EU-Projekt

Cities4People

Mobilität ist ein Grundbedürfnis für den Menschen und Voraussetzung für das soziale und wirtschaftliche Handeln. Sie ermöglicht den Zugang zu Märkten, Arbeitsplätzen, Bildung und Gesundheit. Der Verkehr nimmt dabei seit Jahrzehnten immer weiter zu, und die wachsende Einwohnerzahl verstärkt dies noch.  Neben den gesundheitlichen Risiken durch Lärm- und Luftbelastung wird auch die Flächeninanspruchnahme insbesondere durch den motorisierten Individualverkehr zunehmend kritisiert, und Radfahrer und Fußgänger fordern mehr Raum für ihre Art der Fortbewegung.

Für neu zu entwickelnde Quartiere im verdichteten Stadtgebiet werden daher Mobilitätskonzepte erstellt, die helfen sollen, allen Menschen Mobilität auf eine möglichst verträgliche Art zu ermöglichen. Gerade auf der Quartiersebene sind Straßen nicht nur Verkehrsraum, sondern auch Raum für Begegnungen, soziale Interaktion und Raum zum Spielen, und können zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen - wenn die Rahmenbedingungen dies zulassen.

Während in den neuen Quartieren wie der Mitte Altona und dem Holstenareal bereits in der Planung die Mobilität der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner eine große Rolle spielt, und der Umweltverbund (also die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs, des Fahrrads und das zu Fuß gehen) gefördert werden, ist der Handlungsspielraum in den gewachsenen Bestandsquartieren begrenzt. Gerade diese Räume können aber z.B. im Gerichtsviertel oder in Altona-Altstadt eine hohe Aufenthaltsqualität haben, wenn es gelingt, den Straßenraum zu entlasten.

Die Umgebung der beiden großen neuen Quartiere in Altona ist typisch für verdichtete innerstädtische Wohn- und Mischgebiete. Der Straßenraum hoch belastet und kann die hohe Zahl parkender Autos nicht konfliktfrei aufnehmen. Die Gehwege sind oft versperrt, und insbesondere für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderung ist ein Durchkommen oft schwierig.
Die neuen Anforderungen, die die Neubauprojekte mit sich bringen, bieten die Möglichkeit, Mobilität auch in den umgebenden Quartieren neu zu denken. Integraler Bestandteil ist dabei die Beteiligung und Vernetzung von Bewohnerinnen und Bewohnern, Interessenvertretern, Initiativen, Verwaltung und Privatwirtschaft. Über die dreijährige Projektlaufzeit des Projekts „Cities4People“ (2017 – 2020) sollen in einem Koproduktionsprozess gemeinsam Konzepte entwickelt werden, die die Konflikte im Straßenraum lösen helfen.

Cities4People ist ein Kooperationsprojekt des Bezirksamt Altona, der Senatskanzlei und der HafenCity Universität Hamburg.

Wie Sie selber Teil von Cities4People werden können, weitere Informationen zum Projekt, den Beteiligten, zu früheren und aktuellen Veranstaltungen und erste Projektergebnisse finden Sie unter https://cities4people.eu/de/pilot-areas/hamburg-de/

Weitere Informationen zum Projekt Citites4People und den Aktivitäten in den europäischen Partnerregionen finden Sie unter https://cities4people.eu/de/


Presseanfragen bitte an:
pressestelle@altona.hamburg.de​​​​​​​

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