHH

Beraten werden auch Mädchen und Jungen mit Migrationsgeschichte ab 14 Jahren, die in ihrer Beziehung oder Familie Gewalt erleben oder die von einer Zwangsheirat betroffen sind.

Auch Freunde, Angehörige und Fachkräfte aus anderen Berufsgruppen können beraten werden. Die Beratung erfolgt  unabhängig von Religion, Kultur, Aufenthaltsstatus, sexueller Orientierung oder sexueller Identität.

Nähere Informationen zu den Beratungszeiten und - sprachen erhalten Sie auf den Webseiten der Beratungsstellen: 

Hintergrund

Zur spezifischen Gewaltproblematik von Migrantinnen und auch Migranten kommt häufig erschwerend hinzu, dass viele Migrantinnen nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse und über eine Schul- bzw. Berufsausbildung verfügen.

Hierdurch gestaltet sich auch der Aufbau einer eigenständigen ökonomischen Existenz als besonders schwierig, was die Herauslösung aus bestehenden Gewaltverhältnissen erschwert. Von daher haben vor allem Migrantinnen einen längerfristig angelegten Beratungsbedarf.

Die Sozialbehörde fördert die Interkulturellen Beratungsstellen seit 2007.





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