Kinder und Jugendliche

Mehr Sicherheit für Schulkinder in Eimsbüttel und Lokstedt

10. Dezember 2025 Pressemitteilung

Der Bezirk Eimsbüttel setzt sich dafür ein, Schulwege sicherer zu machen und die aktive Mobilität von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Ein Aspekt sind dabei Maßnahmen zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur. Das Bezirksamt Eimsbüttel hat in den vergangenen Wochen drei weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler in den Stadtteilen Eimsbüttel und Lokstedt umgesetzt.

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Hinweis Langsam fahren
Hinweis Langsam fahren Bezirksamt Eimsbüttel

Am Verkehrsknoten Gustav-Falke-Straße/Kielortallee wurde eine Querungshilfe eingebaut. In diesem Quartier besuchen mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche die Einrichtungen im sogenannten Schulcluster sowie die umliegenden Kitas. Daher wurde ein Verkehrskonzept unter Beteiligung aller Einrichtungen entwickelt, um Maßnahmen zur verkehrlichen Entlastung - insbesondere bei Konfliktlagen - und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität zu entwickeln. Die Querungshilfe ist eine der vorgeschlagenen Maßnahmen. Im Rahmen der Trassenlegung der Fernwärmeleitung (Spange Haferweg Grindel) soll die mögliche Umsetzung von weiteren Maßnahmen in Kooperation mit den Energiewerken geprüft werden. 

Ein neuer Zebrastreifen wurde an der Eimsbütteler Chaussee in Höhe Nagels Allee/Lindenpark eingerichtet. In der Straße Hinter der Lieth wurde nördlich der Schule eine Querungshilfe eingebaut, damit Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer über die Fahrbahn gelangen. Im Umfeld der Querungshilfe sowie an der nahegelegenen U-Bahn-Station wurden die Markierungen der Parkplätze angepasst und stellenweise zusätzliche Halteverbote eingerichtet. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Sichtbeziehungen für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern und die bestehende Parkordnung besser erkennbar zu machen. Zum Schutz der Schulkinder wurde auf der Straßenseite der Schule ein Schutzgitter installiert. Dieses trägt dazu bei, das Betreten der Fahrbahn zu verhindern und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler weiter zu erhöhen.

Wo es möglich war, wurde mit den genannten Maßnahmen auch die Barrierefreiheit verbessert, z.B. durch den Einbau von taktilen Elementen (Bodenmarkierungen für Sehbehinderte). Die Maßnahmen fußen auf Beschlüsse der politischen Gremien (Drucksachen 21-4657 und 4742) oder Anfragen der Straßenverkehrsbehörden. 

Mehr zum Thema auf hamburg.de/go/60324 oder unten auf dieser Seite
und im Podcast des Bezirksamtes „Die Bürokraten“ – Folge 1: Klingel, hup, schimpf – wem gehört der öffentliche Raum?“

 

Rückfragen der Medien
Bezirksamt Eimsbüttel
Pressestelle 
Telefon: (040) 428 01 – 2053
E-Mail: pressestelle@eimsbuettel.hamburg.de

Verkehrskonzept Schulcluster Gustav-Falke-Straße/Bundesstraße

Das Viertel rund um die Gustav-Falke-Straße und die Bundesstraße ist durch eine in Hamburg einmalig hohe Dichte von Schulen geprägt.

In dem dicht bebauten Quartier rund um die Gustav-Falke-Straße und die Bundesstraße gibt es daher in den Stoßzeiten ein hohes Fuß- und Radverkehrsaufkommen und verschiedene Konfliktstellen.

Karte des Schulclusters
Quelle: Planersocietät, Kartengrundlage: lgv

In dem Gebiet zwischen Isebekkanal, Grindelberg und Schlump befinden sich zwei Grundschulen, fünf weiterführende Schulen, eine Berufsschule sowie zahlreiche Betreuungs- und Freizeitangebote. 

Das Bezirksamt Eimsbüttel hat daher im Herbst 2022 ein Planungsbüro beauftragt, um ein Verkehrskonzept für das Schulcluster zu erarbeiten. Die Grundlage bildete ein Beschluss der Bezirksversammlung (Drs. 21-2285), mit dem die Initiative von engagierten Schüler*innen und Eltern für eine verbesserte Verkehrssituation aufgegriffen wurde.
Die Erarbeitung wurde durch einen mehrstufigen Beteiligungsprozess begleitet.

In einer Online-Beteiligung haben Schülerinnen und Schüler, Eltern, pädagogisches Personal sowie weitere Interessierte in über 1000 Beiträgen die wichtigsten Probleme zusammengetragen. In zwei Workshops sowie Rallyes und einem Planungsspaziergang wurden die Anliegen und Ideen konkretisiert und Maßnahmenvorschläge diskutiert. 

Die ersten Ergebnisse wurden schließlich im Herbst 2023 und im Dezember im Eimsbütteler Mobilitätsforum diskutiert. Die Plakate gibt es zum Download als Zip oder einzeln auf dieser Website (siehe unten). 

Ende Februar 2024 wurde das Konzept vom beauftragten Planungsbüro im Kerngebietsausschuss des Bezirks vorgestellt, unterstützt durch Beteiligte aus dem begleitenden Arbeitskreis. 

Der finale Bericht liegt vor und kann hier heruntergeladen werden

Die Präsentation im Kerngebietsausschuss ist hier zu finden.

Im April 2024 wurde seitens der Bezirksversammlung zunächst ein Beschluss zur Umsetzung kleinerer, vor allem unmittelbar sicherheitsrelevanter Maßnahmen gefasst: 21-4657 - Erste Schritte zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes...

Im September 2025 wird nun die Querung über die Gustav-Falke-Straße mit auf Höhe der Kielortallee sicherer und leichter gestaltet. Auf Höhe der Kielortallee wird auf beiden Seiten eine barrierefreie Querungshilfe gebaut und die Baumscheibe vergrößert, um das Stadtgrün zu stärken. Die Bauzeit startet ab Mitte September und dauert voraussichtlich zwei Monate (Pressemitteilung mit Hinweisen zur Verkehrsführung).

Eine Entscheidung über die weitere Umsetzung des Konzepts seitens der Bezirkspolitik steht noch aus. 

Zum Hintergrund:

Mit dem Verkehrskonzept für das Schulcluster Eimsbüttel ist eine ganzheitliche Betrachtung der Verkehrssituation und der Schulmobilität im Eimsbütteler Schulcluster erfolgt, in dem täglich über 6000 Schülerinnen und Schüler unterwegs sind. Dabei wurde der Blick insbesondere auf den Fuß- und Radverkehr gelegt. Im Ergebnis wurden konkrete Maßnahmen zur Schulwegesicherung und zur Förderung aktiver Mobilität abgeleitet.

Das Konzept greift damit zum einen die besondere Situation im Schulcluster mit seiner einmalig hohen Dichte an Schulstandorten sowie Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen auf. Zum anderen ist es ein wesentlicher Bestandteil der Bestrebungen in Eimsbüttel und Hamburg, Kindern und Jugendliche sichere und aktiv und selbständig zurückgelegte Schul- und Freizeitwege zu ermöglichen. Denn dies ist in vielerlei Hinsicht wichtig: Für die Entwicklung von Selbständigkeit, für Gesundheit, Bewegung und soziale Kontakte und nicht zuletzt für eine klimafreundliche Mobilität.

Kontakt

E-Mail: mobilitaet@eimsbuettel.hamburg.de

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