Die Martini-Klinik ist eine auf Prostatakarzinome spezialisierte Fachklinik von internationalem Rang. Nach der Zahl der durchgeführten Operationen ist sie weltweit mit Abstand führend. Durch die aktuelle räumliche Infrastruktur werden jedoch optimale Forschungs- und Behandlungsbedingungen erschwert. Mit Hilfe des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs sollen eine bauliche Verbesserung und substanzielle Fortschritte in Diagnostik und Therapie ermöglicht werden. Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf für die neue Martini-Klinik mit insgesamt acht funktional zusammenhängenden OP-Sälen auf einer baulichen Ebene und 100 Betten.
Der hochbauliche Realisierungswettbewerb für den Neubau wurde im Juli 2017 entschieden. Jeweils einen 1. Preis erhielten die Büros PL Architekten GmbH, Aachen sowie die HWP Planungsgesellschaft mbH, Stuttgart mit Architects Collective ZT-GmbH, Wien.
Auszüge aus dem Protokoll des Preisgerichts:
Ein 1. Preis: PL Architekten, Aachen
„Die Arbeit fügt sich städtebaulich gut ein, indem sie den massiven zweigeschossigen Sockel in Korrespondenz zum denkmalgeschützten Pavillon setzt. Der gläserne Haupteingang ist zum Vorplatz orientiert. Die Funktionalität, insbesondere des OP-Bereichs, wird positiv bewertet und überzeugt das Preisgericht.“
Ein 1. Preis: HWP Planungsgesellschaft mbH, Stuttgart mit Architects Collective ZT-GmbH, Wien
„Die Klinik wird insgesamt über eine Dreiteiligkeit definiert, die sich durch die Ausformung des Gebäudes an sich interpretiert: Sockelbereich, Fuge und Pflegegeschosse. Dies stellt eine gewisse Finesse dar, die es versteht mit einfachen Mitteln einen architektonischen Ausdruck zu erzielen. Eines der wesentlichen Merkmale des Entwurfs ist zudem, die durchgängige Verwendung eines gleichbleibenden Materials (Klinker) sowohl im Sockelbereich als auch im oberen Teil des Gebäudes.“
Das Neubauprojekt ist Teil des „Zukunftsplans 2050“ des UKE und soll zügig realisiert werden.