Bauvorbereitung und Freiraumplanung
Zu Jahresbeginn wurde die Freiraumplanung vorangetrieben: Neben mehr Aufenthaltsqualität und Begrünung stand auch die Auswahl passender Materialien sowie städtisches Mobiliar wie Bänke und Fahrradbügel im Mittelpunkt, damit die Gestaltung den Charakter von Ottensen widerspiegelt. Bei der Ideenwerkstatt am 27. März 2025 konnten 20 ausgeloste Bürger*innen direkt mitplanen. Ergänzend gab es eine Online-Umfrage, an der sich fast 1.000 Menschen beteiligten.
Mit den Ergebnissen wurde der Straßenumbau konkret vorbereitet – von der technischen Planung bis zur Ausschreibung der Bauarbeiten. Die wichtigsten Infos und nächsten Schritte wurden am 27. September 2025 bei der Veranstaltung „Von der Idee zum Quartier“ vorgestellt, die rund 300 Besucher*innen anzog. Auch die Infosäule in der Ottenser Hauptstraße informiert jetzt aktuell über das Projekt und den Beteiligungsprozess.
Beteiligung und Austausch mit Gewerbetreibenden
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war das Teilkonzept Wirtschaftsverkehr zur Unterstützung der Umstellung für Betriebe im Gebiet von freiRaum Ottensen. In mehreren Sprechstunden konnten Gewerbetreibende, Praxen und Einrichtungen ihre Anliegen und Herausforderungen direkt einbringen. Gemeinsam wurden Lösungen entwickelt, damit Lieferverkehre weiterhin möglich sind und gleichzeitig das Ziel eines autoarmen Quartiers unterstützt wird.
Verkehrsregelungen für das Kerngebiet
Ein wichtiger Meilenstein war der Beschluss über die Zufahrtsregelungen im Kerngebiet am 14. August 2025 (Hauptausschuss, Drucksache 221226.1). Es wurde beschlossen, dass der Lieferverkehr Montag bis Freitag 6:00 bis 12:00 Uhr und 17:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag/Sonntag 6:00 bis 11:00 Uhr einfahren darf. Für den Anliegerverkehr wurden die Zeitfenster Montag bis Freitag 8:00 bis 10:00 Uhr und 17:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag/Sonntag 8:00 bis 10:00 Uhr beschlossen. Zusätzlich bestehen verschiedene Zufahrts- und Ausnahmegenehmigungen für Fahrten außerhalb dieser Zeiten.
Erweitertes Projektgebiet und Westschleife
Auch das erweiterte Projektgebiet blieb im Fokus: Die Umsetzung der Westschleife bleibt eine Herausforderung. Ein wichtiger Schritt war die Klärung verwaltungsinterner Hürden, wie das Parkplatzmoratorium für die beiden Straßensperren. Zusätzlich bestimmen aktuell externe Baustellen, wie Hochbauprojekte, das Geschehen vor Ort. Darüber hinaus laufen intensive Abstimmungen mit den Leitungsträgern, die ebenfalls im Bereich der Westschleife aktiv sind, um alle Maßnahmen bestmöglich zu koordinieren. Die Vielzahl unterschiedlicher Baustellen und Anforderungen macht eine enge Abstimmung notwendig, damit die Belastungen für die Anwohner*innen möglichst gering bleiben.
Neben der Bewältigung verschiedener Hürden ging es aber auch voran. So wurden im Rahmen der Freiraumplanung auch Konzepte für die Ausgestaltung der Verkehrsschleifen entwickelt, um die Aufenthaltsqualität gezielt zu erhöhen. Ein besonderes Highlight war dabei die Sammlung kreativer Ideen für die Nutzung der Parkplätze der Westschleife durch ein vom Projektbeirat initiiertes und vom Verein bild und begegnung durchgeführtes Schulprojekt.
Was passiert in 2026?
Das Projektteam hat im Jahr 2025 die Grundlage für die Umsetzung des autoarmen Quartiers weiter gefestigt. Der Blick richtet sich nun nach vorn: 2026 wird das Jahr, in dem viele der vorbereiteten Maßnahmen im Straßenraum sichtbar werden.
Ausblick 2026: freiRaum Ottensen – Start der Bauphase und Begleitung im Quartier
Das Jahr 2026 wird geprägt durch den Start der baulichen Umsetzung von freiRaum Ottensen. Der geplante Baubeginn ist im April im Süden der Bahrenfelder Straße. Die Bauarbeiten werden das Quartier und die Umgebung spürbar fordern – zumal im Umfeld bereits in diesem Jahr umfangreiche Leitungsträgerarbeiten stattgefunden haben und weitere Baustellen für zusätzliche Belastungen sorgen.
Begleitung der Bauphase: Sprechstunden und Information für Gewerbetreibende
Um die Auswirkungen für Gewerbetreibende und Anwohnende möglichst gering zu halten, setzt das Projekt weiterhin auf transparente Kommunikation und gezielte Unterstützung. Die dritten Sprechstunden für Gewerbetreibende finden im März 2026 statt. Im Fokus der Phase 3 steht die Abwicklung der Wirtschaftsverkehre im Kerngebiet während der Bauphase.
Weitere Informationen und Beteiligung
Auch während der Bauphase bleibt die kontinuierliche Information und Beteiligung der Bürger*innen ein zentraler Bestandteil des Projekts. Über unsere Homepage www.freiraumottensen.de, den Newsletter und weitere Formate im Projektgebiet werden aktuelle Entwicklungen und Hinweise regelmäßig veröffentlicht. Die direkte Baustellenkommunikation vor Ort übernimmt das Baubüro. Wie bei größeren Bauvorhaben üblich, werden die Anwohner*innen und Gewerbetreibenden jeweils rechtzeitig vor Beginn der konkreten Bauarbeiten in ihrem Bereich gezielt informiert – beispielsweise durch persönliche Anschreiben, Aushänge oder Direktansprache vor Ort.
Westschleife: Weiterhin Geduld gefragt
Die Umsetzung der Westschleife bleibt auch 2026 eine Herausforderung. Externe Baumaßnahmen und fortlaufende Abstimmungen mit den Leitungsträgern werden das Gebiet weiterhin beeinflussen. Alle Beteiligten müssen flexibel reagieren und die Zumutbarkeit für die Anwohner*innen sorgfältig prüfen. Sobald ein verlässlicher Zeitplan für die Westschleife vorliegt, informieren wir Sie umgehend über die Homepage und den Newsletter zu den nächsten Schritten.
Mit Blick auf die erreichten Meilensteine und die bevorstehenden Vorhaben starten wir voller Tatendrang und Vorfreude ins Jahr 2026. Besonders freuen wir uns über das erneut große Interesse und die aktive Beteiligung der Bürger*innen aus Ottensen und Umgebung.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Engagement und wünschen Ihnen und Ihren Liebsten eine friedliche und erholsame Zeit. Auf ein gemeinsames, lebendiges neues Jahr in Ottensen!
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