COOL Altona

Dokumentation der Fachveranstaltung

Mit dem Ziel Klimaanpassung im urbanen Raum sichtbar, konkret und vernetzt anzugehen, fand im Altonaer Museum am 18. September 2025 eine Informationsveranstaltung für Fachpublikum mit Impulsvortrag und einer moderierten Fishbowl-Diskussion zum Klimaanpassungskonzept COOL Altona statt.

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Kuhn/medienmelange

Am Donnerstag, 18. September 2025 kamen etwas mehr als 130 Fachakteur*innen aus Verwaltung, Stadtentwicklung, Bildung, sozialräumlicher Arbeit, Planung, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Galionsfigurensaal des Altonaer Museums zusammen, um Fachwissen zum Thema Klimaanpassung auszutauschen, Strategien zu diskutieren und Handlungsfelder zu definieren, die in den kommenden Jahren priorisiert bearbeitet werden müssen.

Impulsvortrag: Risiko – Potenzial – Handlung

Der Fachvortrag von Zamna Castillejos (Projektleitung des bezirklichen Klimaanpassungskonzeptes COOL Altona) bildete den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung. Er zeigte, dass nur durch die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit lokalem Wissen und Erfahrungen wirksame Lösungen entwickelt werden können, die langfristig tragen und den Wandel aktiv gestalten, statt ihm nur zu begegnen.

Das Projekt COOL Altona reiht sich in überregionale Bestrebungen zur lokalen Klimaanpassung ein und nimmt zentrale Aspekte aktueller Strategiepapiere auf, darunter die Hamburger Klimaanpassungsstrategie (HKAS), das Bundes-Klima-Anpassungsgesetz (KAnG) sowie das Förderprogramm „Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Im Rahmen der Veranstaltung wurde aufgezeigt, wie bezirkliche Umsetzung mit gesamtstädtischer Strategie verzahnt werden kann. Weitere Informationen zu COOL Altona finden sich hier: Klimaanpassungskonzept COOL Altona

Schwerpunkte des Vortrags waren die Vorstellung der Klimaanalyse mit Gefährdungs- und Vulnerabilitätskarten für den Bezirk Altona, sowie die Risikobewertung für Hitze, Starkregen und Hochwasser, die Darstellung von klimaresilienten Entwicklungspotenzialen und die Einführung in das Konzept COOL Altona als nicht gesetzlich vorgeschriebenes, aber proaktiv initiiertes Anpassungskonzept auf Bezirksebene. Der Vortrag hob deutlich hervor, dass Klimaanpassung lokal konkret und bereichsübergreifend gedacht werden muss.

Eine Frau steht an einem Rednerpult mit der Aufschrift "COOL Altona".
Kuhn/medienmelange

Fragerunde: Herausforderungen der Umsetzung

In der anschließenden Fragerunde wurden zentrale strukturelle Herausforderungen und politische Fragen diskutiert. Dabei ging es unter anderem darum, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Hamburger Fachbehörden gelingen kann und welche Förderprogramme gezielt für Bezirksvorhaben akquiriert werden können. Besonders betont wurde die Notwendigkeit zur Überwindung von Silodenken in Verwaltung und Politik, um ressortübergreifend handlungsfähig zu werden sowie der Wunsch nach mehr Partizipation.

Fishbowl-Diskussion: Vom Konzept zur Umsetzung

Im Anschluss an den Impulsvortrag und die Fragerunde wurde eine Fishbowl-Diskussion durchgeführt, welche auf Dialog auf Augenhöhe setzte. Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen diskutierten gemeinsam mit wechselnden Gästen aus dem Publikum. 

Beteiligte Expert*innen im Zentrum der Diskussion waren:

  • Gabriele Göller-Meier – Bezirksamt Altona, Abteilungsleitung Übergeordnete Planung, stellv. Fachamtsleitung
  • Andreas Gravert – BUKEA, Stabsstelle Klimaanpassung/RISA
  • Sabine Fritz – Climate Service Center Germany (GERICS)
  • Tomke Grassl – HAMBURG WASSER, Teamleitung Wasserwirtschaft & Quartiersentwicklung
  • Zamna Castillejos – Bezirksamt Altona, Projektleitung COOL Altona
  • Dr. Franziska S. Hanf – CLICCS, Universität Hamburg

Ergänzt wurde die Diskussion durch Beiträge aus dem Publikum – z.B. aus der öffentlicher Verwaltung, der Stadtteilkultur, Quartiersentwicklung, Wohnungswirtschaft, Umweltverbänden und der Hamburger Politik. Die Diskussion zeigte deutlich: Fachwissen, Motivation und Strukturen sind vorhanden – was fehlt, ist der verbindende Rahmen zwischen Politik, Behörden und Bürger*innen und politische Prioritätensetzung.

Die Fishbowl-Diskussion endete mit einem offenen Commitment der Beteiligten zu folgenden Punkten:

  • Stärkung von behördenübergreifenden Arbeitszirkeln
  • Förderung institutioneller und informeller Netzwerke
  • Verankerung von Klimaanpassung in Gremien- und Facharbeitsstrukturen
  • Erkenntnis der Wichtigkeit von Pilotprojekten
  • Aktive Einbindung von Bürger*innen

Fazit der Veranstaltung

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Altona Vorreiter in Sachen Klimafolgenanpassung ist. Es geht nun darum, in die Umsetzung zu gehen und die Bürger*innen sowie Unternehmen dabei einzubinden.

Darüber hinaus konnte die Veranstaltung zeigen, dass lokale Klimaanpassung machbar ist, wenn die Politik sie priorisiert, die Verwaltung sie vernetzt und die Stadtgesellschaft sie mitgestaltet. Das Klimaanpassungskonzept COOL Altona ist bereit für die nächsten Schritte.

Der ausführliche Nachbericht zur Fachveranstaltung ist im Download-Bereich zu finden.

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Zusammenfassung zur Fachveranstaltung

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