Integratives Innenstadtkonzept Bergedorf

Abschluss der temporären Umgestaltung am Sander Markt

28. September 2025 Pressemitteilung

Mit der heutigen Finissage endet die temporäre Intervention „Der Markt, das Stillleben“ auf dem Sander Markt im Fördergebiet „Zentrum Bergedorf“ des Rahmenprogrammes Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Seit Anfang Juli wurde der nördliche Teil der Fläche in Lohbrügge nicht als Parkplatz, sondern als offener Stadtraum genutzt. Die Umgestaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Bergedorf und Lohbrügge, um gemeinsam Perspektiven für die langfristige Entwicklung des Sander Marktes zu erarbeiten.

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Stef Mosebach

Mit Sitztribünen, Hochbeeten, einer Grillstation, farbigen Bodenflächen hat das Büro „umschichten“ den Sander Markt temporär umgestaltet. Bei Workshops, mit Ideenpostkarten, Interviews und Befragungen vor Ort hatten die Menschen aus der Nachbarschaft und lokale Einrichtungen die Gelegenheit, ihre Vorstellungen einzubringen. Mehr Grün und Schatten, flexible Sitzgelegenheiten, ein kleines Café oder Kiosk sowie Flächen für Veranstaltungen, Sport und Spiel zählen zu den häufigsten Wünschen. Gleichzeitig wird der Sander Markt aber auch weiterhin als zentraler Parkraum angesehen.

Die jetzt abgeschlossene Intervention war als Probelauf angelegt, um unterschiedliche Nutzungen und Gestaltungsideen direkt vor Ort zu testen. Nach einem Auswahlverfahren mit fünf eingeladenen Architekturbüros erhielt das Büro „umschichten“ den Auftrag. Entscheidend waren der modulare Ansatz, die Anknüpfung an die Marktgeschichte des Ortes sowie eine robuste und flexible Materialwahl. Über den Sommer hinweg entstand so ein begehbares Stillleben aus Betonringen, Holzbohlen und farbig gestalteten Modulen, das den Platz sichtbar veränderte. Alle Elemente sind mobil, für verschiedene Zwecke einsetzbar und sollen auch künftig wiederverwendet werden.

Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann: „Die Intervention hat gezeigt, wie Stadtentwicklung im Maßstab 1:1 aussehen kann. Wir haben nicht am Schreibtisch geplant, sondern direkt vor Ort ausprobiert, was funktioniert und was fehlt. Für uns sind das wichtige Erkenntnisse, die wir jetzt in die langfristige Umgestaltung des Sander Markts einfließen lassen.“

Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und fließen in ein Wettbewerbsverfahren ein, das die dauerhafte Umgestaltung des Sander Marktes vorbereitet. Die Erfahrungen aus dem Realexperiment bilden damit eine wichtige Grundlage, um die weitere Planung eng an den tatsächlichen Bedürfnissen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Gewerbe und Besuchenden auszurichten.

Hintergrund

Das Projekt ist Teil des Integrativen Innenstadtkonzepts Bergedorf und wurde aus Mitteln des Rahmenprogrammes Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) gefördert. Der Stadtentwicklungsausschuss hatte bereits im Oktober 2023 beschlossen, das Konzept als Grundlage für die Weiterentwicklung der Innenstadt zu nutzen. Darin wird der Sander Markt als Fläche mit hohem Potenzial beschrieben. Mit dem im März 2025 verabschiedeten Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) wurde die schrittweise Veränderung des Platzes in den offiziellen Maßnahmenplan der RISE-Gebietsentwicklung aufgenommen. Im Juli 2025 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss die Umsetzung der Maßnahme.

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie in die Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

Hamburg hat derzeit 24 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 26 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

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