Gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Der Senat betrachtet religiös begründete Radikalisierung und Muslimfeindlichkeit als Phänomene, deren Vorbeugung und Bekämpfung nur gesamtgesellschaftlich erfolgreich umgesetzt werden können, das heißt in gemeinsamen Anstrengungen der staatlichen Regelsysteme und zivilgesellschaftlicher Akteure.
Wichtige Partner der Stadt sind insbesondere die islamischen Religionsgemeinschaften SCHURA e.V. – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg, DITIB – Türkische Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) sowie die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V., mit denen die Freie und Hansestadt Hamburg im Jahr 2012 Verträge geschlossen hat.
Leitlinien
Das Senatskonzept orientiert sich an folgenden Leitlinien:
- Prävention hat zum Ziel, Radikalisierung fördernden Faktoren entgegen zu wirken und schützende Faktoren zu stärken (zum Beispiel durch Unterstützung in der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und Übergängen, Stärken von Bindungen, Stärken von Selbstwirksamkeit).
- Die staatlichen Regelstrukturen werden in Bezug auf religiös begründete Radikalisierung und Muslimfeindlichkeit sensibilisiert, aktiviert und kompetent gemacht.
- Die Beratungsstelle Legato und die zivilgesellschaftliche Präventionsprojekte ergänzen passgenau die staatlichen Regelstrukturen und erproben neue Ansätze.
- Alle Akteure kooperieren, alle Maßnahmen greifen ineinander, Wissen wird gemeinsam aufgebaut und transferiert.
Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit
Ein wirksamer präventiver Ansatz besteht nach gemeinsamer Sicht des Senats, der islamischen Religionsgemeinschaften und der Alevitischen Gemeinde in der Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit und Diskriminierung.
Es werden deshalb gezielt Maßnahmen und Projekte gefördert, die positive Identitätskonstruktionen für junge Hamburger Muslime ermöglichen und sich zugleich klar gegen religiös motivierten Extremismus positionieren.
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Maßnahmen gegen religiös begründeten Extremismus im Überblick.