Bezirksamtsleiter Christian Carstensen, Dr. Joachim Schnitter von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) enthüllten gemeinsam mit Herrn Hans Heinrich Bethge, Vorstand der HAMBURGER DENKMALSTIFTUNG, am Dienstagnachmittag feierlich die restaurierte Sonnenuhr im Stadtpark. Die Uhr wartete zuvor 15 Jahre lang im Archiv auf ihre Restaurierung. Anfang April 2026 begannen die Bauarbeiten an dem Sonnenuhrgarten. Nach 12 Wochen Bauzeit sind sie nun, im Juni 2026, abgeschlossen. Dabei wurde nicht nur die Sonnenuhr restauriert, sondern der gesamte Heckengarten.
Die Restaurierung ist Teil einer weitergehenden Aufwertung des Harburger Stadtparks im Zusammenhang mit dem Fördergebiet Harburger Innenstadt / Eißendorf-Ost des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Die historischen Wege und das Podest wurden unter nachhaltiger Verwendung von vorhandenen Materialien erneuert. Standortgerechte Pflanzflächen und Rasenflächen mit Blühstauden wurden angelegt, 1.500 Stauden gepflanzt. Im Herbst werden zusätzlich 5.960 Blumenzwiebeln gesetzt. Die Heckeneinfassung wurden durch heimische Hainbuchen ergänzt. Die neuen Sitzmöglichkeiten sind seniorengerecht und verfügen über Armlehnen.
Das Bezirksamt Harburg hat den Sonnenuhrgarten unter maßgeblicher finanzieller Unterstützung der BUKEA, der HAMBURGER DENKMALSTIFTUNG mit Spenden des Kuratoriums und des Rotary Clubs Hamburg-Haake sowie mit RISE-Mitteln der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hergestellt. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 100.000 Euro.
Der Harburger Stadtpark feiert dieses Jahr sein 100. Jubiläum. Die Erneuerung des Sonnenuhrgartens steht in Verbindung mit weiteren Maßnahmen im Schulgarten des Harburger Stadtparks, die sich derzeit im Bau befinden oder bereits abgeschlossen sind. Der Ruhegarten, ehemals Rhododendrongarten, wird überarbeitet. Die Wege werden erneuert und neue Pflanz- und Rasenflächen werden angelegt. Im Zentrum wird eine runde Wasserschale aufgestellt, die den Himmel spiegelt und aus der Vögel trinken können. Die Kanzel im Stadtpark wird saniert und bekommt neue Sitzmöglichkeiten. Dazu gehört auch eine Erneuerung der Platzfläche mit den angrenzenden Wegen. Weiterhin wird das Flachwasserbecken saniert sowie der Senkgarten an der Hockeywiese.
Im Frühjahr wurde bereits die Beschilderung zur Verbesserung der Besucherlenkung vom Rundweg um den Außenmühlenteich in den Bereich des Schulgartens errichtet. Des Weiteren konnten oberhalb des im Herbst 2025 entschlammten Schulgartenteichs die 70.000 Stück neu gesetzten Blumenzwiebeln und Wildstauden erstmalig ihre Blütenpracht entfalten. Weitere Frühjahrsblüher waren auf der neu bepflanzten Wiese südlich der Freilichtbühne zu entdecken.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.