Aktuell: Interdisziplinäres Sepsis-Symposium
Am 11. September 2025 findet im UKE ein interdisziplinäres Sepsis-Symposium statt. Die Teilnahme ist sowohl in Präsenz als auch virtuell möglich, eine Anmeldung ist erforderlich: Information und Anmeldung.
Was ist eine Sepsis?
Eine Sepsis (Blutvergiftung) ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion und endet unbehandelt immer tödlich. Mindestens 230.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Sepsis, mindestens 85.000 versterben daran (Quelle: Deutschland erkennt Sepsis 2021).
Bundesweite Maßnahmen
Auf Bundesebene sowie in Hamburg existieren für verschiedene Zielgruppen eine Vielzahl an Informations- und Aufklärungsmaßnahmen, um für Anzeichen einer Sepsis sowie was im akuten Notfall sofort zu tun ist zu sensibilisieren. Die bekannte Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“ vom Aktionsbündnis Patientensicherheit und Partnern bietet zahlreiche Materialien zur Nutzung.
Neben Kampagnen werden Projekte und Studien, wie beispielweise die Innovationsfonds-Projekte DigiSep, AVENIR und SepWiss durchgeführt, um die Sepsis-Therapie zu optimieren, die Versorgung von Sepsispatientinnen und -patienten zu verbessern sowie effektive, evidenzbasierte Kommunikationsstrategien zur Stärkung der Gesundheitskompetenz zu entwickeln.
Außerdem wurde das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, ein QS-Verfahren zu entwickeln, dass die Prozess-, Struktur- und Ergebnisqualität der Krankenhäuser inklusive der Notaufnahmen / Rettungsstellen bei der Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit Sepsis einrichtungsvergleichend abbildet.
Daneben existiert die S3-Leitlinie Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge sowie Qualitätszirkel zur Sepsis.
Zusammengefasst existieren eine Vielzahl an Maßnahmen sowohl für die allgemeine Bevölkerung, als auch für spezielle Zielgruppen, das Thema Sepsis ins Bewusstsein zu rufen und weiter zu sensibilisieren.
Aktivitäten in Hamburg
Die Arbeitsgruppe (AG) der Landeskonferenz Versorgung hat eine Sichtung vorhandener Materialien anhand von Kriterien vorgenommen sowie Vorschläge zur Nutzbarmachung erarbeitet. Die AG hat eine Übersicht der Materialien (PDF) erarbeitet und stellt diese den Mitgliedern der Landeskonferenz zur Verfügung.
Durch Aktivitäten und Maßnahmen der Mitglieder der Landeskonferenz bei den unterschiedlichen Zielgruppen entsteht so zusammengenommen eine Sensibilisierungskampagne für Hamburg.
Die Landeskonferenz Versorgung fasst vor diesem Hintergrund folgenden Beschluss:
„Die in der Landeskonferenz Versorgung vertretenen Organisationen erklären übereinstimmend, dass sie prüfen, welche der empfohlenen Materialien sie in ihrem Zuständigkeitsbereich aktiv zur Verfügung stellen und verwenden werden.“