Kommunale Gesundheitsförderung

Verhaltenstipps bei Hitze

Hitzewellen gehören zu den Folgen des Klimawandels, die auch vermehrt in Deutschland zu spüren sind. Die Folgen betreffen die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden. Bestimmte Gruppen sind hierbei besonders von den gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze betroffen, wie Menschen hohen Alters, Schwangere, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen. Aber nicht nur diesen machen langanhaltende hohe Temperaturen zu schaffen, sondern wir alle sind weniger leistungsfähig. Hier finden Sie Informationen und Tipps darüber, wie Sie effektiv den gesundheitlichen Herausforderungen entgegentreten können.

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Thermometer
Thermometer colourbx.de#55208347/Heiko Kueverling

Was tun?

Kreislaufbeschwerden, Erbrechen, trockener Mund, trockene/gerötete Haut, Fieber, Kopfschmerzen, Krämpfe, Unruhe und/oder Verwirrtheit können auf einen Hitzschlag hinweisen.
Suchen Sie bitte umgehend Schatten auf. Lagern Sie den Oberkörper hoch und trinken Sie etwas.
Kühlen Sie sofort!
Dieser Zustand kann lebensbedrohlich sein, holen Sie sich Hilfe!
Suchen Sie umgehend eine/n Arzt/Ärztin auf, falls die Beschwerden sich verstärken oder anhalten (ggf. den Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Tel. 116 117). Bei Bedarf den Notruf 112 wählen.

Tipps für unterwegs

  • Vermeiden Sie es, sich draußen in der heißesten Zeit aufzuhalten.
  • Gehen Sie nicht direkt in die Sonne, sondern halten sich möglichst im Schatten auf.
  • Große körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden.
  • Körperliche Aktivitäten im Freien sollten Sie (wenn möglich) auf die frühen Morgen- und/oder späten Abendstunden oder auf weniger heiße Tage verschieben.
  • Personen oder Tiere sollten nicht in geparkten Autos zurückgelassen werden.
  • Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Achten Sie vor Ort auf den UV-Index. Diesen finden Sie in der Wetter-App Ihres Smartphones oder auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Tipps für zuhause

  • Am besten lüften Sie, wenn es draußen kühler ist als drinnen (z.B. nachts oder frühmorgens).
  • Durch geeignete Verdunklung/Verschattung können Sie Räume vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Halten Sie sich tagsüber in kühlen Räumen auf.
  • Einige Medikamente können ihre Wirkung verlieren/verändern, lagern Sie diese an einem kühlen und schattigen Ort. (Da Dosierungen bei Hitze eventuell angepasst werden müssen, halten Sie Rücksprache mit Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt).
  • Reduzieren Sie Wärmequellen in der Wohnung: z.B. künstliche Beleuchtung und Elektrogeräte.

Weitere Tipps für den Körper

  • Tragen Sie luftige, helle und bequeme Kleidung, Kopfbedeckung.
  • Kühlen Sie Ihren Körper mit Wasser (nicht zu kalt, damit der Körper nicht noch mehr Wärme produziert).
  • Trinken Sie regelmäßig und ausreichend am Tag - mind. 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit, (z.B. Mineralwasser, verdünnte Säfte und Kräuter- oder Früchtetee).
  • Bei bestimmten Erkrankungen muss die Flüssigkeitsmenge sorgfältig kontrolliert werden.
  • Trinken Sie keine zu kalten Getränke.
  • Vermeiden Sie Alkohol oder koffeinhaltige Getränke, diese belasten den Kreislauf zusätzlich.
  • Präferieren Sie leichtes Essen und verteilen Sie es auf mehrere kleine Mahlzeiten. Meiden Sie schwere und fettige Speisen.
  • Beachten Sie den Ausgleich des Salzverlustes Ihres Körpers durch starkes Schwitzen.

Mögliche Gesundheitsprobleme durch Hitze

LUNGE

  • Verschlimmerung von Beschwerden bei Vorerkrankungen wie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale

NIEREN

  • Austrocknung des Körpers durch Flüssigkeitsmangel mit Verschiebungen der Blutsalze bis hin zum Nierenversagen

HERZ

  • Blutdruckabfall, Herzfrequenzanstieg, Kreislaufdysregulation bis hin zum Kollaps; besonders betroffen sind ältere Menschen mit Herz- und Kreislaufvorerkrankungen
  • Vermehrtes Auftreten von Herzinfarkten

GEHIRN

  • Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit, Verschlimmerung von psychischen Problemen
  • Sonnenstich: Reizung der Hirnhäute und des Gehirns mit Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zum Koma. In den allermeisten Fällen kein lebensbedrohliches Krankheitsbild, kann jedoch einem Hitzschlag ähneln und in ihn übergehen!
  • Hitzschlag: Durch mangelnde Wärmeabgabe des Körpers bzw. gestörte Thermoregulation kann zu Fieber, Bewusstseinseintrübungen, Koma, Krampfanfälle bis hin zum Schock führen; betrifft vor allem ältere Menschen mit Risikofaktoren oder Kinder, aber auch junge gesunde Menschen durch übermäßige körperliche Anstrengung

Weiteres Informationsmaterial

Wo finde ich in Hamburg Hilfe und weitere Informationen?

www.hamburg.de/hitzeschutz

www.hamburg.de/go/kuehle-orte

geoportal-hamburg.de/kuehle-orte/

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Weitere-Gefahrensituationen/Extremwetter/Hitze-Duerre/hitze-duerre_node.html
Deutscher Wetterdienst
www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung.html
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA
www.klima-mensch-gesundheit.de
Bundesgesundheitsministerium
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/hitze.html#collapse-control-6516
Robert-Koch-Institut
www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/H/Hitzefolgekrankheiten/Hitzefolgekrankheiten_node.html

Kontakt für weitere Informationen und Fragen

Gesundheitsamt Eimsbüttel
E-Mail: gesundheit@eimsbuettel.hamburg.de
Telefonischer Hitze-Informationsservice: (040) 115
Montag bis Freitag 07:00 - 19:00 Uhr

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Verhaltensempfehlungen bei Hitze

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