Innenstadt Bergedorf

Umgestaltung Alte Holstenstraße

Mit der Neugestaltung der Alten Holstenstraße soll der dritte zentrale Baustein des Zukunftsbilds Serrahn 2030 umgesetzt werden. Die Umgestaltung ist ein entscheidender Schritt zur Aufwertung des Bergedorfer Stadtbildes und zur Stärkung der Innenstadt als lebendigen und attraktiven Lebensraum.

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Visualisierung – Blick auf St. Petri und Pauli, Wettbewerbsverfahren 2024/25
Visualisierung – Blick auf St. Petri und Pauli, Wettbewerbsverfahren 2024/25 POLA Landschaftsarchitekten GmbH

Planungsraum und Bedeutung

Die Alte Holstenstraße und der Johann-Adolf-Hasse-Platz gehören zu den ältesten städtebaulichen Strukturen der Bergedorfer Altstadt. Sie übernehmen sowohl räumlich als auch stadtbaugeschichtlich eine zentrale Funktion im Stadtgefüge Bergedorfs. 

Die Alte Holstenstraße in Verlängerung zum Sachsentor bildete vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert die zentrale Verkehrsachse Bergedorfs und war Bestandteil einer überregionalen Verbindung bis Berlin. In den 1970er Jahren wurde das heutige Sachsentor zur Fußgängerzone, wodurch die Alte Holstenstraße ihre Funktion als Verkehrsverbindung verlor. 

Heute markiert die Alte Holstenstraße vom Bahnhof (Serrahnstraße/Weidenbaumsweg) kommend den Eingang zur Fußgängerzone und Haupteinkaufsstraße Sachsentor und fungiert eigenständig als Einzelhandelsstandort. Sie endet am Johann-Adolf-Hasse-Platz, wo Vierlandenstraße und Bergedorfer Schlossstraße aufeinandertreffen.

Die Alte Holstenstraße überbrückt die Bille und trennt gleichermaßen den Serrahn im Süden von der Wasserfläche und dem denkmalgeschützten Bergedorfer Schloss mit Schlosspark im Norden/Nordosten.

Die Alte Holstenstraße soll zwischen Weidenbaumsweg und Sachsentor und unter Einbeziehung der angrenzenden öffentlichen Flächen und Bereiche des Kirchengrundstücks der Kirchengemeinde St. Petri und Pauli (Johann-Adolf-Hasse-Platz) umgestaltet werden, um das Bergedorfer Stadtbild aufzuwerten, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und die besondere Lage am Schlosspark und dem Wasser zu betonen. Dabei sind die vielfältigen und unterschiedlichen Funktionsansprüche an den Bereich (Verkehrsraum, Aufenthaltsraum, Veranstaltungs- und Gastronomieraum) zu berücksichtigen. 

Die Umgestaltung der Alten Holstenstraße ist eines der drei zentralen Projekte des Zukunftsbilds Serrahn 2030.

Zukunftsbild Serrahn 2023

Das Zukunftsbild Serrahn 2030 ist das Ergebnis eines sechsmonatigen Planungs- und Beteiligungsverfahren – der Stadtwerkstatt Bergedorfer Hafen. Seit der Erarbeitung des Zukunftsbildes werden verschiedene Projektideen nach und nach umgesetzt. Gemeinsames Ziel dieser umfangreichen Aufwertungs- und Umgestaltungsmaßnahmen ist es, die die Attraktivität des Bergedorfer Hafens nachhaltig zu verbessern. Neben zahlreichen kleineren Maßnahmen, die in kurzer Zeit nach Erarbeitung des Zukunftsbilds realisiert werden konnten, hat sich die Bezirkspolitik für die Umsetzung dreier größere Projekte ausgesprochen. Zwei der drei Vorhaben – der Bau der Kupferhofterrassen und die Umgestaltung der Serrahnstraße – konnten 2020 bzw. 2022 fertiggestellt werden. Mit der Umgestaltung der Alten Holstenstraße soll nun die dritte große Maßnahme realisiert werden.

Entwurfsplan Alte Holstenstraße
Entwurfsplan, Wettbewerbsverfahren 2024/25 POLA Landschaftsarchitekten GmbH

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

Die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch das Bezirksamt Bergedorf, hat im Jahr 2024 einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung der Alten Holstenstraße ausgelobt. Informationen zu dem Verfahren können hier eingesehen werden.

Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 26. Februar 2025 wurde die Arbeit des Büros POLA Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin als Siegerentwurf gekürt.

Die Umsetzung des Projekts soll auf Basis des Siegerentwurfs und der Überarbeitungsempfehlungen erfolgen, die durch das Preisgericht ausgesprochen wurden.

Aktuelles

Mit der baulichen Umsetzung soll voraussichtlich Ende 2026 begonnen werden.

Zuletzt aktualisiert am: 10.04.2025

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