Die Aufgaben des Landesdemokratiezentrums setzt in Hamburg die Sozialbehörde um. Dazu gehören vor allem die Förderung und fachliche Begleitung von Fach- und Beratungsprojekten, die Zusammenarbeit mit den bezirklichen Partnerschaften für Demokratie sowie die Netzwerkarbeit.
Beratung und Unterstützung in Hamburg
Die Sozialbehörde koordiniert ein breites Angebot an Beratungsleistungen für die Präventionsarbeit gegen Extremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dazu gehören insbesondere die mit Mitteln aus „Demokratie leben!“ geförderten Projekte:
- Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus: Beratung für Einzelpersonen, Angehörige, Gruppen und Organisationen, wenn sie mit Vorfällen konfrontiert sind, die einen rassistischen, rechtsextremen oder antisemitischen Hintergrund haben.
- empower – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt: Beratung für Menschen, die von rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt betroffen sind.
- Kurswechsel – Ausstiegsarbeit Rechts: Beratung für Menschen, die sich von extrem rechten Einstellungen distanzieren wollen, Unterstützung für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Szenen sowie Beratung von Angehörigen und Fachkräften.
- Nordverbund - Ausstieg Rechts: Netzwerk der zivilgesellschaftlichen Distanzierungs- und Ausstiegsangebote der norddeutschen Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und Hamburg.
Eine Übersicht zu allen Projekten in Hamburg, die eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ erhalten, finden Sie hier: Projekte finden - Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Hinzu kommen weitere Projekte zur Prävention von religiös begründetem Extremismus.
Vernetzung und Kooperation
Die Vernetzung von Zivilgesellschaft und Verwaltung wird vor allem über die beiden Beratungsnetzwerke sichergestellt:
- Im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus „Hamburg vernetzt gegen Rechts“ kooperieren Verwaltung und zivilgesellschaftliche Organisationen und Projekte, um rechten und demokratiefeindlichen Einstellungen und Aktivitäten wirksam entgegenzutreten.
- Das Beratungsnetzwerk „Prävention und Deradikalisierung“ fördert den Austausch und die Zusammenarbeit mit dem Ziel, religiös motivierter Radikalisierung vorzubeugen.
Weitere behördeninterne Vernetzung findet im Behördenkompetenznetzwerk Rechtsextremismus statt.