Klimaschutzkonzept

Wohnquartiere klimafreundlich sanieren und mehr Hitzeschutz im öffentlichen Raum

03. Juni 2026 Pressemitteilung

4 Jahre Klimakonzept Eimsbüttel: Hamburg-Haus reduziert Energieverbrauch drastisch!

Broschüre des Klimaschutzkonzeptes
Unser Klimaschutzkonzept Bezirksamt Eimsbüttel

Gut vier Jahre nachdem das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ für den Bezirk Eimsbüttel beschlossen wurde, geht die praktische Umsetzung weiter voran: Stand jetzt befinden sich alle der 63 festgesetzten Maßnahmen in der Realisierung. Etwa die Hälfte der Maßnahmen führt zu einer direkten Einsparung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2), ein Drittel hat eine aktivierende Wirkung zur Emissionsminderung (z.B. Fortbildung von Mitarbeitenden, Informations- und Vernetzungsveranstaltungen). Hier ein Überblick über wichtige aktuelle Projekte.

Einen großen Hebel für mehr Klimaschutz besitzt das Bezirksamt vor allem beim Bau oder der Bewirtschaftung ihrer eigenen Gebäude: Im kommenden Jahr soll das Spielhaus Wiebelstraße (Eidelstedt) neu errichtet werden, dieses wird mit Luft-Wärmepumpe und Wärmerückluftgewinnung sowie mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Solarenergie vom Dach gibt es bereits auf der Revierförsterei Niendorfer Gehege, dem Sportgebäude Vogt-Kölln-Straße, dem Sportgebäude/Tagesstätte Bundesstraße, im Betriebshof Vogt-Cordes-Damm und künftig im Hamburg-Haus. Wenn die dort aktuell laufenden Sanierungen (mit Instandsetzung von Strom-, Wasserleitungen, Fassade, Türen und Glasflächen) im Sommer des kommenden Jahres abgeschlossen sind, wird der Energiebedarf von zuletzt 175 auf nur noch 60 Kilowattstunden (pro qm/pro Jahr) spektakulär abgesenkt. Für sechs weitere Einrichtungen aus den Bereichen Jugend und Sport liegen energetischen Sanierungspläne vor.

Im öffentlichen Raum gelang in den vergangenen rund sechs Monaten die naturnahe Gewässerumgestaltung der Burgwedelau, der Tarpenbek und die ökologische Aufwertung der Schillingsbek. Zur Förderung des Radverkehrs sind zuletzt die Arbeiten in der Mansteinstraße und eines Abschnitts der Bundesstraße abgeschlossen worden. Für bessere Gehwege konnten Querungen im Schulumfeld in Eimsbüttel, die Gehwegverbreiterung in der Monetastraße und der Umbau der Wrangelstraße realisiert werden. 

In Schnelsen soll der Roman-Zeller-Platz im kommenden Jahr klimaangepasst umgestaltet werden, als Hitzeschutzmaßnahmen sind Entsiegelungen und insektenfreundliche Bepflanzung vorgesehen, zudem wird der Platz zur Starkregenvorsorge von der Kanalisation abgekoppelt. In Lokstedt konnten im vergangenen Jahr knapp 150 qm Pflasterfläche entsiegelt werden. Und in diesem Jahr startet das bezirkliche Straßenbaumkonzept, das vor allem hitzebelastete Straßenzüge im Fokus haben wird.

Im Arbeitsbereich „Autoarme Quartiere“ wurde die Durchfahrt am Alsterufer beschränkt, im Mai wurden der neu gestaltete Parnass-Platz und die Rellinger Straße (vor der Schule) eröffnet. Beide Projekte sollen mehr Aufenthaltsqualität im Quartier schaffen. Die Rellinger Straße wird zur sicheren und  klimafreundlichen Schulmobilität beitragen.

Wichtige Aufgabe im Einsatz für mehr Klimaschutz ist die Sanierung und klimafreundliche Wärmeversorgung von (privaten) Gebäuden: Für ein Quartier mit dichter Wohnblockbebauung im Süden Eidelstedts hat das Bezirksamt gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft ein Energetisches Quartierskonzept erstellt. In Schnelsen wurden Eigentümerinnen und Eigentümer von Reihenhäusern zu den Vorteilen einer gemeinsamen Sanierung beraten. In beiden Stadtteilen wurde jeweils zum Abschluss eine Infoveranstaltung mit praktischen Tipps zum Energetischen Sanieren durchgeführt. Ähnliche Projekte sind auch in Niendorf und in Stellingen vorgesehen.

Christian Zierau, Bezirksamtsleiter: „Mit unserem Klimaschutzkonzept setzen wir Schritt für Schritt konkrete Maßnahmen für mehr Klimaschutz in unseren neun Stadtteilen um. Vor allem im öffentlichen Raum bewegt sich richtig etwas! Im vergangenen Jahr haben wir das Klimaanpassungskonzept ergänzt, hier gehen wir mit Entsiegelungen, der Schaffung von kühlen Orten oder dem Straßenbaummanagement in die Realisierung. Wir brauchen aber auch weiterhin hohes Engagement und eine gute Förderkulisse, um die Ziele zur Klimaneutralität erreichen zu können.“ 

 

 

Rückfragen der Medien:

Bezirksamt Eimsbüttel
Pressestelle 
Telefon: (040) 42801-2053
E-Mail: pressestelle@eimsbuettel.hamburg.de

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