Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurden vorhandene Grundlagendaten, wie die Stadtklimaanalyse und die Starkregengefahrenkarte, ausgewertet. Daran anschließend untersucht eine Betroffenheitsanalyse, wie sich die Klimafolgen in sechs definierten Handlungsfeldern konkret auf den Bezirk auswirken. Die darauffolgenden Schritte der Hotspot-Analyse und Detailuntersuchung führen die Erkenntnisse zusammen und zeigen auf, wo Maßnahmen besonders wirksam zum Schutz der Bevölkerung und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können.
Die Anpassungsmaßnahmen sollen zur Vorbeugung, Vermeidung sowie Verringerung von Schäden dienen und die Widerstandsfähigkeit des Bezirks gegenüber Klimawandelfolgen systematisch stärken.
Erstellung und Förderrahmen
Die Erstellung des bezirklichen Klimaanpassungskonzepts erfolgte im Zeitraum von Januar 2024 bis Mai 2025 durch das Bezirksamt Eimsbüttel in Zusammenarbeit mit den Fachbüros ZEBAU und rabe Landschaften. Der Prozess wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie durch Mittel der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat das Konzept im Juni 2025 beschlossen.
Analytische Grundlagen
Die Grundlage des Konzepts ist eine umfassende Analyse klimabezogener Risiken im Bezirk Eimsbüttel, insbesondere mit Blick auf:
- die bioklimatische Belastung durch Hitze, zum Beispiel städtische Hitzeinseln,
- das Gefährdungspotenzial durch Starkregen,
- die Betroffenheit vulnerabler Bevölkerungsgruppen, darunter ältere Menschen, Kinder, Personen mit Vorerkrankungen oder eingeschränkter Mobilität.
Diese Risikobereiche wurden auf der Grundlage stadtklimatischer Fachkarten, sozio-demografischer Daten und einer räumlichen Hotspotanalyse ausgewertet.
Maßnahmenkatalog mit Schwerpunkt Bezirksamt
Der zentrale Bestandteil des Konzepts ist ein Maßnahmenkatalog mit 48 konkreten Maßnahmen, die insbesondere auf den Handlungsraum des Bezirksamts Eimsbüttel ausgerichtet sind. Die Maßnahmen decken unter anderem die folgenden Handlungsfelder ab:
- Stadtgrün, Freiraum und Entsiegelung
- Öffentliche Infrastruktur und Gebäudebestand
- Gesundheitsschutz und soziale Einrichtungen
- Planung, Verwaltung und Beteiligung
Die Maßnahmen wurden so konzipiert, dass sie mit den bestehenden Zuständigkeiten und Ressourcen des Bezirksamts umsetzbar sind, ergänzt durch Kooperationsmöglichkeiten mit weiteren Akteur:innen sowie Förderoptionen.
Umsetzungsperspektive und Koordinierung
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt schrittweise durch ein im Bezirksamt verankertes Klimaanpassungsmanagement in enger Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Fachämtern. Dabei richtet sich das Vorgehen nach den verfügbaren personellen und finanziellen Kapazitäten. Ein begleitendes Controllingkonzept sowie regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Grün, Natur und Umwelt (GNU) gewährleisten Transparenz, Zielverfolgung und Fortschrittskontrolle.
Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit
Das Klimaanpassungskonzept wurde unter aktiver Beteiligung der Bezirkspolitik, der Bürger:innen, der Fachämter sowie relevanter Träger öffentlicher Belange entwickelt. Neben internen Abstimmungen und themenspezifischen Fachworkshops fanden sowohl eine öffentliche Auftakt- als auch eine Abschlussveranstaltung statt.
Kontakt
Frau Pinsker – Tel.: 040-42801-3605.
E-Mail: klima@eimsbuettel.hamburg.de.
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie Hintergrundinformationen, fachliche Grundlagen und Fördermöglichkeiten zu den Themen Klimawandel und Klimaanpassung:
Klimaanpassungsstrategie Stadt Hamburg
Klimainformationssystem Stadt Hamburg
Hitzeaktionsplan Stadt Hamburg
Zentrum für Klimaanpassung (ZKA)
Stadtklimaanalyse für Hamburg (untersucht Hitze und Kaltluft)
Starkregengefahrenkarte für Hamburg
IFB Hamburg: Fördermöglichkeiten für Gründächer, Grünfassaden, Regenwasserspeicher und Entsiegelung
Gebäude-Klimafolgen-Check für Privatpersonen: Vor-Ort-Beratung der Hamburger Energielotsen
Grünpatenschaften im Bezirk Eimsbüttel
Kühle Orte Karte Stadt Hamburg
Informationskampagne „Werde wetterwach“
NINA: Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes
Förderung
Gemäß der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ wird die Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzepts für den Bezirk Eimsbüttel der Freien und Hansestadt Hamburg, so der offizielle Projekttitel, unter dem Förderkennzeichen 67DAA00301 im Förderschwerpunkt „Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts – Erstvorhaben“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Die Projektlaufzeit umfasst zwei Jahre mit Dauer vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2025.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.bmuv.de/themen/klimaschutz-anpassung/klimaanpassung sowie auf den Internetseiten der Projektträgerin Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) unter www.z-u-g.org/das/.
Download
Klimaanpassungskonzept Eimsbüttel
PDF herunterladen [PDF, 13,4 MB]Klimaanpassungskonzept Eimsbüttel - barrierearm
PDF herunterladen [PDF, 35,0 MB]Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Klimaanpassungskonzepts
PDF herunterladen [PDF, 274,9 KB]Abschlussveranstaltung zur Vorstellung des Klimaanpassungskonzepts
PDF herunterladen [PDF, 1,3 MB]Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden