Aktuelles
Wenn Sie Interesse an einer Beetpatenschaft haben, kontaktieren Sie uns gerne unter mobilitaet@eimsbuettel.hamburg.de.
Über das Projekt
Die Sicherheit von Schulwegen und die Förderung des Fuß- und Radverkehrs sind wichtige Anliegen des Bezirks Eimsbüttel. Für die erweiterte Grundschule Rellinger Straße mit knapp 400 Schülerinnen und Schülern hat der Elternrat der Schule im Jahr 2020 Konfliktbereiche auf den Schulwegen identifiziert und Vorschläge für einen sicheren Schulweg erarbeitet.
Basierend auf dieser Elternumfrage sowie auf der Idee Superbüttel der Initiative Kurs Fahrradstadt wurde die Rellinger Straße auf Höhe der Schule so umgestaltet, dass dort kein Kfz-Durchgangsverkehr mehr möglich ist. Grundlage ist ein Beschluss des Kerngebietsausschusses vom 18.10.2021. Damit soll zum einen die Verkehrssicherheit - insbesondere für Schulkinder - erhöht und zum anderen sollen die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr und die Aufenthaltsqualität verbessert werden.
Das Projekt war als Modellvorhaben für aktive, klimafreundliche Schulmobilität Teil des EU-Projektes Active Cities sowie des EU-Projektes Amigos.
Das Bezirksamt Eimsbüttel hat eine entsprechende Planung für den Bereich vor der Schule erstellt - begleitet durch ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren, um Schule, Nachbarschaft und lokale Initiativen in den Prozess einzubeziehen. Für die Beteiligung und die Freiraumplanung wurde jeweils ein externes Büro beauftragt, um eine qualitätvolle Gestaltung des Prozesses und der freiwerdenden Flächen zu erreichen. Ziel des Verfahrens ist es, diese Flächen mit Ideen für mehr Aufenthaltsqualität zu füllen, um aktive, klimafreundliche Mobilität für alle attraktiver zu gestalten.
Durch die Umgestaltung lädt die Fläche künftig zu aktiver Mobilität ein. Entlang der verschwenkten Radwegeführung entstehen Räume für die Nachbarschaft und die Nutzung durch die Schule. Diese Räume gewinnen durch Begrünung, Sitz- und Bewegungsangebote an Qualität. Die Umgestaltung ist zunächst ohne tiefbauliche Eingriffe erfolgt und wird nun evaluiert. So sollen Erkenntnisse für eine langfristige Umgestaltung der gesamten Rellinger Straße als Teil des Fahrrad-Bezirksroutennetzes gezogen werden.
Information und Beteiligung
Zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit an der Gestaltung der neuen Freiräume und zur Aktivierung nachbarschaftlicher Nutzungen haben im Rahmen des Entwicklungsprozesses verschiedene Veranstaltungen stattgefunden. Zusätzlich wurden Interessierte über den eigens eingerichteten Newsletter „Nachbarschaftsräume Eimsbüttel“ fortlaufend informiert. In der nachfolgenden Tabelle werden alle Termine und zugehörige Dokumentationen abgebildet.
Vor dem Hintergrund des „Masterplans Parken/Moratorium für den Abbau von Parkplätzen im öffentlichen Raum“ wurde auch die Planung für die Rellinger Straße überprüft und Ende Juli 2025 vom Senat freigegeben.
Podcast zum Thema Schulwegsicherheit (engl.):
Was ist der Hintergrund des Projektes?
Hamburg hat sich mit der aktuellen Fortschreibung des Klimaplans zum Ziel gesetzt, die CO2- Emissionen bis 2030 um 70 % gegenüber dem Jahr 1990 zu senken und bis 2040 klimaneutral zu werden. Die Senkung der Emissionen im Verkehr und die Stärkung von Fuß- und Radverkehr sind dabei wichtige Bestandteile. So ist die Förderung aktiver Mobilität Teil des Hamburger Bündnisses für den Rad- und Fußverkehr, das 2022 fortgeschrieben wurde. Darin ist nicht nur der Ausbau der Infrastruktur vorgesehen, sondern auch die Ausweitung des Serviceangebotes rund um den Fuß- und Radverkehr (wie z. B. Fahrradparken) sowie die Förderung aktiver Schulmobilität und Schulwegsicherheit.
Das Integrierte Klimaschutzkonzept Eimsbüttel nimmt diese Punkte auf und konkretisiert sie in mehreren Maßnahmen zum Handlungsfeld Mobilität. Die Umgestaltung des Abschnitts der Rellinger Straße zu einem Nachbarschaftsraum ist eine dieser Maßnahmen.
Was ist das Ziel des Projekts?
Zusammen mit anderen Maßnahmen wie der Gestaltung des Parnass-Platzes an der Kreuzung Langenfelder Damm/Methfesselstraße und der Betrachtung der gesamten Verkehrssituation in diesem Gebiet soll die Maßnahme dazu beitragen, den Durchgangsverkehr aus dem Quartier zwischen Rellinger Straße und Lappenbergsallee/Langenfelder Damm herauszuhalten. Darüber hinaus sollen aktive Mobilität (Fuß- und Radverkehr) sowie Aufenthaltsmöglichkeiten, Nachbarschafts-Treffpunkte und grüne Orte im Quartier als Bestandteil von Klimaschutz und Mobilitätswende gestärkt werden.
An wen wende ich mich, wenn ich Fragen habe?
Bitte wenden Sie sich an das Bezirksamt Eimsbüttel, Abschnitt Mobilität, mobilitaet@eimsbuettel.hamburg.de.
Beschluss der Bezirksversammlung
English version
At the school ‘Rellinger Straße’ in Hamburg Eimsbüttel, the students' experience of commuting to school needed to be improved. A survey by the parents’ council shed light on the level of accessibility, safety, comfort, and enjoyment of the public space around:
- Too narrow sidewalks/morning rush
- No safe crossings
- Poor visibility due to vehicles (parked cars, parents dropping off children, delivery traffic)
- Insufficient parking facilities for bicycles
The situation discouraged commuting to school in a safer, healthier, and more sustainable way. Following up on this survey and the idea of the initiative ‘Superbüttel’, the district of Eimsbüttel proposed an intervention.
The goal: improve safety and quality of stay with a human-centric redesign.
Observations and traffic measurements, as well as a multi-stage co-creation process, completed the picture.
Children, parents, school staff, residents, and other stakeholders contributed to several workshops.
As a result, the project proposed a 60-meter section of the road in front of the school that would no longer be accessible to motor vehicles, making it safe for pedestrians and cyclists.
The design uses simple means to create a safe cycling route and green spaces for school children and residents with possibilities to move, stay, and play.
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Reimagining Streets: Poster
Summary Participation Progress