Hintergrund
Grundlage für die Arbeit des Beratungsnetzwerks „Prävention und Deradikalisierung“ ist das Senatskonzept aus dem Jahr 2014 zur Vorbeugung und Bekämpfung von religiösem Extremismus und antimuslimischem Rassismus (Drucksache 20/123460, PDF) sowie die Fortschreibung (PDF) aus 2016.
Ziel
Ziel des Beratungsnetzwerkes ist es, die Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen zu stärken, die in Hamburg thematisch betroffen sind und/oder über eine fachliche Kompetenz auf den relevanten Handlungsfeldern verfügen. Ein kontinuierlicher und strukturierter Austausch soll dazu beitragen, gemeinsames Expertenwissen in den relevanten Handlungsfeldern aufzubauen.
Zusammenarbeit
Das Beratungsnetzwerk „Prävention und Deradikalisierung“ wurde im Oktober 2014 eingerichtet. Es arbeiten Fachbehörden, die Hamburger Bezirksämter, die islamischen Religionsgemeinschaften, die Alevitische Gemeinde, die Nordkirche, das Erzbistum Hamburg und zivilgesellschaftliche Projekte der Prävention, politischen Bildung und Vielfaltsgestaltung gleichberechtigt zusammen.
Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist wichtig, um
- Radikalisierungsprozesse gemeinsam zu verstehen und Entwicklungen zu erkennen,
- Erfahrungen in der konkreten Arbeit auszutauschen,
- Entwicklungen in einzelnen Stadtteilen oder Einrichtungen im Blick zu haben,
- Gegenstrategien in der Vorbeugung und Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus gemeinschaftlich zu entwickeln und
- wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxisarbeit zusammenzuführen.
Mitglieder
Die behördlichen Mitglieder im Beratungsnetzwerk sind im Einzelnen:
- die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration(Sozialbehörde)
(Amt für Integration) - die Behörde für Inneres und Sport (BIS)
(Landeskriminalamt 702, Landesamt für Verfassungsschutz) - die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV)
(Justizvollzug) - die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)
(Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Landeszentrale für politische Bildung, Beratungsstelle Gewaltprävention, Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum) - die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG)
- die Bezirksämter der Hamburger Bezirke
(u.a. Fachämter Sozialraummanagement, „Partnerschaften für Demokratie“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!“)
Die eingebundenen Religionsgemeinschaften sind:
- Alevitische Gemeinde Hamburg e.V.
- DITIB - Landesverband Hamburg e.V.
- Erzbistum Hamburg
- Evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
- SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V.
- Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ)
Die zivilgesellschaftlichen Projekte und Träger der Prävention, politischen Bildung und Vielfaltsgestaltung im Beratungsnetzwerk sind:
- Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm)
- Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
- Jugendphase und diverse Lebenswelten (AG Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V.)
- Kamil – milieuorientierte politische Bildungsarbeit (Bündnis Islamischer Gemeinden in Norddeutschland e.V.)
- Kamila (Islamisches Wissenschafts- und Bildungsinstitut e.V.)
- Koordinierungsstelle Prävention und Lotsenberatung Alevitische Gemeinde Hamburg e.V.
- Koordinierungsstelle und Lotsenberatung der SCHURA Hamburg e.V.
- Legato PräJus: Fachstelle für religiös begründete Radikalisierung im justiziellen Bereich (Ambulante Maßnahmen Altona e.V.)
- Legato – systemische Ausstiegsberatung – Fachberatungsstelle für religiös begründete Konflikte (Vereinigung Pestalozzi gemeinnützige GmbH & Ambulante Maßnahmen Altona e.V.)
- MOSAIQ Hamburg - Dialogforum zu Demokratiebildung (MOSAIQ e.V.)
- Online:socialworker (Nordlicht e.V.)
- Peer-Projekt „Qualifizierung muslimischer Jugendlicher in Hamburger Moscheen“ (Fachrat Islamische Studien e.V.)
- streetwork@online – Digitale Sozialarbeit: Prävention des religiös begründeten Extremismus in Online-Netzwerken und Messenger-Diensten (AVP. e.V.)
Die bezirklichen Partnerschaften für Demokratie im Beratungsnetzwerk sind:
- Partnerschaften Harburg & Süderelbe
- Partnerschaft St. Georg-Hamm-Borgfelde
- Partnerschaft Wandsbek
- Partnerschaft Wilhelmsburg
- Partnerschaft Bergedorf
- Partnerschaft Nord
- Partnerschaft Altona
Kontakt
Eine Koordinierungsstelle in der Sozialbehörde übernimmt die Netzwerkarbeit. E-Mail: netzwerkkoordination@soziales.hamburg.de