Aufgrund städtebaulicher und funktionaler Defizite soll das bestehende Gebäudeensemble zugunsten eines Neubauvorhabens in Form eines dreigeteilten Baublocks mit einem Nutzungsmix aus Hotel, Büro, Wohnen, Einzelhandel und kulturellen Nutzungen abgerissen werden. Das Vorhaben ist auch Teil des Bezirklichen Wohnungsbauprogramms 2018.
Plangebiet:
Das Plangebiet umfasst das Grundstück Klosterwall 2-8 / Steinstraße 1 / Johanniswall 1-5, Flurstück 100 der Gemarkung Altstadt Nord inklusive angrenzender Straßenverkehrsflächen; Größe circa 1,45 ha.
Planungsziel:
Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Hamburg-Altstadt 49 soll die Neubebauung durch das sogenannte "Johannis-Kontor" planungsrechtlich gesichert werden. Das Vorhaben befindet sich in für das Stadtbild bedeutender, exponierter Lage im Stadteingang am Deichtorplatz sowie in unmittelbarer Nähe zu dem benachbarten Welterbe-Ensemble "Kontorhausviertel" und markiert den östlichen Rand der Hamburger City.
Vor diesem Hintergrund ist die Sicherung der vorangegangenen Wettbewerbs- und darüber hinausgehenden Abstimmungsergebnisse zu Kubatur und Gestaltung des Neubauvorhabens über das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren und den damit einhergehenden Durchführungsvertrag von besonderer Bedeutung.
Das Gesamtvorhaben besteht aus einem an den Kontorhausblock angelehnten Großblock, der die umgebenden Straßen- und Platzräume klar definiert und sich im Inneren in 3 einzelne Baukörper mit jeweils abgeschlossenen Innenhöfen gliedert. Die 3 Baukörper werden im Wesentlichen genutzt für ein Hotel (im Norden), Wohnen und eine Kita (im Zentrum) sowie Büro (im Süden). Im Sockel des Gesamtbaukörpers befinden sich weiterhin Flächen für einen Nahversorger, Einzelhandel, Kultur und Gastronomie sowie 2 Fußgängerpassagen, die eine Durchquerung von Ost nach West ermöglichen und den existierenden Fußgängertunnel Klosterwall einbinden.
Mit dem Neubauvorhaben und den hiermit verfolgten etwa 145 Mietwohnungen, von denen 30 % öffentlich gefördert sein werden, kann die im innerstädtischen Bereich derzeit unterrepräsentierte Wohnnutzung nachhaltig gestärkt werden. Diesem Zweck dient auch die darüber hinausgehende Wohnfolge-Infrastruktur in Form der Kita und des Nahversorgers. Die weiterhin geplanten Flächen für Büro-, Hotel- und kulturelle Nutzung entsprechen der bestehenden Prägung in der Innenstadt, sorgen für deren Belebung durch eine zeitgemäße, attraktive Nutzungsmischung und stärken städtebaulich und nutzungskonzeptionell die Hamburger City.
Daten zum Planverfahren:
Einleitung durch den Stadtplanungsausschuss auf Basis des B-Plan-Entwurfs Hamburg-Altstadt 49 des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung: 11. Oktober 2017
Aufstellungsbeschluss: 08. Oktober 2019
Öffentliche Plandiskussion: 29. Januar 2018
Öffentliche Auslegung: 16. Oktober bis 18. Oktober November 2019
Feststellung: 10. Juli 2023
Veröffentlichung im HmbGVBl: 18. Juli 2023
Ansprechpartner im Bezirksamt Hamburg-Mitte / Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung (SL):
Herr Decker | Telefon: 42854-3372
E-Mail: christian.decker@hamburg-mitte.hamburg.de
Herr Saeidimadani | Telefon: 42854-3377
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden