Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Mit diesem Projekt schaffen wir spürbare Verbesserungen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Der ausgebaute und beleuchtete Radweg sowie der klar abgetrennte Gehweg sorgen für mehr Sicherheit und Komfort im Alltag. Neue Beläge und eine barrierefreie Wegegestaltung kommen dabei allen Hamburgerinnen und Hamburgern zugute. Gleichzeitig werten wir die Grünflächen auf und machen diesen Bereich zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält. Als künftiger Bestandteil der Radroute Plus Geesthacht – Hamburg ist dieser Abschnitt zudem ein wichtiger Schritt hin zu einem durchgängigen und leistungsfähigen Radnetz für unsere Stadt."
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit der geplanten Umgestaltung machen wir das Quartier stärker und attraktiver. Durch die klarere und barrierefreie Wegeverbindung, die den Rad- und Fußverkehr stärkt, ohne dabei den Grünzug zu zerschneiden, binden wir das Gebiet besser an Hamburg-Mitte, Oberbillwerder und Bergedorf an. Gleichzeitig werten wir den Grünzug mit erneuerten Spielflächen und Sitzmöglichkeiten als Aufenthaltsort zum Spielen, Verweilen und Begegnen für alle Generationen auf. Ich freue mich, dass wir hier Dank der gemeinsamen Finanzierung Impulse für eine lebenswerte und zukunftsorientierte Stadtentwicklung setzen. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, was die behördenübergreifende Zusammenarbeit in RISE-Fördergebieten leisten kann.“
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die neugestaltete Grünanlage Fockenweide tut den Menschen spürbar gut und gibt der Natur Raum zurück. Gerade in einer wachsenden Stadt wie Hamburg brauchen wir grüne Rückzugsorte: für Ruhe, für Bewegung, für Begegnung. Sie sind aber auch ein lebendiges Ökosystem: Die Feuchtwiesen in der Fockenweide sind ein wertvoller Lebensraum für viele Amphibien, Insekten und Kleintiere. Wo wir Natur in der Stadt stärken, verbessern wir auch unsere Lebensqualität.“
Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann: „Mit dem Baustart machen wir einen sichtbaren Schritt für Bergedorf-West: Die Fockenweide wird nicht nur sicherer und grüner, sondern auch zu einem Ort, an dem man gerne Zeit verbringt. Dass dieses Projekt nach der umfassenden Planung und durch das enge Zusammenwirken mehrerer Behörden endlich in die Realisierung geht, freut mich sehr. Ein großer Dank daher an alle Beteiligten für die Finanzierung und die Umsetzung der Neugestaltung!“
Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Wegeführung des Fuß- und Radwegs. Die Radwege werden ausgebaut und künftig von den Fußwegen getrennt, um beiden Gruppen eine sichere Nutzung zu gewährleisten. Zudem erhalten die Wege neue Beläge; der Radweg wird beleuchtet, da er künftig offizieller Bestandteil der Radroute Plus Geesthacht – Hamburg ist. Neben der übersichtlicheren und barrierefreien Wegegestaltung werden auch die Grünflächen aufgewertet: 105 neue, standortgerechte und insektenfreundliche Laubbäume – darunter Schwedische Mehlbeeren, Ebereschen und Traubenkirschen – werden bereits zu Baubeginn gepflanzt. Neue Wiesenflächen, zusätzliche Sitzmöglichkeiten und eine Bewegungsinsel bieten Raum für Spiel und Erholung für alle Altersgruppen. Im Jahr 2025 fand zudem eine öffentliche Beteiligung zur Erneuerung des Spielplatzes statt, bei der Kinder und Anwohnerinnen und Anwohner ihre Ideen einbringen konnten. Die Planung läuft derzeit; die Bauarbeiten am Spielplatz sollen 2027 starten.
Während der nun anstehenden Bauzeit ist der Weg von Mitte Juni bis Mitte August 2026 gesperrt. Für den Fuß- und Radverkehr wird eine Umleitung ausgeschildert. Der Bauablauf gliedert sich wie folgt:
- Mai 2026: Baubeginn mit Baumpflanzungen
- Juni 2026: Vorbereitende Maßnahmen für die Radroute
- Juli 2026: Mastbauarbeiten der Deutschen Bahn
- August 2026: Asphaltarbeiten für die neue Radroute
- September/Oktober 2026: Abschluss mit weiteren Pflanzarbeiten
Die Gesamtkosten der Neugestaltung belaufen sich auf rund 1.241.300 Euro. Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) steuert 641.300 Euro bei, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) beteiligt sich mit 350.000 Euro aus RISE-Mitteln, die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft ist mit 250.000 Euro an der Maßnahme beteiligt.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige, stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach mit dem Ziel zusammen, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld sowie in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen verbessert. Auch Versorgungsstrukturen sollen gestärkt und die Nutzungsvielfalt in den Zentren verbessert werden.
Hamburg umfasst derzeit 25 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
Weiterführende Informationen zum Rahmenprogramm Integrierte Stadteilentwicklung finden Sie unter www.hamburg.de/rise.