Im Herzen von Groß Borstel verbindet ein neues Kunstwerk Vergangenheit und Gegenwart: Mit der feierlichen Einweihung der Skulptur „Di-Eder“ des Künstlers Gert Marcus wird nicht nur Hamburger Kunstgeschichte gewürdigt, sondern auch ein Zeichen für Gemeinschaft und Erinnerung gesetzt.
Im Garten des Kulturzentrums Stavenhagenhaus wurde in dieser Woche feierlich die Skulptur „Di-Eder“ des deutsch-schwedischen Künstlers Gert Marcus (1914-2008) eingeweiht. Gert Marcus, der 1914 in Groß Borstel geboren wurde, verbrachte hier seine Kindheit und Jugend, bevor er 1933 vor den Nationalsozialisten nach Schweden fliehen musste. In seiner neuen Heimat entwickelte er sich zu einem international anerkannten Maler und Bildhauer. Die Skulpturengruppe „Di-Eder“ (Zwei-Flächner) schuf er in den 1960er Jahren.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kunst war für Gert Marcus keine abstrakte Darstellung der Welt. Seine leuchtenden Werke, die mal kubisch, mal verschlungen aus den „Wurzeln der Welt“ zu erwachsen scheinen, verstand er als soziale Handlungen, die ein fester Bestandteil der Öffentlichkeit sein sollten. Heute, 18 Jahre nach seinem Tod, kehrt Gert Marcus zumindest symbolisch mit seiner Skulptur „Di-Eder“ in seine Heimat Groß Borstel zurück.“
Dr. Bettina Schomburg, Bezirksamtsleiterin Hamburg-Nord: „Bei diesem Projekt zeigt sich, wie konkrete Impulse der Menschen vor Ort von der Verwaltung aufgenommen und zu erlebbaren und guten Ergebnissen im Quartier führen können. Gemeinsam das Umfeld zu gestalten stärkt uns. Es freut mich sehr, dass diese Initiative der Anfang war, um das Schaffen und die Weltanschauung von Gert Marcus in Groß Borstel sichtbar zu machen.“
Die Installation der Skulptur „Di-Eder“ wurde mit Unterstützung des Bezirks Hamburg-Nord und durch Spenden aus der Bevölkerung ermöglicht. Die Aufstellung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Familie Marcus, die für die Einweihung in dieser Woche aus Stockholm und Paris angereist war. Den Impuls zur Installation setzte die Bürgerinitiative „Marcus und Dahl“. Eigentümerin des Kunstwerks ist das Bezirksamt Hamburg-Nord.
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