Im Rahmen des hochbaulichen Realisierungswettbewerbes sollte die im Siegerentwurf des vorgeschalteten städtebaulich-freiraumplanerischen Workshopverfahrens durch die ARGE DFZ Architekten/G2 Landschaftsarchitekten vorgeschlagene Struktur überprüft und optimiert werden. Die im städtebaulich-freiraumplanerischen Workshopverfahren erarbeiteten Grundformen für den Schulneubau waren dabei ausdrücklich als Platzhalter zu verstehen.
Der Schulneubau sollte für etwa 1.100 Schülerinnen und Schüler in 42 Schulkassen und 110 Lehrkräfte konzipiert werden und allgemeine Unterrichtsflächen, Flächen für Fachräume, Gemeinschaftsflächen, Flächen für Lehrer und Verwaltung, Wirtschaftsflächen sowie Flächen für den Ganztagsbedarf aufnehmen. Darüber hinaus sollten eine 3-Feld-Sporthalle und Außensportanlagen geplant werden, die auch unabhängig vom Schulbetrieb zu erschließen und zu nutzen sind.
Der Neubau am Standort Kirchenheerweg sollte weiterhin als Gebäudekomplex betrachtet werden, der sich aus mehreren Baukörpern zusammensetzen kann. Anzahl, Lage und Geschossigkeit der Baukörper sollten im Rahmen der Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts vorgeschlagen werden.
Bei der Weiterentwicklung der baulichen Struktur war die Einbindung des gesamten Ensembles in das umgebende Landschaftsbild von besonderer Bedeutung, da es sich um eine Bebauung im Außenbereich und im ländlichen Raum der historischen Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande handelt.
Im Rahmen eines vorgeschalteten Teilnahmewettbewerbs wurden 10 Planungsbüros als Teilnehmer für das Verfahren ausgewählt. Zusätzlich wurden vier Büros als Teilnehmer für das Verfahren gesetzt. Die Bearbeitung der Entwürfe fand von Oktober bis Dezember 2016 statt.
Die Preisgerichtssitzung fand am 8. Februar 2017 unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Jörg Springer (Architekt, Berlin) statt. In der Sitzung konnte das Preisgericht zunächst keine der in die engere Wahl gezogenen Arbeiten ohne eine den Entwurf maßgeblich verändernde Überarbeitung zur Ausführung empfehlen. Daher wurden zwei Büros zur Überarbeitung ihrer Entwürfe aufgefordert. Nach Abschluss der Überarbeitungsphase tagte das Preisgericht am 27. Juni 2017 erneut und wählte den folgenden Entwurf aus:
1. Preis: ARGE Thomas Kröger Architekten GmbH, Berlin / Roswag Architekten GvA mbH, Berlin
Weitere Preise wurden wie folgt vergeben:
2. Preis: Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
4. Preis: ARGE Trapez Architektur GmbH, Hamburg / CEBRA Architecture A/S, Aarhus (DK)
4. Preis: PFP Planungs GmbH, Hamburg