Kaum zu glauben: Obwohl sich das Prinzip des Fahrrads, zwei Laufräder, stabiler Rahmen mit Lenker, Luftbereifung, Übersetzung seit mehr als 100 Jahren kaum verändert hat, ist es auch heute noch das effizienteste Verkehrsmittel der Welt. Als Alternative zum motorisierten Individualverkehr ist das Rad vor allem in Ballungsräumen einer der wichtigsten Mobilitätsbausteine.
Die Fahrradtechnik hat allerdings in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht und spätestens durch den Siegeszug des Elektromotors wurden zahlreiche neue Mobilitätsbereiche und -formen erschlossen. Um diese Vielfalt der pedalgestützten Mobilität sichtbar und vor allem der Allgemeinheit zugänglich zu machen, möchten wir – angeregt durch das EU-Projekt SUMBA – in Hamburg-Altona mit FABIRA (Fahrradbibliothek zur Förderung des regionalen Radverkehrs) die erste Fahrradbibliothek der Stadt auf den Weg bringen, über die Bürger:innen Fahrräder ausleihen können.
Unseren Fahrzeugpool gestalten wir dabei bewusst vielfältig und inklusiv, sodass unser Angebot unabhängig von Alter, Einkommen und eventuellem Handicap genutzt werden kann. Vermitteln möchten wir so, welche Mobilitätslösungen für welche Aufgaben am besten geeignet sind und darüber hinaus, wie eine Fahrradbibliothek im Rahmen des «Klimaschutzteilkonzept Mobilität» zur Mobilitätswende beitragen kann.
Die untenstehende Broschüre soll anderen Kommunen und Interessierten als Leitfaden und Hilfestellung dienen, um eine Fahrradbibliothek zu planen und umzusetzen. Übrigens: Erste Bibliotheken gab es bereits vor mehr als 5000 Jahren in der Antike. Die erste öffentliche Bibliothek war die Biblioteca Malatestiana, die 1452 in Cesena (Italien) eröffnet wurde. Die erste Fahrradbibliothek Europas gibt es seit 2011 in Kopenhagen (Dänemark).