Schön und grün mit Wildem Wein

Begrünte Lärmschutzwand

Die Begrünung der Lärmschutzwand sieht nicht nur schön aus. Sie senkt in heißen Sommern die Temperatur und schafft neuen Lebensraum für Tiere.

Klimmpflanzen auf einem Lärmwandschutz.
BA Harburg

Am S-Bahnhof Neugraben steht eine 600 m lange Lärmschutzwand aus einem Betonwerkstoff, die das Neubaugebiet Vogelkamp vor dem Lärm der Bahnstrecke schützt. Ursprünglich war eine 50-prozentige Begrünung der Wand vorgesehen. Dank CLEVER konnte die gesamte Länge der Lärmschutzwand begrünt werden. Die Kletterpflanzen – darunter auch Wilder Wein – sorgen dafür, dass die Wand schöner aussieht, die Luft im Sommer gekühlt und dass trotz der Barriere durch die Bahnstrecke natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen werden kann. Damit fungiert die Lärmschutzwand auch als weiterer Trittstein im Biotopverbund der Umgebung.

Im Bereich des Bahnhofes wurde neben Wildem Wein vor allem Kletterhortensien und Kletterspindeln eingepflanzt. Alle drei Arten sind Selbstklimmer: Sie benötigen keine Hilfen zum Ranken, richten an der Wand auch langfristig keine Schäden an und benötigen zudem wenig Pflege. Trotzdem wird es noch einige Jahre dauern bis die Wand komplett bewachsen sein wird.

Klug gelöst: Der neue Radschnellweg neben der Lärmschutzwand wurde so angelegt, dass er zur Lärmschutzwand hin entwässert, so dass die Kletterpflanzen trotz ihres teils nur 30 cm breiten Pflanzraums ausreichend mit Wasser versorgt werden können.

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Carsten Kobow

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