„Inseln im Röhricht“

Temporärer Gemeinschaftsgarten in der öffentlich-rechtlichen Einrichtung

Mit der Bewohnerschaft der Wohnunterkunft Am Röhricht wurden u.a. fünf überdachte Holzplateaus und Hochbeete gebaut. Das ungenutzte Areal wird so - bis es neu genutzt wird – zu einem attraktiven Aufenthaltsort.

Mehrere Personen an einem Hochbeet auf einem Grundstück.
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In Kooperation mit dem DRK wurden auf einem ungenutzten Areal angrenzend an die vom DRK betriebene Wohnunterkunft Am Röhricht u.a. fünf achteckige Holzplateaus errichtet, die mit Wegen untereinander verbunden sind. Angeleitet durch Herrn Jochen Cappell errichteten die Geflüchteten selbst diese Sitzmöbel, dazugehörige Pergola und Sonnensegel, die vor allem im Hochsommer Schatten spenden. Zwei selbstgebaute Hochbeete laden zusätzlich dazu ein, lokales Gemüse oder Kräuter anzupflanzen. Zudem wurde ein Übersee-Container auf dem Areal mit Wein bepflanzt und mit Naturmotiven bemalt.

Zuvor fanden zahlreiche Ideen-, Pflanz- und Mal-Workshops statt. Auch eine geführte Wanderung durch die angrenzenden Naturschutzgebiete wurde mit den Bewohnern durchgeführt. Mithilfe von Dolmetschern konnte ein reger Austausch mit den Bewohnern stattfinden.

Die „Inseln im Röhricht“ sind für die Bewohner*innen ein wertvoller Aufenthalts- und Rückzugsort im direkten Wohnumfeld. Sie haben dabei nicht nur ihre direkte Umgebung aktiv mitgestaltet, sondern auch viel über die Natur an diesem Ort gelernt. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie auf einer wenig attraktiven Grünfläche ein naturnaher Aufenthaltsort gestaltet werden kann. Die Holzkonstruktionen für die Wege und Plateaus greifen minimal in die Landschaft ein, so dass die vorhandene Landschaft erhalten bleibt. Zudem wurden beim Bau des Gemeinschaftsgartens vorwiegend naturnahe abbaubare Baustoffe und reversible Schraub- und Steckverbindungen verwendet, so dass ein Rückbau problemlos möglich ist, sollte die Fläche perspektivisch umgenutzt werden. Von der Natur inspirierte Interventionen brauchen daher nicht immer langfristige Perspektiven, sondern können auch für einen kurzen temporären Zeitraum Lösungen für urbane Herausforderungen bieten.

Vorbildhaft: Eine begleitende Projektbroschüre wurde in sechs Sprachen übersetzt.

Download

Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Deutsch)

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Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Englisch)

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Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Kurdisch)

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Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Arabisch)

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Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Dari)

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Naturschutzgebiete Heide und Moor - Broschüre (Tigrinya)

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