Aktive Mobilität, wozu Radfahren und das Zufußgehen zählt, ist ein zentraler Bestandteil, um die Mobilitätswende zu fördern. Darüber hinaus ist es gesundheitsfördernd und umweltfreundlich. Jedoch ist festzustellen, dass gerade während der dunklen Jahreszeit den Anteil an Zufußgehenden und Radfahrenden stark abnimmt.
Das „Wetter“ wird als Hauptgrund angeführt! Gleichwohl schaffen es einige – gerade nordeuropäische – Länder, dass der Anteil nicht sinkt. Was ist der Grund und was kann man tun, damit Rad- und Fußverkehr das ganze Jahr über möglich ist?
Um die ganzjährige aktive Mobilität zu steigern, müssen geeignete Infrastrukturen und Ausrüstungen vorhanden sein, so dass Bürger*innen sie als eine attraktive und sichere Option ansehen. Oftmals berücksichtigt Stadt- und Verkehrsplanung sowie Straßeninstandhaltung nicht besonders die Bedürfnisse dieser Zielgruppen. Aus „Tradition“ ist die Mobilitäts- und Straßenplanung immer noch weitgehend auf das Auto ausgelegt, wohingegen die Planung für Radfahrende und Fußgehende in der Regel auf Tageslicht und wärmere Wetterbedingungen ausgerichtet ist.
Mit dem neuen EU-Interreg geförderten Projekt BATS (Baltic Sea region- Active MobiliTy Solutions- in darkness and all weather conditions) will das Bezirksamt Altona als LEAD Partner notwendiges Wissen und Umsetzungen zur Gestaltung einer ganzjährige aktive Mobilität wirksam fördern. Insgesamt werden Lösungen in 7 baltischen/BSR-Ländern getestet und auf benachbarte Städte und Regionen übertragen.
Förderprogramm: EU Interreg BSR - Baltic Sea region: Interreg Baltic Sea Region - Interreg Baltic Sea Region
Förderzeitraum: 36 Monate
Fördervolumen: € 3.520.368,54
Beteiligte Städte, Länder und Institutionen:
- Hamburg- Altona
- Umea, Schweden
- Porvoo, Finnland
- Gdynia, Polen
- Kalundborg, Dänemark
- Kleipeda, Litauen
- Kreis Harju, Estland
Beteiligte Universitäten:
- Aalto Universität, Finnland
- TalTech Universität, Estland
- Universität Danzig, Polen