"Mitte machen"

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „Mitte Machen“ – Sport, Bewegung und soziale Infrastruktur im Hamburger Osten

Die Bundesrepublik Deutschland und die Stadt Hamburg werden fast 140 Millionen Euro in die Stadtteilentwicklung des Hamburger Ostens investieren.

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Was ist das Modellvorhaben?

Das Modellvorhaben ist ein Förderprogramm des Bundes. Mit dem Modellvorhaben unter dem Dach der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sollen beispielhaft Modernisierungs- und Anpassungsstrategien für den klimagerechten Umbau, Infrastruktur für neue Mobilitätsformen, für Nachverdichtung und das Nebeneinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe und den sozialen Zusammenhalt entwickelt werden. Ziel ist es, aus den Ergebnissen Rückschlüsse für die Weiterentwicklung der Bund-Länder-Städtebauförderung zu ziehen. Damit sollen beispielhaft innovative Ansätze zur Quartiersentwicklung entwickelt und erprobt werden, die Impulse für die Weiterentwicklung der Städtebauförderung unter veränderten Rahmenbedingungen geben.

Der Deutsche Bundestag hat den Bezirk Hamburg-Mitte für die Teilnahme an diesem Programm ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sechs Kommunen umgesetzt: Neben Hamburg-Mitte sind Duisburg, Erfurt, Plauen, Rostock und Saarbrücken ebenfalls dabei. Der Bund, namentlich das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung Bauwesen (BMWSB), stellt Hamburg für die Finanzierung des Modellvorhabens bis zu 69,3 Millionen Euro zur Verfügung. Ungefähr die gleiche Summe (sogenannte Kofinanzierung) wird von Hamburg bereitgestellt. Das Modellvorhaben läuft von 2019 bis 2026, eine Verlängerung der Programmlaufzeit ist im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode vorgesehen und wird gegenwärtig auf Bundesebene abgestimmt.

Wo liegt das Modellgebiet und was soll passieren?

Die Stadtteile im Modellgebiet sind Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort im Osten des Bezirks Hamburg-Mitte. Hier soll die sportliche und soziale Infrastruktur, also Sportanlagen, Bolzplätze, Einrichtungen, wie Häuser der Jugend, Spielhäuser und vieles mehr, modern, zeitgemäß und vor allem auch nutzerfreundlich werden. Damit zahlt das Modellvorhaben in vielfältiger Weise auf die im Senatskonzept „Stromaufwärts an Bille und Elbe“ verankerten Ziele ein (weiterführende Informationen zum Senatskonzept finden sich hier).

Wichtig bei der Umsetzung der Vorhaben ist, dass sie sich nach den Bedarfen und Bedürfnissen der Einrichtungen und ihrer Nutzerinnen und Nutzer sowie denen von Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort richten. Es sollen Begegnungsorte im Quartier entstehen und die Sportanlagen und Gebäude Angebote für unterschiedliche Zielgruppen enthalten. Diese Multifunktionalität hilft auch die knappen Flächen im Stadtstaat Hamburg gut zu nutzen. 

Um die Ideen hierzu einzusammeln, hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte Ende 2019 einen öffentlichen Projektaufruf durchgeführt. Innerhalb von drei Monaten wurden insgesamt 39 Projektideen eingereicht, die Ideengeber kamen dabei aus Fachbehörden der Stadt und Dienststellen des Bezirksamts sowie dem politischen Raum, vor allem aber auch von Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, also von den Menschen in den Stadtteilen.

Welche Projekte wurden ausgewählt und warum?

Für die Bewertung der Projektideen war die wesentliche Frage, ob hiermit das Ziel einer Weiterentwicklung der sportlichen und sozialen Infrastruktur erreicht wird. Wichtig waren dabei vor allem die Kriterien „sozialräumliche Verteilungsgerechtigkeit“, „Realisierbarkeit in der Laufzeit des Modellvorhabens“ und „Diversität der Einzelprojekte“. Das bedeutet, dass an möglichst alle Stadtteile im Modellgebiet gedacht wird, dass die Projekte rechtzeitig fertiggestellt sind und sowohl Projekte draußen (Sportfreianlagen, Bolzplätze) als auch Gebäude dabei sind. Die Auswahl der Projektideen war mit dem Beschluss der Bezirksversammlung, 18 Projekte in das Modellvorhaben aufzunehmen, abgeschlossen.  

Durch den Bund gefördert werden Projekte, die sportliche und soziale Infrastruktur bündeln und dazu beitragen, den Zusammenhalt vor Ort zu stärken. Die Projekte müssen also für den Stadtteil und seine Bewohnerinnen und Bewohner Sinn machen, Angebote schaffen, für die Bedarf besteht und etwas bieten, was es bislang so nicht gegeben hat. Außerdem muss jedes Projekt baurechtlich genehmigungsfähig sein, es muss ein geeignetes Grundstück vorhanden sein und zudem die Finanzierung des späteren laufenden Betriebs gegeben sein.

Diese Voraussetzungen erfüllten zum Stichtag der Antragstellung beim Bund am 01.11.2021 12 der 18 Projekte. Sie verteilen sich wie folgt über die Stadtteile Billstedt, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort:

Billstedt

  • Sportanlage Kandinskyallee
  • Sportanlage Öjendorfer Weg
  • Quartiers- und Vereinszentrum Schöfferstieg
  • Soziales Zentrum Sonnenland

Hamm

  • Otto-Linne-Haus – Haus der Generationen (ehem. Haus der Jugend Hammer Park)
  • Quartierssportzentrum Am Aschberg

Hammerbrook

  • Sport- und Bewegungsraum im Park am Hochwasserbassin

Horn

  • Dock 41
  • Horner Aufschwung
  • Sportanlage Snitgerreihe

Rothenburgsort

  • Wassersportzentrum Kaltehofe

Stadtteilübergreifend

  • Innovative Herrichtung von Bolzplätzen

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Projekten finden sich hier.

Welche Meilensteine wurden bereits erreicht und wie geht es weiter?

Mit der Antragstellung – also der Einreichung der Zuwendungsanträge beim Bund – ist der erste Meilenstein erreicht worden. Ein Jahr später, zum Ende des Jahres 2022, lagen sodann alle Zuwendungsbescheide vor. 

Seit dem Erhalt der Zuwendungsbescheide Ende 2022 wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Projekte weiterzuentwickeln und baulich umzusetzen. Ein wichtiger Meilenstein wurde Anfang 2025 erreicht: Seitdem befinden sich alle Projekte mindestens in der konkreten Planung, d.h. dass sämtliche Planungsleistungen erfolgreich vergeben wurden und die Vorbereitungsphase abgeschlossen ist. Bei einigen Projekten wurden hierzu auch Architekturwettbewerbe durchgeführt, um gute Entwürfe zu erhalten. Außerdem wurden Beteiligungsverfahren für die einzelnen Projekte umgesetzt, um die Perspektiven und Bedürfnisse der Menschen vor Ort im Planungsprozess berücksichtigen zu können.

Seit Beginn der Planungen konnten in den Projekten unterschiedliche Fortschritte erzielt werden: Während einige Projekte aufgrund verschiedener Umstände und Herausforderungen noch vergleichsweise am Anfang stehen, sind andernorts bereits die Bagger gerollt. Auf den Sportanlagen am Öjendorfer Weg und in der Snitgerreihe sowie dem Bolzplatz am Havighorster Redder wurde bereits gebaut und einzelne Abschnitte sogar fertiggestellt und in die Nutzung übergeben. Mit dem Abriss der Bestandsgebäude des Hauses der Jugend im Hammer Parker, der für Anfang 2026 vorgesehen ist, beginnt schon in Kürze die bauliche Umsetzung des ersten großen Hochbauprojekts. 

Wen kann ich fragen, wenn ich mehr wissen will?

Zum Stand der einzelnen Projekte wird regelmäßig auf dieser Seite berichtet. Das Team des Modellvorhabens freut sich über Fragen, Anregungen und Kommentare – am besten per Mail.

Kontakt
Modellvorhaben "Mitte machen"
Geschäftsstelle
Caffamacherreihe 1–3 | 20355 Hamburg

E-Mail: modellvorhaben@hamburg-mitte.hamburg.de
Tel.: +49 40 42854-3368

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Mitteilung des Senats zum Modellvorhaben 2019

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Modellvorhaben Mitte Machen - Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Juni 2020

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Gesamtkonzept Modellvorhaben Mitte machen

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Übersichtkarte Projekte ohne Bolzplätze Dezember 2021

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Förderkriterien zu den Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung

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Zuwendungsanträge beim Bund eingereicht

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Präsentation des Ausschusses für Sozialraumentwicklung 2021

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Mitteilung des Senats zum Modellvorhaben Mai 2021- Berichterstattung 2021

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