Online-Beteiligung
Anregungen und Hinweise können Sie ab dem 29. Januar 2026 bis zum 8. März 2026 einfach und bequem direkt von zuhause oder unterwegs online mitteilen.
Hier finden Sie den Link zur Online-Beteiligung: Online-Beteiligung Klimaanpassungskonzept Harburg
Klimaanpassungskonzept Harburg
Für die Aufstellung des bezirklichen Klimaanpassungskonzepts (KLAK) erhält der Bezirk Harburg eine Bundesförderung durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) im Rahmen der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS). Mit der Förderung sollen Kommunen und kommunale Einrichtungen darin unterstützt werden, die notwendigen Anpassungsprozesse möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für die nachhaltige Entwicklung in Deutschland anzugehen.
Das KLAK untersucht, was aktuelle und zukünftige Klimaveränderungen mit zunehmenden Extremwetterereignissen im Zusammenspiel mit der immer stärker versiegelten Stadt und dem demografischen Wandel für die bezirkliche Entwicklung bedeuten können und welche Maßnahmen sich eignen, um die Stadtstrukturen und Angebote widerstandsfähiger zu gestalten. Maßnahmen können z. B. Begrünung und Entsiegelung umfassen aber auch die Nutzung von Regenwasser und Schaffung von kühlen Aufenthaltsorten. Dabei wird besonders auf naturbasierte Lösungen geschaut, die zugleich für mehr und vitaleres Grün in der Stadt sorgen sollen und sich so positiv auch für das Ortsbild, das Naturerlebnis, die Erholung und mehr Biodiversität auswirken.
Was ist das Klimaanpassungskonzept?
Der Bezirk Harburg stellt das Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für das gesamte Bezirksgebiet auf. Es soll als strategischer Leitfaden, Entscheidungs- und Begründungsgrundlage und als Planungshilfe für die bezirklichen Klimaanpassungsaktivitäten dienen. Darüber hinaus soll die Klimaanpassung nachhaltig im bezirklichen Handeln verankert werden. Das Konzept soll konkrete Maßnahmen zur Umsetzung von Klimaanpassung sowohl auf räumlicher als auch auf strategischer Ebene beinhalten.
Was untersucht das Klimaanpassungskonzept?
Das KLAK umfasst eine Bestandsaufnahme zur klimatischen und räumlich-funktionellen Ausgangssituation, eine Betroffenheitsanalyse, die Identifizierung prioritärer Handlungsräume und -themen sowohl bezüglich der Klimarisiken als auch im Hinblick auf die Aktivierung der Potenziale zur Klimaresilienz.
Die klimatische Ausgangssituation betrachtet u.a. die Temperaturentwicklung und Hitzebelastung, Niederschlagsveränderungen, Starkregenrisiken sowie Trockenperioden und Dürregefahr.
Die räumlich-funktionelle Analyse bezieht sich auf die Siedlungsstruktur, Versiegelung, Grün- und Freiflächenverteilung, Gewässernetz und Retentionsräume, die Lage und Funktion kritischer Infrastrukturen sowie Aufenthaltsorte vulnerabler, d.h. besonders verletzlicher Gruppen.
Die Betroffenheitsanalyse untersucht systematisch und integriert, wie sich die Auswirkungen des Klimawandels auf die verschiedenen Handlungsfelder im Bezirk Harburg auswirken. Als Grundlage für die Maßnahmenentwicklung werden Risiken, Verwundbarkeiten und Anpassungskapazitäten analysiert, um prioritäre Handlungsräume und -themen zu identifizieren.
Eine Besonderheit des KLAK ist die räumliche Hotspotanalyse. Anhand der raumkonkreten Analyse von Bestand und Betroffenheit ist eine räumliche Priorisierung von Handlungsbedarfen vorgesehen. Durch die Identifizierung besonders betroffener Räume, Infrastrukturen und der Aufenthaltsorte vulnerabler Bevölkerungsgruppen im Bezirk Harburg können gezielt verortete Maßnahmen und Prioritäten des Handelns abgeleitet werden.
Wie ist der Prozess vorgesehen?
Das Bezirksamt Harburg hat die Erarbeitung des Konzeptes im August 2025 beauftragt und bereits gemeinsam mit den Planenden wichtige Daten und Fakten zur aktuellen Situation im Bezirk erhoben. Im November 2025 fand der erste Workshop begleitet von dem Gutachterteam und fachkundigen aus der Verwaltung statt, um die Ergebnisse der Analyse gemeinsam auszuwerten und einzuordnen.
Nun sind Sie als die Experten und Expertinnen für Ihr Umfeld gefragt! Um möglichst viele Ihrer Perspektiven in die Konzepterstellung einbinden zu können, haben wir einen mehrstufigen Beteiligungsprozess vorgesehen, dieser umfasst eine öffentliche Abendveranstaltung und eine Onlinebeteiligung. Zum Abschluss des Konzeptes wird es eine öffentliche Vorstellung der Ergebnisse geben sowie hier auf der Website das Ergebnis veröffentlicht.
Beteiligung am Grüner. Blauer. Kühler. Klimaanpassung für Harburg
Im Februar 2026 ist eine erste Veranstaltung zur Beteiligung direkt vor Ort im Gespräch mit Planenden und anderen Bürgerinnen und Bürgern: Die Veranstaltung findet am 19. Februar 2026 von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr (Einlass ab 17:00 Uhr) im Großen Rathaussaal in Harburg statt (Harburger Rathauspl. 1, 21073 Hamburg).
Über die Harburger Schulleitungen werden insbesondere auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen eingeladen, sich beim Zukunftsforum einzubringen.
Ergänzend wird ein gesetzlich normiertes Zufallsverfahren genutzt, um Bürgerinnen und Bürger persönlich zur Teilnahme am „Grüner. Blauer. Kühler. Klimaanpassung für Harburg“ eingeladen. Ziel dieses Losverfahrens ist es, vielfältige Perspektiven und Erfahrungen von Menschen aus allen Teilen des Bezirks und mit unterschiedlichen Lebensrealitäten in den Prozess einzubinden.
Bei der Veranstaltung werden die Ergebnisse unserer Analyse vorgestellt. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wo steht Harburg heute? Welche Potenziale gibt es für die Zukunft? Wo liegen Herausforderungen?
Das Forum bietet Raum für offene Diskussionen, Meinungsäußerungen und den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen.
Wie geht der Prozess weiter?
Die Ergebnisse der Online-Beteiligung und des Zukunftsforums fließen in die weitere Bearbeitung des Handlungs- und Maßnahmenkonzepts für den Entwurf des Klimaanpassungskonzepts ein.
Das endgültige Konzept wird beraten und beschlossen. Im Anschluss wird das Konzept öffentlich vorgestellt und online im Geoportal integriert.
Projektinformationen:
Titel: ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürliche Klimaschutz für den Bezirk Harburg der Freien und Hansestadt Hamburg
Laufzeit: 01.10.2024 – 31.10.2026
Beteiligte Partner: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH und Bezirksamt Harburg
Förderkennzeichen: 67DAAN0051
Förderrichtlinie: Förderrichtlinie Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS) zu Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes und naturbasierten Lösungen im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK)
Förderschwerpunkt: Erstellung eines Klimaanpassungskonzepts für den Bezirk Harburg
Ziel: Das Vorhaben dient der Erarbeitung eines Konzepts mit den in der Vorhabenbeschreibung beschriebenen Bestandteilen zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz sowie der Stärkung der Biodiversität im Rahmen eines nachhaltigen Anpassungsmanagements für den Bezirk Hamburg-Harburg. Zur Erarbeitung des Konzepts wird die Beschäftigung eines/einer Klimaanpassungsmanager*in - Für mehr Nachhaltigkeit und Natürlichen Klimaschutz für die Dauer von zwei Jahren gefördert.
Das Konzept dient als strategischer Leitfaden, Entscheidungs- und Begründungsgrundlage und als Planungshilfe für die bezirklichen Klimaanpassungsaktivitäten. Darüber hinaus soll die Klimaanpassung nachhaltig im bezirklichen Handeln verankert werden. Das Konzept soll ganz konkrete Maßnahmen für das bezirkliche Handeln beinhalten/ableiten.
Inhalt des Vorhabens: Bestandsaufnahme, Betroffenheitsanalyse, Aufnahme von Hotspots, Gesamtstrategie, Akteursbeteiligung, Maßnahmenkatalog, Verstetigungsstrategie, Controlling-Konzept und Kommunikationsstrategie