Städtebaulicher Ideenwettbewerb
Mit der Durchführung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs sollten Alternativen zum heutigen denkmalgeschützten Bestand entwickelt werden. Dabei konnten die Wettbewerbsteilnehmenden einen Teilerhalt der Bausubstanz vorsehen oder von einem Komplettabriss der vorhandenen Bausubstanz ausgehen. Ziel war es, durch den Neubau oder Ergänzungsbau von Grundschule und Bezirksamt auch Potenziale für Wohnungsneubau zu generieren.
Zur Information der Öffentlichkeit wurden alle Wettbewerbsbeiträge für zwei Wochen im großen Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord öffentlich ausgestellt.
Alle Wettbewerbsbeiträge sind in einer Dokumentationsbroschüre zusammengefasst, die in nachfolgendem Download einsehbar sind.
Bürgerbeteiligung und Planungsbeirat
Den Eppendorfer Bürgerinnen und Bürgern wurde die Möglichkeit gegeben, sich von Beginn an mit dem Verfahren auseinanderzusetzen und sich daran zu beteiligen. Der „Planungsbeirat Robert-Koch-Straße“ hat den städtebaulichen Wettbewerb beratend begleitet und war an der Fortsetzung des Diskurses wesentlich beteiligt. Der Planungsbeirat setzt sich aus Vertretern von Eppendorfer Vereinen und Institutionen zusammen. Ergänzt wird der Beirat durch zwei Eppendorfer Bürgerinnen und Bürgern, die in einer öffentlichen Auftakt- und Informationsveranstaltung am 27.09.2013 ausgelost wurden.
Vor dem städtebaulichen Wettbewerb hat sich der Planungsbeirat in mehreren Sitzungen mit dem Auslobungstext des Wettbewerbs auseinandergesetzt und diverse Änderungs- und Anpassungshinweise gegeben. Insbesondere der Wunsch, auch einen Teilerhalt von Gebäuden vorzusehen, wurde in die Wettbewerbsauslobung aufgenommen.
Mit der frühzeitigen Information im Stadtteil und der damit verbundenen Konstituierung eines Planungsbeirates konnten die Eppendorfer Bürgerinnen und Bürger sowie die lokalen Vereine und Institutionen von Beginn an in das Planungsverfahren einbezogen werden. Der Stadtteil wurde bereits beim ersten Planungsschritt beteiligt – der Vorbereitung des städtebaulichen Wettbewerbs. Auch die Entsendung eines stimmberechtigten Vertreters in das Wettbewerbspreisgericht stellte nicht nur eine hohe Verfahrenstransparenz her, sondern gab dem Stadtteil auch eine entscheidende Stimme bei der fachlichen Diskussion im Preisgericht.
Faktencheck
Nach dem Wettbewerb wurde das Ergebnis im Stadtteil intensiv und kontrovers diskutiert. In einer Konferenz am 10.09.2014 hat sich der Planungsbeirat Robert-Koch-Straße zusammen mit den Eigentümern und den beteiligten Behörden weiterhin auf einen öffentlichen und transparenten Diskussionsprozess verständigt. Daraufhin wurden an mehreren Themenabenden die städtebaulichen Ideen, Fakten und Kennzahlen der vier zur Diskussion stehenden Planungsvarianten einem sogenannten „Faktencheck" unterzogen. Drei der Varianten waren im Wettbewerb prämiert worden, die vierte Variante sollte den Bestand und den Denkmalschutz erhalten.
Am 01.10.2014 wurde der Faktencheck hinsichtlich der Schulentwicklung diskutiert. Am 05.11.2014 folgten die Themen Bezirksamt, Wohnungsneubau und Denkmalschutz.
Die Diskussionsergebnisse des Faktenchecks wurden in einem Resümee zusammengetragen und in der Abschlusssitzung am 19.11.2014 final diskutiert. In dieser Abschlusskonferenz hat sich der Planungsbeirat mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Denkmalschutz für Schule und Bezirksamt aufrechtzuerhalten.
Beschluss der Bezirksversammlung
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat in der Sitzung am 11.12.2014 über die Empfehlung des Planungsbeirates beraten und sich dessen Votum angeschlossen. Somit bleibt der Denkmalschutz für die Grundschule St. Nikolai und das Bezirksamt Hamburg-Nord bestehen.
Ansprechpartner/Kontakt:
Bezirksamt Hamburg-Nord
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Kümmellstraße 6
20249 Hamburg
Telefon: 040-42804-6012
E-Mail: stadt-undlandschaftsplanung@hamburg-nord.hamburg.de
Areal Robert-Koch-Straße
Anfang 2014 wurde für die zentral in Eppendorf gelegenen Grundstücke des Bezirksamtes Hamburg-Nord und der Grundschule St. Nikolai ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt, um Alternativen zum denkmalgeschützten Bestand zu überprüfen. Ein Planungsbeirat war an der Vorbereitung und der Preisgerichtsentscheidung beteiligt. In einem transparenten und öffentlich durchgeführten Diskussionsprozess wurden die Entwürfe – auch im Hinblick auf einen möglichen Bestandserhalt – einem „Faktencheck“ unterzogen. Nach Abwägung aller entscheidungsrelevanten Fakten und Argumente für die jeweilige Planungsvariante wurde empfohlen, den Denkmalschutz für Schule und Bezirksamt aufrechtzuerhalten. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat sich diesem Votum angeschlossen.