Baudenkmäler in Altona

Wohnanlage Moltkeblock

Häuserreihe mit glatter, weißer Fassade, weißen Sprossenfenstern und grauem Dach
www.bildarchiv-hamburg.de / Christoph U. Bellin

Die von 1922-25 errichtete Wohnanlage ist eines der ersten Wohnungsbauprojekte in Altona. Planung und Baubeginn fanden unter Oelsners Vorgänger Kurt Meyer statt.

Der Moltkeblock ist nicht im Stil des neuen Bauens entworfen. Oelsner erkannte jedoch seine großzügige Planung, die solide Bauweise der Wohnanlage sowie seinen Beitrag zu den städtebaulichen Zielen an und vervollständigte ihn an der Griegstraße. Der Molteblock besteht aus drei- bis viergeschossigen Bauten mit Satteldach, die insgesamt 201 Wohnungen beinhalten. Äußerlich orientierten sich die Bauten am Heimatstil um 1900, es sind helle Putz- und rote Klinkerbauten mit expressionistischen Stilelementen. Jeder Gebäudeabschnitt weist unterschiedliche Dekorations- und Gliederungsmotive auf. Symmetrien, die die gesamte Wohnanlage kennzeichnen, wie die Fensteranordnung, tragen zur einheitlichen Wirkung des Ensembles bei.

Die von Gustav Oelsner entworfenen Häuser in der Griegstraße orientieren sich an der die Grundstruktur des Gesamtensembles, besitzen darüber hinaus aber eigene Details. Beispielsweise ist an dem roten Bauchsteinbau auf der Ecke Griegstraße/Othmarscher Kirchweg die Mitte des Gebäudes zurückversetzt. Im Inneren besteht die Anlage aus hochfunktionalen Drei- und Vierzimmerwohnungen die mit Küche, Speisekammer, Bad und Loggia ausgestattet sind.

Geplant war der Moltkeblock für Bürger, einige Wohnungen waren speziell als Künstlerateliers ausgewiesen. Die Innenhöfe sind sehr groß und beinhalteten Kleingärten und Spielplätze. Die im Krieg zerstörten Häuser im Othmarscher Kirchweg 5-9 wurden wieder aufgebaut. Der Moltkeblock steht seit 2011 unter Denkmalschutz.

Anschrift: Bernadottestraße, Am Rathenaupark, Grünebergstraße, Othmarscher Kirchweg, Griegstraße

Zum Weiterlesen

Haus aus hellem Stein mit dunklem, tiefgezogenen Dach
www.bildarchiv-hamburg.de / Christoph U. Bellin

Baudenkmäler in Altona Hermkes Siedlung

Die vom Architekten Bernhard Hermkes entworfene Siedlung war eines der ersten großen Bauprojekte nach dem 2. Weltkrieg und wurde von 1950-52 realisiert.

Backsteingebäude mit zwei Türmen
ww.bildarchiv-hamburg.de / Christoph U. Bellin

Baudenkmäler in Altona Victoria Kaserne

Das 31er Regiment der 1. Thüringischen Infanterie stationiert erhielt zwischen 1878 bis 1983 eine große Kasernenanlage, von der nur noch ein Backsteingebäude mit zwei Türmen erhalten ist.

Halbrundes Backsteingebäude mit bogenförmigen Fenstern
www.bildarchiv-hamburg.de / Christoph U. Bellin

Baudenkmäler in Altona Thedebad

Das halbrunde Backsteingebäude wurde 1880/81 als öffentliche Badeanstalt der überwiegende armen Bevölkerung der Altstadt errichtet.