Plangebiet
Das circa 6,2 Hektar große Plangebiet befindet sich im Südwesten des Stadtteils Hammerbrook in unmittelbarer Nähe zum Großmarkt und Oberhafen (mit dem sogenannten "Kreativkai" des gewerblich genutzten Oberhafenquartiers). Westlich befindet sich die Oberhafenbrücke und nördlich angrenzend das Gleisfeld.
Bestandssituation
Im westlichen Teil des Plangebiets befindet sich ein Baublock, in dem Bürogebäude der ursprünglichen gründerzeitlichen Bebauung mit Rotklinker-Lochfassade im Zusammenspiel mit Neubauten aus den 1990er Jahren einen überwiegend siebengeschossigen Blockrand ausbilden.
Südlich des Bestandsensembles verläuft die Straße Stadtdeich, die den Baublock auch östlich umfasst und in die Banksstraße mündet. Östlich der Straße Stadtdeich befinden sich heute drei Gewerbehallen. Der Großmarkt selbst mit seinen stadtbildwirksamen Gebäuden schließt unmittelbar am Südufer des Schleusenkanals an.
Die Deichpromenade bildet mit dem Gewässer des Oberhafens den südlichen Abschluss des Plangebiets und ist eine beliebte Strecke für Fußgänger und Radfahrer. Der Bereich zwischen der Deichpromenade und der Straße Stadtdeich wurde bislang als Stellplatzanlage genutzt.
Planungsziel
Ende 2019 hat die Projektentwicklerin der Flächen zwischen dem Schleusenkanal und der Straße Stadtdeich für einen Teil des Plangebiets ein Qualifizierungsverfahren zur städtebaulich-architektonischen Neuordnung ausgerichtet. In enger Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen wurde bis heute das prämierte städtebauliche Konzept optimiert.
Die Entwicklung des sehr kompakten Bürostandortes erfolgt in drei Bauabschnitten.
Den ersten Bauabschnitt (siehe Ziffer 1 im Funktionsplan-Entwurf) bildet das Pavillon-Gebäude, ein überwiegend fünfgeschossiges Bauwerk parallel zum südlichen Schenkel des Bestandsbaublocks, das auf Grundlage einer Befreiung von den Festsetzungen des geltenden Planungsrechts Ende 2020 fertiggestellt wurde.
Im zweiten Bauabschnitt (siehe Ziffer 2 im Funktionsplan-Entwurf) ist zwischen dem begehbaren Deich und den bestehenden Gewerbehallen ein sechszehngeschossiges Bürogebäude geplant. Das Sockelgeschoss soll in Stahlbeton-Massivbauweise ausgeführt werden, die darüber liegenden Geschosse sind – mit Ausnahme der Treppenhäuser – als tragende Holzmassivkonstruktion geplant.
Mit dem dritten Bauabschnitt (siehe Ziffer 3 im Funktionsplan-Entwurf) sind als perspektivische Planung westlich des Schleusenkanals nach dem geplanten Abzug der Großmarktnutzung in 2024/2025 drei Neubauten zum Teil in Holz-Hybrid-Bauweise, inklusive Tiefgarage projektiert. Das Gebäudeensemble bildet eine offene Blockrandstruktur um den geplanten zentralen Platz.
Im Zuge der städtebaulichen Neuordnung stellt sich die Frage zur weiteren Entwicklung der bestehenden Blockrandbebauung zwischen Stadtdeich und Banksstraße. Mit dem neuen Bebauungsplanverfahren soll der Bestand an dieser Stelle gesichert und das Planungsrecht an die tatsächliche Nutzung angepasst werden.
Daten zum Planverfahren
Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens: Auf Basis der Drucksache des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 3. Juni 2020
Aufstellungsbeschluss: Noch nicht erfolgt
Öffentliche Plandiskussion: 20. Dezember 2021
Öffentliche Auslegung: Noch nicht erfolgt
Feststellung: Noch nicht erfolgt
Veröffentlichung im HmbGVBl: Noch nicht erfolgt
Ansprechpartner im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Herr Saeidimadani | Telefon: 42854-3377
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden