Mit über 70 Veranstaltungen an Gedenkorten, in Museen, Stadtteilkulturzentren und Bildungseinrichtungen bietet das Programm vielfältige Zugänge zur Erinnerungskultur. Lesungen, Zeitzeugengespräche, Rundgänge, Filme, Ausstellungen und Workshops schaffen Räume für Bildung und Begegnung und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rechtsextremismus in der Gegenwart.
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Die Woche des Gedenkens zeigt, wohin Ausgrenzung und Menschenverachtung führen können und stärkt zugleich das Bewusstsein dafür, dass Demokratie Engagement braucht. Die vielfältigen Veranstaltungen schaffen Räume für Austausch, Bildung und gemeinsames Erinnern. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Antisemitismus und Rechtsextremismus in der Gegenwart entschieden entgegenzutreten. Mein besonderer Dank gilt allen Engagierten im Bezirk Hamburg-Mitte, die mit ihrem Einsatz eine lebendige Erinnerungskultur und die Woche des Gedenkens möglich machen.“
Ein besonderer Höhepunkt ist die Verleihung des Preises „Verantwortung – damals und heute“, den die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte in Gedenken an Esther Bejarano zum fünften Mal vergibt. Die Auszeichnung würdigt herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement und wird am 28. April 2026 um 19:30 Uhr im Metropolis Kino verliehen.
Zu den Programmpunkten zählt die Filmvorführung „Storia di Sergio“ am 22. April im Metropolis Kino mit anschließendem Gespräch für junge Menschen mit der Auschwitz-Überlebenden Tatiana Bucci. Ein Abend für Esther Bejarano verbindet am 23. April im Uebel & Gefährlich Tanz, Lesung, Diskussion und Musik. Das Erzählcafé in der Zentralbibliothek Hamburg eröffnet am 24. April und 8. Mai Gespräche über Familiengeschichten aus der NS-Zeit, während eine Barkassenfahrt am 26. April Erinnerungsorte der NS-Zwangsarbeit mit Fragen der heutigen Stadtentwicklung verknüpft.
Literarische Perspektiven bietet das Gespräch mit Shelly Kupferberg und Martin Doerry am 27. April, während der Workshop „Erinnern mit Games“ in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm neue digitale Zugänge zur Geschichte eröffnet. Am 3. Mai, dem Jahrestag der Befreiung Hamburgs, widmet sich ein Film-Doppelprogramm der jiddischen Sprache und Kultur und dem Leben des Auschwitz-Überlebenden Maximilian Grünfeld, der in den USA zum Schneider des Präsidenten wurde. Ein Workshop im FC St. Pauli Museum am 5. Mai zeigt Möglichkeiten auf, die eigene Familiengeschichte zur NS-Zeit zu erforschen. Begleitend laden Mitmach-Aktionen im gesamten Zeitraum dazu ein, Stolpersteine im Bezirk Hamburg-Mitte zu reinigen und so aktiv an die Opfer der NS-Verfolgung zu erinnern.
Das vollständige Programm ist abrufbar unter: www.gedenken-hamburg-mitte.de