Rund 60 Prozent der Wohngebiete in Altona werden von Einfamilienhausgebieten geprägt. Bereits heute leisten diese Gebiete einen wichtigen Beitrag zu den Wohnungsbauzahlen in der Stadt. Denn durch bauliche Veränderungen – etwa durch Aufstockungen oder Umbauten – werden in Einfamilienhäusern schon jetzt jährlich dutzende zusätzliche Wohneinheiten geschaffen.
Dr. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona: „Für uns im Bezirksamt Altona sind Einfamilienhausgebiete eine echte Chance, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Durch den Umbau im Bestand können viele neue Wohneinheiten entstehen – etwa in Form von Einliegerwohnungen. Gleichzeitig stellen solche Umbau-Maßnahmen insbesondere für ältere Menschen eine Möglichkeit dar, länger im Eigenheim wohnen bleiben zu können. Etwa weil der barrierefreie Ausbau oder eine Pflegekraft durch zusätzliche Mieteinnahmen gegenfinanziert werden können. So könnte man trotz der Herausforderungen des Alters im vertrauten Umfeld wohnen bleiben. Weil diese Möglichkeit bislang aber noch zurückhaltend genutzt wird, gehen wir als Bezirksamt nun in die Info-Offensive.“
Um den Bürger*innen im Bezirk die Entwicklungs- und Ausbaumöglichkeiten aufzuzeigen, plant das Bezirksamt Altona unter anderem mehrere Info-Abende. Eine erste Veranstaltung wird am 07.11.2024 in der Zeit von 18.30 Uhr bis 20 Uhr in der Mensa der Stadtteilschule Rissen (Voßhagen 15) stattfinden. Darüber hinaus wird das Bezirksamt Altona mit Infoständen auf Wochenmärkten, mit Flyern und Social Media Aktivitäten informieren. Außerdem ist für das Thema eine entsprechende Internetseite eingerichtet worden, auf der Interessierte Informationen und Fördermöglichkeiten finden können. Das Bezirksamt Altona kann auf diese Weise einen ersten Überblick geben und eine erste Beratung leisten. Für konkrete Bauvorhaben werden Interessierte ein Architekturbüro zu Rate ziehen müssen.
Aus Sicht des Bezirksamtes Altona weisen die Einfamilienhausgebiete ein großes Wohnungspotenzial auf, ohne das geltende Baurecht ändern zu müssen. Untersuchungen hatten ergeben, dass in diesem Sektor – durch Aufstockungen, Um- und Anbauten – rund 10.000 Wohneinheiten zusätzlich geschaffen werden könnten.