Fußgängerzone

Neugestaltung Lüneburger Straße

Die Lüneburger Straße liegt im Herzen Harburgs – auf keiner Straße im Bezirk sind mehr Menschen unterwegs. Die Fußgängerzone ist in die Jahre gekommen und soll baulich neugestaltet werden.

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Isadora Tast

Die Lüneburger Straße zählt zu einer den meistfrequentierten Bereichen Hamburgs und stellt einen wichtigen Bedeutungsraum für den Fußverkehr dar. Die Fußgängerzone hat eine wichtige Funktion, sie verbindet weitläufige Bereiche der Innenstadt rund um die S-Bahnstation Harburg Rathaus. Die Lüneburger Straße bildet zudem einen zentralen Abschnitt der städtebaulichen Entwicklungsachse zwischen Schlossinsel und Harburger Bahnhof. 

Jedoch ist die Fußgängerzone Lüneburger Straße sowie die angrenzenden Straßen in die Jahre gekommen und ihre Gestaltung nicht mehr zeitgemäß. Folglich sind der Aufenthalt, das Flanieren und Verweilen für Fußgänger:innen verbesserungsbedürftig. Die Weiterentwicklung der Lüneburger Straße spielt eine zentrale Rolle für die Harburger Innenstadt und das RISE-Gebiet Harburger Innenstadt/Eißendorf Ost. Mit der geplanten Neugestaltung soll nicht nur die grundlegende Instandsetzung erfolgen, sondern auch hochwertige, einladende Stadträume geschaffen werden, welche die Bedeutung der Lüneburger Straße für die Harburger Innenstadt hervorheben.

Um die Verbindungsachse zwischen Rathausplatz und Lüneburger Straße zu optimieren soll künftig auch der Deichhausweg zu einer Fußgängerzone umgestaltet werden. Das Gebiet ist durch einen starken Parksuchverkehr gekennzeichnet, künftig wird der Durchgangsverkehr nicht mehr möglich sein. Es sollen Bordsteine abgesenkt und die eingeschränkt nutzbaren Parkplätze entfernt werden. Die Straße soll niveaugleich ausgebaut werden. Die Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Personen werden ortsnah ersetzt. Taxen und Parkstände mit E-Ladesäulen sollen erhalten bleiben. 

Für diese ambitionierte Aufgabe lobten wir 2025 einen zweiphasigen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus. Das 11.000 Quadratmeter große Gebiet erstreckt sich im Harburger Zentrum über die Lüneburger Straße, das Lüneburger Tor, die Bremer Straße, die Amalienstraße und den Deichhausweg. Es wurden zehn Teams aus Landschaftsarchitekturbüros und Ingenieurbüros für Tiefbau eingeladen Beiträge ein zukunftsweisende und gleichzeitig robuste Gestaltungskonzept zu entwickeln.

Die Teams sollen innovative Ansätze für die stadtklimatische Anpassung und in Vorbeugung auf Klimafolgen (Starkregen, Hitze, Trockenheit) erarbeiten und die Lüneburger Straße ansprechend gestalten. Dabei sollen die vorhandenen Bäume erhalten bleiben – obgleich durch die Grundinstandsetzung im Erdreich nicht ausgeschlossen ist, dass einzelne Bäume in der Umbauphase entfernt werden müssen. Die Grundinstandsetzung umfasst die Erneuerung aller Asphalt- und Tragschichten der Straße. Das Projekt wird je zu einer Hälfte aus Mitteln aus dem Bündnis für den Fuß- und Radverkehr und dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung finanziert.

Nach Auswahl des Wettbewerbssiegers durch ein hochkarätig besetztes Preisgericht im Spätsommer 2025, erfolgt die Weiterbeauftragung eines Teams mit der konkreten Planungs- und Ausführungsplanung in 2026. Mit dem Umbau der Fußgängerzone in verschiedenen Bauabschnitten wird im Jahr 2027 gerechnet. Eine Fertigstellung ist in 2028/29 projektiert. 

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