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Was heißt Neugeborenen-Hör-Screening? |
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Die meisten Kinder sind bei der Geburt gesund.
Aber es gibt auch seltene Krankheiten.
Die Kinder haben die Krankheiten schon bei der Geburt.
Man sieht die Krankheiten nicht sofort.
Dafür muss man eine besondere Untersuchung machen.
Ungefähr 2 von 1000 Kindern haben eine Hör-Störung.
Das heißt:
Die Kinder können nicht gut hören.
Vielleicht merkt man das nicht sofort.
Vielleicht merkt man das erst nach Monaten oder Jahren.
Dann kann das sehr schlecht für das Kind sein.
Das Kind kann sich dann schlechter entwickeln.
Zum Beispiel:
- beim Hören
- beim Sprechen
- bei anderen Sachen.
Das kann auch noch im Erwachsenen-Alter so sein. |
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Man will diese Probleme früh erkennen.
Deshalb gibt es in Deutschland besondere Untersuchungen für Babys.
Die Untersuchungen heißen: Screenings.
Die Untersuchungen werden in den ersten Tagen nach der Geburt gemacht.
Die Untersuchungen sind für:
- Probleme mit dem Stoff-Wechsel
- Probleme mit dem Hören.
Der Gemeinsame Bundes-Ausschuss sagt:
Die Untersuchungen sind wichtig.
Das kurze Wort für den Gemeinsamen Bundes-Ausschuss ist: G-BA. |
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Es gibt auch einen Hör-Test.
Der Hör-Test ist für das Kind nicht anstrengend.
Der Hör-Test wird in den ersten Tagen nach der Geburt gemacht. |
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Der Hör-Test ist freiwillig.
Der Hör-Test ist kostenlos für Babys von Eltern mit einer gesetzlichen Krankenversicherung.
Der G-BA sagt:
Diese Untersuchung ist wichtig.
Private Krankenversicherungen bezahlen den Hör-Test auch.
Und Beihilfe-Stellen bezahlen den Hör-Test. |
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Wie macht man die Untersuchung? |
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Jedes Krankenhaus in Hamburg hat ein Mess-Gerät.
Mit dem Mess-Gerät kann man einen Hör-Test machen.
Der Hör-Test ist für Babys.
Der Hör-Test ist in den ersten Tagen nach der Geburt möglich.
Manche Frauen bekommen ihr Baby nicht im Krankenhaus.
Dann macht ein Arzt oder eine Ärztin den Hör-Test.
Das kann ein Kinder-Arzt oder eine Kinder-Ärztin sein.
Oder ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin macht den Test.
HNO ist die kurze Form für:
Hals-Nasen-Ohren.
Es kann auch ein Pädaudiologe oder eine Pädaudiologin den Test machen. |
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➜ Untersuchungs-Stellen |
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Man kann das Gehör von einem Baby testen.
Dafür gibt es 2 Tests. |
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Es gibt einen Hör-Test.
Der Test heißt: TEOAE.
Das ist die kurze Form für:
Transiently Evoked Otoacoustic Emissions.
Bei dem Test bekommt man einen Ohr-Hörer in das Ohr.
Der Ohr-Hörer macht leise Geräusche.
Ein gesundes Ohr hört diese Geräusche.
Dann macht das Ohr auch Geräusche.
Diese Geräusche werden mit einem Mikrofon gemessen.
Das Mikrofon ist im Ohr-Hörer. |
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Es gibt auch den AABR-Test.
Die lange Form ist:
Automated Audi-Tory Brainstem Response.
Das heißt: Automatische Antwort vom Gehirn auf Geräusche.
Bei diesem Test misst man die Reaktion vom Gehirn auf Geräusche.
Das Kind hört dabei leise Geräusche über einen Ohr-Hörer.
Auf der Kopf-Haut von dem Kind sind Elektroden.
Die Elektroden messen die Antwort von dem Gehirn auf die Geräusche. |
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Das Baby soll bei den Untersuchungen satt sein.
Und das Baby soll schlafen. |
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Es gibt einen Test für das Gehör von Babys.
Der Test heißt: Neugeborenen-Hör-Screening.
Der Test hat 2 Teile.
Der erste Teil ist ein Test für das Gehör von dem Baby.
Der Test wird an beiden Ohren gemacht.
Dafür gibt es 2 Methoden.
Die Methoden heißen:
- TEOAE
- AABR.
Das Ergebnis von dem Test kann gut sein.
Das Ergebnis heißt dann: pass.
Das heißt:
Das Baby kann wahrscheinlich gut hören.
Das Ergebnis von dem Test kann auch schlecht sein.
Das Ergebnis heißt dann: refer.
Dann muss man einen zweiten Test machen.
Der zweite Test ist auch für das Gehör von dem Baby.
Der zweite Test wird auch an beiden Ohren gemacht.
Der zweite Test heißt: Kontroll-AABR.
Ein anderes Wort für den zweiten Test ist: Rescreening.
Der zweite Test wird in einem Krankenhaus gemacht.
Zum Beispiel:
- in der Geburts-Klinik
- in der Kinder-Klinik.
Vielleicht kann das Baby gut hören.
Dann zeigt der zweite Test das. |
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Was ist das Ergebnis von dem Hör-Test für Babys? |
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Vielleicht zeigt die Kontroll-AABR ein auffälliges Ergebnis.
Das heißt:
Vielleicht ist das Gehör von Ihrem Baby nicht in Ordnung.
Aber das Ergebnis kann auch falsch sein.
Deshalb muss ein Fach-Mann oder eine Fach-Frau das Gehör von Ihrem Baby untersuchen.
Die Untersuchung muss bis zur 12. Lebens-Woche von Ihrem Baby gemacht werden. |
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Vielleicht hat das Kind Probleme mit dem Hören.
Das Fachwort ist: Hör-Störung.
Dann kann das Kind eine Therapie machen.
Die Therapie kann früh anfangen.
Das heißt:
Das Kind bekommt die Therapie zur richtigen Zeit. |
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Manche Kinder haben von Geburt an Probleme mit dem Hören.
Aber manche Kinder bekommen die Probleme auch erst später.
Zum Beispiel durch eine Krankheit.
Das kann schon bei sehr kleinen Kindern passieren.
Deshalb müssen Sie als Eltern aufpassen:
Hört Ihr Kind gut?
Lernt Ihr Kind gut sprechen?
Das müssen Sie immer wieder prüfen.
Auch wenn der Hör-Test gut war.
Mehr Infos dazu finden Sie hier. |
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Jemand hat eine Hör-Störung von Geburt an.
Kann man die Hör-Störung behandeln? |
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Manche Kinder haben schon bei der Geburt Probleme mit dem Hören.
Dann kann man dem Kind helfen.
Das muss früh genug passieren.
Das heißt: am besten in den ersten 6 Monaten vom Leben.
Dann kann das Kind besser hören und sprechen lernen.
Dafür braucht das Kind Hör-Geräte.
Und das Kind braucht eine besondere Förderung.
Das heißt:
- Das Kind lernt sprechen
- Das Kind lernt Gebärden-Sprache.
Manchmal brauchen die Kinder auch eine Operation am Ohr.
Oder die Kinder brauchen ein Cochlea-Implantat. |