Stadtteilschild Eimsbüttel
Til Bernstein

750 Jahre Eimsbüttel

In Eimsbüttel wird gefeiert – Ein ganzer Sommer voller Vielfalt und Gemeinschaft!

Eimsbüttel wird in diesem Jahr 750 Jahre alt – das wird gebührend gefeiert! Von Juni bis September verwandelt sich der Stadtteil in eine bunte Bühne mit den verschiedensten Aktionen, die über seine Grenzen hinaus Besucher zu den einzelnen Events anziehen wird.  

Mit einem abwechslungsreichen Programm, das alle Generationen anspricht, zeigt sich die einzigartige Vielfalt des Viertels.

So gibt es während der Sommermonate viele spannende Highlights: Von Kunstausstellungen, Live-Painting, historische Führungen, Street-Art-Workshops, Musik auf der Sommerbühne, Open-Air-Theater, Fußballturnier und Benefizspiel, Umweltbildung für Kinder bis Open-Air-Kino. Darüber hinaus gibt es noch vieles mehr! Zahlreiche Vereine und Institutionen sind dabei und präsentieren sich unter einem gemeinsamen Dach – alles übersichtlich im Programmheft und online verfügbar. Alle Details, wie Zeitplan mit Programmen, finden Sie im Programmheft.

Den krönenden Abschluss aber bildet ein großes Fest vom 19. bis 21. September 2025 in der Osterstraße. Hier wird der festliche Höhepunkt mit einem bunten Mix aus Festakt, Ausstellungen, spannenden Podiumsdiskussionen, Konzerten Mitmachaktionen, Sport, Familienflohmarkt und einem großen Stadtteilfest gefeiert. Eine Festmeile mit bunten Girlanden, Lichterketten und Kunstarrangements begrüßt die Besucher mit einer fröhlichen und einladenden Atmosphäre zum Verweilen und die verschiedensten Angebote aus Musik und Gastronomie zu genießen. Abends wird dann getanzt!

Den ganzen Sommer gibt es in Eimsbüttel viel zu erleben!  

BUNT – VIELFÄLTIG – ZEITLOS!

750 Jahre Eimsbüttel - Das Programm

TerminVeranstaltungVeranstalterTreffpunktEintrittVoranmeldungKontaktSitzgelegenheitenBarrierefreiheitBemerkung
ab Sa., 15.06.Kunst Ausstellung im ETV-Sportzentrum BundesstraßeETV HamburgETV-Sportzentrum, Bundesstraße 96, 20144 Hamburgfreinein neinnein 
Do., 19.06., 19:30 - 20:00 UhrLesung & MusikBuchBarBrunnen im Grindel, gegenüber Rappstraße 2, 20146 HamburgEintritt gegen Spendemöglich, nicht erforderlichbuchbar@fraujunggeburth.deBänke & Stehplätzeja 
Sa., 21.06., 13:00 - 18:00 UhrKinder- und SommerfestFreiwillige Feuerwehr Hamburg Pöseldorf (F1938)FFW Hamburg Pöseldorf (F1938), Schröderstiftstraße 13, 20146 Hamburgfreineinkeine Anmeldung notwendigjaja 
27.06. - 04.07.TONALi FestivalTONALiTONALi, Kleiner Kielort 3-8, 20144 Hamburgteilweise, siehe: tonali.deteilweise, siehe: tonali.detonali.de teilweise: nein 
So., 29.06., 15:00 UhrKonzert des Quartetts der Jüdischen KammerphilharmonieJüdische Gemeinde in HamburgTalmud-Tora-Schule (Aula), Grindelhof 30, 20146 Hamburg5 € über eventbriteja mit SitzplätzenneinSicherheitskontrolle erforderlich
Do., 03.07., 17:00 - 20:00 UhrMusik im ParkGymnasium Kaiser-Friedrich-UferMahnmal, Kaiser-Friedrich-Ufer 5, 20253 Hamburgfreinein teilbestuhltOpen Air: ja, KAIFU-Aula 
Fr., 11.07., 18:00 UhrWhite Dinner-das Nachbarschaftspicknick am IsebekkanalOrganisationsteam 750 Jahre EimsbüttelMahnmal, Kaiser-Friedrich-Ufer 5, 20253 Hamburgfreinur für Picknickkörbebetriebsleitung@ratsherrnlokal.de   
16.07. - 06.09.Filmvorstellungen OpenairKino FilmRaumStadtpark Eimsbüttel, Hagenbeckstraße 39, 22527 Hamburgbei regulären Filmvorstellungenfreiinfo@filmraum.netneinja 
Do., 17.07., 19:30 - 20:00 UhrLesung & MusikBuchBarMahnmal, Kaiser-Friedrich-Ufer 5, 20253 HamburgEintritt gegen Spendemöglich, nicht erforderlichbuchbar@fraujunggeburth.deBänke, Wieseja 
Sa., 19.07., 12:00 - 18:00 UhrInklusives KinderfestBunterkunt Hamburg eVSchulhof der Schule, Telemannstraße 10, 20255 Hamburgfreinein jaja 
So., 20.07., 10:00 - 18:00 UhrSommerfest 130-Jahre SC VictoriaSC Victoria HamburgStadion Hoheluft, Lokstedter Steindamm 52, 22529 Hamburgfreinein neinja 
Di., 22.07., 20:00 - 21:00 UhrEarly Night SingingKreativhaus Eimsbüttel e. V.Fanny-Mendelssohn-Platz, Osterstraße 116, 20259 Hamburgfrei, Spendenboxnein neinja 
Sa., 26.07., 12:00 - 15:00 UhrEin (neues) Wappen/Logo für EimsbüttelKinderkulturbüro e.V.Kinderkulturbüro Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 HamburgMaterialspendejakinderkulturbuero@gmx.de  ab 8 Jahren bis endlos
Sa., 26.07., 15:00 - 16:30 Uhr„Rennbahn am Grindelberg“Geschichtswerkstatt EimsbüttelHaupteingang der Christuskirche Eimsbüttel, Bei d. Christuskirche 2, 20259 Hamburg8 € / freier Eintritt für Mitgliedernein    
So., 27.07., 15:00 - 17:30 UhrGemeinsam auf SpurensucheGeschichtswerkstatt EimsbüttelPaul-Roosen-Straße / Ecke Große Freiheit, 22767 Hamburg8 € / freier Eintritt für Mitgliedernein    
01.08.-31.10.HistorywalkOrganisationsteam 750 Jahre EimsbüttelMansteinpark, zwischen Hoheluftbrücke & Bundesstraßefreinein    
Mo., 04.08. - 22.08., Mi-Fr 10.00 - 15.00 Uhrdamals - heute - morgenKinderkulturbüro e.V.Kinderkulturbüro Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 Hamburgfrei, Spende möglichneininfo@kinderkulturbuero.deneinjaTeilnahme für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren
So., 10.08., 15:00 - 17:30 UhrGemeinsam auf Spurensuche Teil IIIGeschichtswerkstatt EimsbüttelPaul-Roosen-Straße / Ecke Große Freiheit, 22767 Hamburg8 € / freier Eintritt für Mitgliedernein    
Di., 12.08., 20:00 - 21:00 UhrEarly Night SingingKreativhaus Eimsbüttel e. V.Fanny-Mendelssohn-Platz, Osterstraße 116, 20259 Hamburgfrei, Spendenboxnein neinja 
Mi., 13.08., 15:00 - 16:00 UhrEimsbüttel damals & heute (Rundfunksendung)Welle Isebek (KKB)www.tidenet.de/radio, UKW 96,0 MHz und 95,45 MHz (Kabel)frei redaktion@welle-is.ek   
13.08. - 15.08., Mi. - Fr. 10:00 - 15:00 Uhrdamals - heute - morgenKinderkulturbüro e.V.Kinderkulturbüro Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 Hamburgfrei, Spende möglichneininfo@kinderkulturbuero.deneinjaTeilnahme für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren
So., 17.08., 10:00 UhrGottesdienstHauptkirche St. NikolaiHauptkirche St. Nikolai, Harvestehuder Weg 118, 20149 Hamburgfreinein ja  
So., 24.08., 15:00 - 17:30 UhrGemeinsam auf Spurensuche Teil IIGeschichtswerkstatt EimsbüttelSchulterblatt-Piazza, Ecke Rosenhofstraße, 20357 Hamburg8 € / freier Eintritt für Mitgliedernein    
Mo., 25.08., 10:00 - 15:00 UhrEimsbüttel früher und heute aus Lehm bauenHaus der GeschichteHaus der Geschichte, Müggenkampstraße 77, 20257 Hamburgfreijasabine.reyeros-petsch@gmx.netneinteilweiseMind. 8 Jahre, Kleidung, die dreckig werden kann
Di., 26.08., 10:00 - 15:00 UhrEimsbüttel früher und heute aus Lehm bauenHaus der GeschichteHaus der Geschichte, Müggenkampstraße 77, 20257 Hamburgfreijasabine.reyeros-petsch@gmx.netneinteilweiseMind. 8 Jahre, Kleidung, die dreckig werden kann
Di., 26.08., 20:00 - 21:00 UhrEarly Night SingingKreativhaus Eimsbüttel e. V.Fanny-Mendelssohn-Platz, Osterstraße 116, 20259 Hamburgfrei, Spendenboxnein neinja 
Mi., 03.09., 18:00 Uhr (Vernissage)Fotoausstellung „Nah dran“ | Frederika HoffmannKreativhaus Eimsbüttel e. V.Kreativhaus Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 Hamburgfreineinraum127@kreativhaus-eimsbuettel.de   
So., 07.09., 9:00 - 18:00 UhrOffener 750 Jahre Eimsbüttel Fußball CupSportverein Grün-Weiß Eimsbüttel von 1901 e.V.Sportplatz Tiefenstaaken, Julius-Vosseler-Straße 195, 22527 HamburgfreiFür das Turnier: jainfo@gweimsbuettel.dejajaMind. 6 Jahre
So., 07.09., 14:00 UhrArchitektur Führung - Museum, Baukunst und KolonialismusMARKKMARKK Museum am Rothenbaum, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg4 € + Museumseintrittneinveranstaltung@markk-hamburg.deneinnein 
So., 07.09., 15:00 - 17:30 UhrGemeinsam auf Spurensuche Teil IVGeschichtswerkstatt EimsbüttelKieler Straße, Ecke Ophagen, 20257 Hamburg8 € / freier Eintritt für Mitgliedernein    
Di., 09.09., 20:00 - 21:00 UhrEarly Night SingingKreativhaus Eimsbüttel e. V.Fanny-Mendelssohn-Platz, Osterstraße 116, 20259 Hamburgfrei, Spendenboxnein neinja 
11. - 14.09., 16:00 - 19:00 Uhr (Vernissage)Fotoausstellung „Nah dran“ | Frederika HoffmannKreativhaus Eimsbüttel e. V.Kreativhaus Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 Hamburgfreineinraum127@kreativhaus-eimsbuettel.de   
Fr., 12.09., 18:30 UhrBenefizspiel HSV Altstars - Eimsbüttel AllstarsETVETV-Stadion, Lokstedter Steindamm 77, 22529 HamburgJanein neinja 
Sa., 13.09., 13:00 - 18:00 UhrTag der offenen Tür „Eimsbütteler Feuerwehrtag“Freiwillige Feuerwehr EimsbüttelKieler Straße 204, 22525 Hamburgfreinein ja, begrenztja 
So., 14.09., 12:00 UhrKinderveranstaltungHoheLuftschiffHoheluftschiff, Kaiser Friedrich Ufer 23, 20253 Hamburgfreijamail@hoheluftschiff.dejaja 
So., 14.09., 14:00 UhrFührung: Museum, Baukunst und KolonialismusMARKKMARKK Museum am Rothenbaum, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg4 € + Museumseintrittneinveranstaltung@markk-hamburg.deneinnein 
17. - 20.09., 16:00 - 19:00 Uhr (Vernissage)Fotoausstellung „Nah dran“ | Frederika HoffmannKreativhaus Eimsbüttel e. V.Kreativhaus Eimsbüttel e.V., Eppendorfer Weg 127, 20259 Hamburgfreineinraum127@kreativhaus-eimsbuettel.de   
19.09. + 20.09.Eimsbüttel feiert GeburtstagOrganisationsteam 750 Jahre EimsbüttelBei der Apostelkirche, 20257 Hamburgfreinein jateilweiseFr., 19.09.: 14:00 - 23:00 Uhr
Sa., 20.09.: 10:00 - 18:00

Grußwort Dr. Peter Tschentscher

Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eimsbüttlerinnen und Eimsbüttler,
 

Eimsbüttel feiert in diesem Jahr sein 750-jähriges Jubiläum. Aus einer Siedlung außerhalb der damaligen Stadtmauern ist ein Stadtteil im Herzen der internationalen Metropole Hamburg geworden.
Eimsbüttel vereint Tradition und Moderne. Mit attraktiven urbanen Wohnquartieren, zahlreichen Parks und Grünflächen sowie einem vielfältigen Angebot an Einzelhandel und Gastronomie bietet der Stadtteil eine hohe Lebensqualität für alle Generationen. Er hat eine gute ausgebaute Infrastruktur und wird mit dem Neubau der U5 noch besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Eimsbüttel steht für ein lebendiges und vielfältiges Miteinander. Gemeinsam mit Vereinen, Institutionen und weiteren Akteuren im Stadtteil organisiert der Bezirk die Jubiläumsfeier mit einem bunten Programm aus Unterhaltung, Sport und Kultur.
Herzlichen Dank allen, die das Leben in Eimsbüttel und die Jubiläumsfeier mit ihrem Engagement und ihrer Kreativität prägen und bereichern.
Ich wünsche dem Stadtteil und allen Eimsbüttlerinnen und Eimsbüttlernviel Freude bei den Feierlichkeiten zum 750. Jubiläum und alles Gute für die Zukunft.
 

Dr. Peter Tschentscher
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Grußwort Sonja Böseler

stellv. Bezirksamtsleiterin Eimsbüttel

Liebe Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler, liebe Gäste,


keine Frage, das alte, dörfliche Eymersbuttele von vor 750 Jahren ist längst nicht mehr wiederzuerkennen:
Eimsbüttel gehört seit Jahren zu den beliebtesten Stadtteilen Hamburgs. 58.000 Einwohner:innen zählt Eimsbüttel als größter Stadtteil des Bezirks heute, davon übrigens über 53 % weiblich – ein Spitzenwert unserer Stadt. Die vielen schönen Gründerzeithäuser in dichter Bebauung, Kultur- und Ausgehangebote, die Nähe zur Innenstadt, viel Grün und ein Top-ÖPNV-Angebot machen Eimsbüttel attraktiv. Für viele ist Eimsbüttel aber mehr als ein Wohnort, Eimsbüttel ist auch ein spezielles Lebensgefühl: Denn der Stadtteil ist kein Touristenkiez, hier gibt´s neben kosmopolitischem Geist auch noch viel Bodenständigkeit und ein angenehmes, solidarisches Miteinander.
Der 2017 fertiggestellte Umbau der Osterstraße als zentrale Lebensader, der massive Ausbau der Radrouten oder aktuell die Sanierung des Hamburg-Hauses als gute Stube des Stadtteils zeigen, wie der öffentliche Raum stetig und maßvoll attraktiviert und modernisiert wird. Die Aufteilung des Verkehrsraumes im Spannungsfeld von Parkflächen, Radwegen und Flächen für Fußgänger:innen wird auch in den nächsten Jahren eine zentrale Herausforderung im Stadtteil bleiben und damit auch die Diskussion im politischen Raum prägen.
Jetzt wird aber erst einmal gemeinsam gefeiert: Das Motto „Eimsbüttel – so bunt und vielfältig können 750 Jahre sein“ ist dabei, wie ich finde, perfekt gewählt. Ich freue mich besonders, dass unsere Bezirksversammlung und der Osterstraße e.V. als Organisatoren Wert darauf legen, dass dieses Fest keines „von der Stange“ wird, sondern maßgeblich von den heimischen Vereinen, Initiativen und Organisationen betrieben wird. Sie geben Eimsbüttel im Alltag das unverwechselbare, sympathische Gesicht, sie sollen auch das Jubiläum tragen und mit buntem Leben füllen.
Ich danke allen helfenden Händen vor und hinter den Kulissen. Als Eimsbüttelerin freue ich mich auf viele schöne Veranstaltungen und
Begegnungen. Seien Sie dabei, wir sehen uns in Eimsbüttel!
 

Sonja Böseler
stellv. Bezirksamtsleiterin

Geschichte

Die ersten Erwähnungen

Wie es sich für eine Wirtschaftsmetropole wie Hamburg gehört, betrat Eimsbüttel erstmals in einem Kaufvertrag die Bühne der Geschichte: Vor 750 Jahren, am 6. August 1275, veräußerten die Brüder Heynrich und Meynrich von Heynbroke eine Hufe Landes in dem kleinen Dorf Eymersbuttele an die Nonnen des Klosters Herwardeshude (Harvestehude). 
Dies war die erste urkundliche Erwähnung des Dörfchens weit vor den Toren Hamburgs, das damals selbst noch nicht einmal 5.000 Einwohner hatte.
Am 11. März 1339 dann verkaufte der damalige Landesherr Graf Adolf VII. von Schauenburg-Pinneberg das Dorf für 300 Mark Hamburger Pfennige an das Zisterzienserinnen-Kloster. Damit eingeschlossen waren alles Recht und Eigentum, Ertrag und Nutzung, mit hoher und niederer Gerichtsbarkeit, mit Hand- und Halsgericht – also die Befugnis auch zur Verhängung der Todesstrafe – sowie mit Äckern, Wäldern, Holzungen, Gesträuchen, Wiesen, Weiden, Mooren, Wegen, unwegsamen Gelände, Gewässern und Wasserverläufen.
Geregelt war natürlich auch der Verlauf der Grenze: „Von der Isebek vom Norden her zur Stenvort, von dort zur Ottersbek, wie das Grenzzeichen es ansagt, und weiter über den Lehmweg bis zur Kruzevort“. 

Verbindung mit dem Kloster Herwardeshude

Die Klosterfrauen, ursprünglich in der Gegend des heutigen St. Pauli beheimatet, waren 1295 an die Alster umgezogen. Sie hatten den Namen ihres Klosters beibehalten und so entstand die Ortsbezeichnung Harvestehude. Für die folgenden fünf Jahrhunderte blieb Eimsbüttel
eng mit dem Kloster verbunden, wobei die frommen Frauen in durchaus weltlichem Bemühen stetig wachsenden Grundbesitz ansammelten. An dieser Verbindung und der Abgabepflicht für die Eimsbütteler Bauern änderten auch die Reformation und die Überführung des Klosters in
das evangelische Johannisstift nichts. Erst 1830 kam das Dorf mit der Aufhebung der klösterlichen Verwaltung als Teil der Landherrenschaft der Geestlande in hamburgischen Besitz.

Entwicklung über Jahrhunderte

Über Jahrhunderte hinweg hatte sich Eimsbüttel nur wenig verändert: Der Kern des kleinen Dorfes bestand aus drei sog. Vollhufen – also vollwertige bäuerliche Hofstellen - und mehreren Kleinbauernstellen mit geringem Grundbesitz. Seit 1560 gab es eine Schäferei beim heutigen Schäferkamp. 1693 begründete der Hamburger Syndikus Wolder Scheele auf einem Teil seines Grundstücks, dem Schulkamp an der Ecke Schulweg und Osterstraße, eine private erste Schule. In Eimsbüttel – eine halbe Meile nordwestlich von Hamburg – verlief das Leben im täglichen Einerlei, ab und an gestört durch kriegerische Ereignisse wie im Sommer 1686 der mit großer Heeresmacht unternommene Versuch des dänischen Königs Christian V., die Sternschanze zu besetzen und sich Hamburg untertan zu machen und 1813/14, als die in Hamburg belagerten Franzosen die Dörfer in der Umgegend niederbrannten, um freies Schussfeld für ihre Kanonen zu gewinnen. Der größte Teil der Häuser in Eimsbüttel, dessen Einwohnerzahl bis 1810 auf 364 angewachsen war, wurde niedergelegt – bis auf den eröffneten „Heußhof“ und einige benachbarte Häuser– angeblich, weil die französischen Offiziere in diesem 1784 eröffneten Nobelgasthof an der Kreuzung Osterstraße/Heußweg so gern einkehrten.

Zuzug reicher Hamburger und Aufschwung

Im 18. Jahrhundert zogen reiche Hamburger zu, um Landhäuser zu bauen. Eimsbüttel wurde auch ein Ausflugsziel. Eine Attraktion war die Gastwirtin Johanna Maria Ruaux, bekannt als „Die schöne Marianne“. Ihr Gedenkstein steht nahe ihres ehemaligen Gasthofes „Mariannenruh“. Nach der Aufhebung der Hamburger Torsperre 1861 stieg Eimsbüttel rasch auf: 1871 kam es unter städtische Verwaltung, 1874 wurde es Vorort, und 1894 eingemeindet. Die Bevölkerung wuchs von 3.082 in 1866 auf 52.189 im Jahr 1895 wegen Industrialisierung und Landflucht.

Urbanisierung und Wohnungsbau

Bis 1910 verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf 117.941. Damit verbunden waren der innerhalb kurzer Zeit erfolgende Bau neuer Straßen mit vielen dicht aneinandergebauten Häusern und dies ohne eine Stadtplanung im heutigen Sinne. Die Zahl der Wohnungen stieg von 1880 bis 1925 von 3.637 auf 35.388 an – auf fast unveränderter Fläche. 
Die ältesten Gebäude im Kerngebiet von Eimsbüttel datieren aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, leider nicht immer ohne Verluste:
Als ältestes noch erhaltenes Wohngebäude in der Osterstraße, datierend aus dem Jahr 1871, galt die Villa mit der Hausnummer 35. Anfang 2016 wurde das Gebäude abgerissen. Denkmalschutz genießt in der Straße noch der einstige „Emelka-Palast“ (1927/28) des Architekten Karl Schneider (Osterstraße 124). 

Eimsbüttel im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau

Der Zweite Weltkrieg wurde auch für Eimsbüttel zur großen Katastrophe: Bereits in der ersten Angriffsnacht der alliierten „Operation Gomorrha“ (24. Juli - 3. August 1943) wurden Eimsbüttel, Hoheluft und der an den Grindelberg angrenzende Teil von Harvestehude weitgehend zerstört. Ewa 10 000 Menschen sollen allein bei diesen Angriffen, die auch Altona zerstörten, gestorben sein.
Den Wiederaufbau nach Kriegsende prägten vor allem nüchterne Rotklinker-Geschosshäuser. Zum neuen Gesicht zählen aber auch die Grindelhochhäuser, zwölf zwischen 1946 und 1956 entstandene, vom Neuen Wohnen der Zwanzigerjahre inspirierte Hochhausbauten im Stadtteil Harvestehude. Zu einem kulturellen Mittelpunkt wurde das im Juni 1965 am Doormannsweg eröffnete Hamburg-Haus.
Der Stadtteil Eimsbüttel zählt heute 57.820 Einwohner und ist – trotz hoher Mietpreise - mit seiner vielfältigen Infrastruktur ein liebenswerter Mikrokosmos im Großstadtgewühl.
Besonders beliebt ist das - vor allem nach Heerführern der preußisch-deutschen Kriege des 19. Jahrhunderts benannte - „Generalsviertel“, ab 1871 auf dem bis dahin als Weideland genutzten Gebiet zwischen dem heutigen Eppendorfer Weg und dem Isebekkanal überwiegend mit vier- und fünfgeschossigen Etagenhäusern erbaut.

Fazit

Vor 50 Jahren, als der Geburtstag des dem Bezirk (seit 1951) namengebenden Stadtteils zuletzt gefeiert wurde, schrieb der damalige Erste Bürgermeister Hans-Ulrich Klose in seinem Grußwort, ohne Eimsbüttel würde der Freien und Hansestadt etwas fehlen: „Das erlebbare Gefühl nämlich, Hamburger, Eimsbütteler und zugleich Bürger einer offenen Weltstadt zu sein“.

GEWINNSPIEL

Wo in Eimsbüttel befindet sich dieses bekannte Mosaik aus Steinen, und wie viele Steine wurden für dieses Motiv verwendet?

So geht‘s: Teilnahme am Gewinnspiel
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Einsendeschluss: 30. September 2025
Das können Sie gewinnen:
• 1. Preis: Einkaufsgutschein im Wert von 300,- € für die Osterstraße
• 2. Preis: Einkaufsgutschein im Wert von 100,- € für die Osterstraße
• 3. Preis: Einkaufsgutschein im Wert von 50,- € für die Osterstraße
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!