Neben der Fortführung in St. Pauli wird der Nachtbeauftragte künftig auch im Schanzenviertel sowie in Teilen von Ottensen aktiv sein. Ziel ist es, das Miteinander zwischen Anwohnerinnen und Anwohnern, der Gastronomie, der Clubszene sowie den Feiernden nachhaltig zu stärken.
Dr. Sebastian Kloth, Bezirksamtsleiter Altona: „Die Bezirke Altona und Hamburg-Mitte haben viele Gemeinsamkeiten, dazu gehören auch Stadtteile, in denen am Tag und auch in der Nacht das Leben pulsiert. Um das Miteinander in diesen Stadtteil zu fördern, setzen auch wir in Altona nun auf das Projekt des Nachtbeauftragten – und profitieren dabei aus den Erfahrungen, die in Hamburg-Mitte gemacht wurden. Solche überbezirklichen Kooperationen bieten Vorteile – und zeigen nicht zuletzt den Schulterschluss unter benachbarten Bezirken.“
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „St. Pauli, Ottensen und die Schanze sind für ihre vielfältige Gastroszene und auch das Nachtleben bekannt, zugleich seit jeher Wohnquartiere. Entsprechend kommt es auch immer wieder zu Konflikten. Durch den Einsatz des Nachbeauftragten ist es uns in der Vergangenheit auf St. Pauli schon gelungen, die unterschiedliche Interessen deutlich besser auszugleichen. Mehr miteinander, als übereinander reden ist dabei das Motto. Pünktlich zum Start der Außengastronomie weiten wir dieses erfolgreiche Modell nun gemeinsam auch auf die Schanze und Teile von Ottensen aus. Wir sind überzeugt davon, dass auch die Quartiere im Bezirk Altona von der Erfahrung, die unser Nachtbeauftragter Sascha Bartz bereits auf dem Kiez im Bezirk Hamburg-Mitte sammeln konnte, profitieren werden. Unser gemeinsames Ziel in beiden Bezirken bleibt es, Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und gemeinsam für ein respektvolles und ausgewogenes Zusammenleben zu sorgen.“
Das Projekt setzt bewusst auf eine enge Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern, der Polizei, der Stadtreinigung sowie der Bezirkspolitik. Gemeinsam sollen tragfähige und abgestimmte Lösungen entwickelt werden, die sowohl den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner als auch den Anforderungen der Nachtökonomie und der Besucherinnen und Besucher gerecht werden.
Gerade in der Vergangenheit wurde bei Nutzungskonflikten häufig übereinander statt miteinander gesprochen. Der Nachtbeauftragte setzt hier an und übernimmt eine moderierende, vermittelnde und koordinierende Rolle. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig zu erkennen, konstruktiv zu bearbeiten und langfristige Kommunikationsstrukturen aufzubauen.
Zu den zentralen Aufgaben gehören:
- Moderation bei Nutzungskonflikten zwischen Nachtleben und Wohnnutzung
- Aufbau und Pflege von Dialogformaten
- Präsenz im Quartier, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden
- Dokumentation und Auswertung von Beschwerden
- Entwicklung gemeinsamer Lösungen und freiwilliger Vereinbarungen
Wichtig: Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich mit Beschwerden oder Hinweisen direkt und auf Wunsch anonym an das Projekt zu wenden. So wird sichergestellt, dass Anliegen niedrigschwellig aufgenommen und vertraulich behandelt werden können.
Ein besonderer Fokus liegt auf der bezirksübergreifenden Zusammenarbeit. Die in St. Pauli gewonnenen Erfahrungen werden gezielt genutzt, um auch in den angrenzenden Quartieren tragfähige Strukturen für Dialog und Verständigung zu etablieren.
Das Projekt ist zunächst als sechsmonatige Pilotphase bis zum 30. September 2026 angelegt und wird anteilig durch die Bezirke Hamburg-Mitte und Hamburg-Altona finanziert.
Mit der Ausweitung des Projekts setzen die beteiligten Bezirke ein klares Zeichen für mehr Dialog, gegenseitiges Verständnis und eine nachhaltige Entwicklung der urbanen Nachtkultur in Hamburg.
Für Rückfragen der Medien:
Nachtbeauftragter: Sascha Bartz
Projektbüro: Martin-Luther-Straße 10
E-Mail: nachtbeauftragter@deinquartier.info
Telefon: +49 40 32 59 66 99
Mobil: +49 174 195 83 86
Web: www.deinquartier.info/nachtbeauftragter-st-pauli/