„COOL Altona“

Klimaanpassungskonzept für unseren Bezirk

Der Klimawandel ist längst auch in Altona spürbar. Längere Hitzeperioden, veränderte Niederschläge und häufiger auftretende Extremwetterereignisse stellen unseren Bezirk vor große Herausforderungen. Mit dem Klimaanpassungskonzept COOL Altona wollen wir diese Folgen frühzeitig berücksichtigen und gemeinsam dafür sorgen, dass Altona klimaresilient und lebenswert bleibt.

Die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel.
IMAGO / teamwork

Warum benötigt Altona ein Klimaanpassungskonzept?

Die Jahresmitteltemperatur ist seit 1881 bereits um 1,7 °C gestiegen und wird bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich um mindestens 0,5 °C weiter zunehmen, sofern die Klimaschutzziele erreicht werden. Sommertage über 25 °C treten inzwischen häufiger auf, sommerliche Hitzeperioden und Trockenphasen verlängern sich. Gleichzeitig steigt das Risiko für starke Gewitter, Sturmböen und extreme Niederschläge in den Sommermonaten.

Altonas dicht bebaute Quartiere mit hohem Versiegelungsgrad sind besonders von Überhitzung betroffen, was zu Tropennächten und hoher bioklimatischer Belastung führt. Hitze- und Trockenperioden gefährden vor allem sensible Personengruppen und belasten auch die Natur, etwa junge Straßenbäume. Starkregenereignisse bergen in tiefen, versiegelten Lagen Überflutungsrisiken, während lockere Bebauung durch Wohnungsbau und Nachverdichtung vor Herausforderungen steht. Zusätzlich sind Elbhanglagen, Wälder und Moore unterschiedlich stark gefährdet.

Mit dem Klimaanpassungskonzept wollen wir Altona gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.

Erste Ergebnisse der Analysen

In Bezug auf Hitzeinseln ließ sich im Rahmen der Analyse feststellen, dass in Altona an heißen Tagen – mit Temperaturen über 30 Grad Celsius - bereits heutzutage großflächig extreme Wärmebelastungen auftreten. Dies bedeutet ein Temperaturempfinden (PET- Physiologische Äquivalente Temperatur) von über 41°C. Dies betrifft sowohl Siedlungsbereiche als auch Freiflächen. Insbesondere das dicht bebaute und stark versiegelte Kerngebiet des Bezirks ist von einer extremen Wärmebelastung betroffen. In Teilen von Ottensen, der Sternschanze, Altona-Nord, Altona-Altstadt und dem Südosten Bahrenfelds kommt es zudem nachts zu einer hohen thermischen Belastung mit sogenannten Tropennächten und einer Lufttemperatur von mehr als 20 Grad Celsius.

Im Rahmen der Risikoanalyse wurde nicht nur der Ist-Zustand mit den bestehenden Stadtklimaanalysedaten berechnet, sondern es wurden zusätzliche Klimasimulationen durchgeführt. Diese geben zudem einen Ausblick der zukünftigen thermischen und bioklimatischen Verhältnisse in Form der Wärmebelastung in den Tag- und Nachtstunden im Jahr 2050.

Kartenansicht von Altona mit orangen Hitzeinseln
Hitzeinseln im Bestand und in der Zukunft zur Tageszeit WMS Geobasiskarten Hamburg

Dies vorangestellt enthält das Klimaanpassungskonzept Risikokarten, aus denen hervorgeht, wo die Folgen des Klimawandels beispielsweise auf besonders vulnerable Personengruppen (z. B. Kinder, ältere Menschen) und Einrichtungen (z. B. Kliniken, Kinder- und Senioreneinrichtungen, Geflüchteten-Unterkünfte) treffen. Diese Karten dienen als Grundlage, um konkrete Handlungsräume zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln. So wurde beispielsweise analysiert, in welchen Gebieten Maßnahmen wie Entsiegelungen, Gründächer oder auch Regenrückhaltemöglichkeiten dazu beitragen könnten, Folgen des Klimawandels zu mindern.

Kartenansicht von Altona mit verschieden farblichen Markierungen zu Risikobereichen gegenüber Hitze
Risikokarte gegenüber Hitze WMS Geobasiskarten Hamburg

Die Ergebnisse zeigen klar: Klimaanpassung muss lokal ansetzen. Es geht darum, Maßnahmen dort umzusetzen, wo sie am meisten Wirkung entfalten – sei es durch zusätzliche Begrünung im Straßenraum, klimaresiliente Neubauten, Entsiegelung von Flächen oder neue Rückhalteflächen für Starkregen. Erste Regionen im Bezirk wurden bereits als Hotspots definiert, in denen gezeigt werden soll, wie Klimaanpassung vor Ort funktionieren kann.

Das finale Konzept mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog wird derzeit erarbeitet.

Hier finden Sie die Infobroschüre mit den bisherigen Ergebnissen.

Weitere Karten sind dem Downloadbereich am Ende dieser Seite zu entnehmen.

Rahmendaten zum Projekt

Titel:
 
„DAS-A.1: Klimaanpassungskonzept für den Bezirk Altona in der Freien und Hansestadt Hamburg“
 
Laufzeit:
 
01.02.2023 bis 31.10.2025
 
Partner:
 
BUKEA - Stabsstelle Klimafolgenanpassung/RISA
 
Förderkennzeichen:
 
67DAA00361
 
Förderprogramm:
 
Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
 
Förderschwerpunkt:
 
FSP A.1: Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)
 

Informationen zu Klimaanpassungsmaßnahmen gibt es auch auf der Internetseite des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie auf der Internetseite der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Logo des Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Download

Infobroschüre COOL Altona

PDF herunterladen [PDF, 3,6 MB]

Vulnerabilität gegenüber Hitze und Starkregen

PDF herunterladen [PDF, 1,8 MB]

Risikokarte gegenüber Hitze

PDF herunterladen [PDF, 3,6 MB]

Risikokarte gegenüber Starkregen / Hochwasser

PDF herunterladen [PDF, 13,0 MB]

Bereich mit erhöhter Überflutungsgefahr

PDF herunterladen [PDF, 3,3 MB]

Hitzeinseln im Bestand und in der Zukunft zur Tageszeit

PDF herunterladen [PDF, 12,2 MB]

Hitzeinseln im Bestand und in der Zukunft in den Nachtstunden

PDF herunterladen [PDF, 12,1 MB]

Kontakt

Zamna Castillejos

Klimaschutzmanagerin für Stadtentwicklung

Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Altona
Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt