Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth: „Wir alle haben in den vergangenen Wochen miterlebt, wie sehr Hamburg mit den betroffenen Mietenden der Holstenstraße 195/197 mitgefühlt hat. Ihre prekäre Lage hat uns alle tief bewegt – auch mich, sowohl in meiner Funktion als Bezirksamtsleiter als auch ganz persönlich. Seit den Evakuierungen des Hauses sowie der angrenzenden Gebäude leben die betroffenen Menschen in Übergangslösungen.
Als Bezirksamt waren wir in dieser Zeit jedoch keineswegs untätig: Im Hintergrund haben wir intensiv und unter Hochdruck daran gearbeitet, eine tragfähige Lösung für die Hausgemeinschaft der Holstenstraße 195/197 zu finden. Während wir hoffen, dass die Mietenden der angrenzenden Häuser möglichst bald in ihre Wohnungen zurückkehren können, musste für die Hausgemeinschaft der Holstenstraße 195/197 eine langfristige Perspektive geschaffen werden.
Diese Lösung wurde nun gefunden: In der Chemnitzstraße, weniger als einen Kilometer Fußweg entfernt, steht ein Haus bereit, in dem die gesamte Hausgemeinschaft vorübergehend gemeinsam unterkommen kann. Ermöglicht wird das Dank der großartigen Unterstützung der altoba, die ein Haus zur Verfügung stellt, welches aufgrund einer Neubauplanung für den Rückbau vorgesehen ist und daher aktuell leer steht. Auf unsere Bitte werden die geplanten Arbeiten verschoben und so eine Unterbringung für bis zu zwei Jahre ermöglicht.
Die Hausgemeinschaft konnte sich das neue Zuhause bereits ansehen – und die Freude darüber, dass sie als Gemeinschaft zusammenbleiben kann, ist groß. In den nächsten Wochen werden noch einige Vorbereitungen getroffen, aber voraussichtlich bereits im Laufe des Septembers können die ersten Mietenden einziehen.
Ich freue mich sehr, dass die altoba der Hausgemeinschaft ein Angebot machen wird, das ermöglicht, dass die Bewohner*innen als Hausgemeinschaft in unmittelbarer Nähe zusammenbleiben können. Das unterstreicht, wie wichtig Wohnungsbaugenossenschaften für Hamburg sind. Hier zeigt sich ganz deutlich, was Hamburg kann.“
In den vergangenen Tagen hatte das Bezirksamt Altona bereits bei der Suche nach einer geeigneten Freifläche in der Nähe unterstützt, wo der Schutt des abgebrochenen Gebäudeteils zwischengelagert und ausgebreitet werden kann. Der Abtransport begann am Montag, 17.08.2026 konnte am heutigen Mittwoch, 19.08.2026 abgeschlossen werden. So hatten die Bewohnenden der Holstenstraße 195/197 in den letzten Tagen und aktuell die Möglichkeit, im Schutt nach persönlichen Gegenständen zu suchen. Im nächsten Schritt werden sich die beteiligten Statiker die Situation vor Ort erneut bewerten und über weitere Maßnahmen entscheiden, beispielsweise ob und zu welchem Zeitpunkt die beiden benachbarten Gebäude mit den Hausnummern 191/193 und 199 wieder genutzt werden können und welche Abstützarbeiten notwendig sind.