Rulantweg 2-16
Diese Reihenhaussiedlung wurde 1927 erbaut und ist untypisch für das wohlhabende Villenviertel in Othmarschen. Möglich war der Bau, da die Häuser auf städtischen Grundstücken errichtet wurden. Von den ursprünglich zwei geplanten Zeilen wurde nur eine realisiert. Es sind Reihenhäuser für gehobene Wohnansprüche, mit denen Gustav Oelsner zeigen wollte, dass man auch auf engerem Raum komfortabel wohnen kann. Die Zielgruppe waren Bewohner mittleren Einkommens. Die dreigeschossigen kubischen Häuser haben eine einfache Form, ihre Fassaden sind durch Material und Farbe gestaltet. Die unteren beiden Geschosse haben den für Oelsner typischen gelben Klinker, das etwas zurückversetzte Dachgeschoss hat eine hellblaue Farbgebung. Die Häuser haben vorgezogene Eingangsfassungen aus Beton. Der Gesamtblock ist durch horizontale Bänder, wie den zurückversetzten Dachgeschossen und Fenstern, miteinander verbunden. Die Wohnungen verfügen über einfache und klare Grundrisse. Im Erdgeschoss befinden sich Wohn- und Speisezimmer, die zum Garten hin ausgerichtete Küche und das Gäste WC. Im ersten Obergeschoss befinden sich zwei Zimmer, eine Kammer und ein Bad, im Dachgeschoss zwei Kammern und ein Bodenraum sowie der Zugang zur Dachterrasse. Eine Außentreppe führt vom Keller in den Garten. Die Siedlung wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise beschädigt. Die Häuser 2-12 blieben erhalten, aber die heutigen Fenster entsprechen nicht mehr der ursprünglichen Aufteilung. Die Häuser 14-16 wurden zerstört und wiederaufgebaut, was an der anderen Fassadengestaltung deutlich zu erkennen ist.