Am 21. Dezember 2025 jährte sich der gewaltsame Tod von Ramazan Avcı zum 40. Mal. 1985 war der damals 26 Jahre alte Avcı auf dem Heimweg zu seiner schwangeren Verlobten nahe der S-Bahnstation Landwehr in Hohenfelde von Neonazis überfallen und brutal angegriffen worden. Er verstarb wenige Tage später, an Heiligabend, im Krankenhaus.
Aus diesem Anlass fand gestern eine öffentliche Gedenkkundgebung auf dem Vorplatz der S-Bahnstation Landwehr statt, der seit 2012 Avcıs Namen trägt. Die Veranstaltung wurde von der Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı, zu der auch die Witwe und der Sohn von Ramazan Avcı gehören, gemeinsam mit engagierten Akteur:innen der Zivilgesellschaft organisiert und ehrenamtlich durchgeführt. Dabei wurde auch die Umgestaltung des Platzes mit einem neuen Denkmal, künstlerisch gestalteten Gedenkschildern und Sitzbänken vorgestellt und eingeweiht.
Gefördert wurde die Umgestaltung des Platzes, die in Kooperation zwischen der Initiative Ramazan Avcı und Studierenden der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) entwickelt wurde, aus dem Programm „Kunst im öffentlichen Raum“ der Behörde für Kultur und Medien sowie vom Bezirksamt Hamburg-Nord.
Bereits im Juli jährte sich auch der Todestag des in Langenhorn von Neonazis ermordeten Mehmet Kaymakçı zum 40. Mal. Kaymakçı wurde 1985 im Kiwittsmoor-Park angegriffen, dort steht seit 2021 ebenfalls eine Gedenktafel, die an den jungen Mann erinnert. Kaymakçı wurde nur 29 Jahre alt.
Ab dem Jahr 2027 soll eine jährliche Gedenkfeier an alle Opfer rechtsextremer Gewalt im Bezirk Hamburg-Nord erinnern. Die konkrete Ausgestaltung des Veranstaltungsformats befindet sich derzeit in der Planung.
Rückfragen der Medien
Kaja Weber | Pressestelle Bezirksamt Hamburg-Nord
Telefon: 040 42804-2245
E-Mail: Pressestelle@Hamburg-Nord.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/hamburg-nord