Bei der vorangegangenen Auswertung des im Sommer durchgeführten Online-Dialogs war deutlich geworden, dass in den Beiträgen neben den Gewerbetreibenden besonders jene beiden Zielgruppen unterrepräsentiert waren. Daher wurden die Beteiligungsformate Ende Oktober und Mitte November möglichst passgenau ausgelegt, um die umfangreichen Erkenntnisse aus dem Online Dialog zu ergänzen. Nach dem Beteiligungsformat für Gewerbetreibende in der letzten Oktoberwoche folgten nun die beiden Workshops:
Barrierefreiheit im Fokus
Am 16. November traf sich im „Impact Hub“ in der Schomburgstraße 50 eine Fokusgruppe mit sechs Teilnehmer*innen unter dem Motto "Barrierefreies Ottensen – Fokus mobilitätseingeschränkte Personen". Die Gruppe setzte sich sowohl aus Personen zusammen, die selbst in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – zum Beispiel durch Alter, Behinderung oder chronische Krankheiten – als auch aus ihren Begleitpersonen, die das Gespräch um Perspektiven der Care-Arbeit bereicherten.
Die Veranstaltung diente dazu, mehr über die individuellen Bedarfe mobilitätseingeschränkter Personen zu erfahren und den Alltag dieser Gruppe besser zu verstehen. Für die weitere Planung wurden Beispiele unzureichender Barrierefreiheit im Planungsgebiet verortet und Vorschläge zur Verbesserung der Barrierefreiheit gesammelt.
Zentrale Themen waren die Rücksichtnahme verschiedener Verkehrsteilnehmer*innen auf die mobilitätseingeschränkten Personen, das konfliktfreie Vereinen unterschiedlicher „Geschwindigkeiten“ auf einer Straße sowie die Nutzbarkeit von Flächen für alle, ob mit oder ohne Einschränkungen.
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung am 17. November wurden sechs Kinder bis 6 Jahre sowie drei Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren nach ihrer Meinung zum zukünftigen Ottensen gefragt. Der Workshop wurde in enger Kooperation mit dem Verein für stadtteilbezogene Kultur- und Sozialarbeit „Motte“ entwickelt.
Die Veranstaltung gab den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Bedarfe und Wünsche zur Umsetzung eines autoarmen Ottensens – und auch ihre Kritik an der aktuellen verkehrlichen Ausgestaltung – einzubringen. Darüber hinaus brachten die Kinder ihre Vorstellungen von „der Straße der Zukunft“ durch Zeichnen und Basteln aufs Papier. Aus den Ergebnissen lassen sich nun Empfehlungen für die kinder- und jugendgerechte Planung ableiten.