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Das Kerngebiet

Harvestehude

Harvestehude wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts als privilegierter Wohnstandort an der Alster entwickelt. Die städtebauliche Struktur wird vornehmlich von Villenreihenhäusern aus dieser Zeit geprägt. Einzig in wenigen Baulücken und auf größeren im Krieg zerstörten Flächen entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg neue Gebäude. Bekanntes Beispiel dafür sind die von 1946 bis 1956 überwiegend zu Wohnzwecken erbauten Grindelhochhäuser im Westen des Stadtteils, die inzwischen unter Denkmalschutz stehen.

Ise-Markt in Harvestehude.
Ise-Markt in Harvestehude.

In Harvestehude leben überdurchschnittlich viele Senioren. Die Zahl der Haushalte mit Kindern ist in den vergangenen Jahren jedoch stark gestiegen. In dem ursprünglich nur für Wohnzwecke vorgesehenem Stadtteil haben sich heute zahlreiche Dienstleister angesiedelt, hierzu gehören vor allem Firmen mit dem Schwerpunkt Medienwirtschaft, unter anderem das Landesfunkhaus des NDR an der Rothenbaumchaussee. Darüber hinaus sind in den repräsentativen Lagen zahlreiche Konsulate zu finden.

Am Kreuzungspunkt Klosterstern treffen die ehemaligen großen Landstraßen aufeinander. Aus städtebaulicher Sicht auffällig ist das fast schachbrettartige Schema. Zwei Hauptverkehrsachsen durchziehen den Stadtteil von Nord nach Süd: Grindelberg und Rothenbaumchaussee. Mehrere gut getaktete Buslinien sowie zwei U-Bahn-Linien sorgen für eine optimale Verkehrsanbindung.

Arbeitsplätze gibt es in den vielen kleinen Verlagen, in Redaktions- und Medienservicebüros sowie beim NDR, der auf 41.500 Quadratmetern Nutzfläche im Funkhaus Hamburg rund 1.300 Menschen beschäftigt.
Das heutige Rolf-Liebermann-Studio in der Oberstraße 120 war bis 1938 eine der Synagogen der jüdischen Gemeinde. An die jüdische Geschichte dieses Stadtteils erinnern auch zahlreiche »Stolpersteine«, die vor vielen Häusern in Harvestehude verlegt wurden. Verschiedene Sprachinstitute und Kulturzentren, zum Beispiel die Deutsch-Italienische Gesellschaft mit dem Istituto Italiano di Cultura sowie der Anglo-German-Club und acht Generalkonsulate geben dem Stadtteil eine globale Note.

Die Nähe zur Innenstadt sowie die bevorzugte Lage an der Alster und viel Grün machen den Stadtteil aber nicht nur für die Bewohner attraktiv. Das Alstervorland sowie die verschiedenen Parkanlagen und Spielplätze, der wunderschöne, zum Teil sehr alte Baumbestand mit Trauerweiden, Linden, Eichen, Ahorne, Platanen und Kastanien bieten vielen Erholungssuchenden sowie Sporttreibenden aller Altersklassen die unterschiedlichsten Möglichkeiten.

Im Stadtteil gibt es zwei Grundschulen, eine Stadtteilschule und zwei Gymnasien. Das Bezirksamt betreibt in Harvestehude eine kommunale Einrichtung der Jugendhilfe (Elternschule) und fördert einen Seniorentreff.