"Mitte machen"

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „Mitte Machen“ – Sport, Bewegung und soziale Infrastruktur im Hamburger Osten

Die Bundesrepublik Deutschland und die Stadt Hamburg werden über 140 Millionen Euro in die Stadtteilentwicklung des Hamburger Ostens investieren.

Was ist das Modellvorhaben?

Das Modellvorhaben ist ein Förderprogramm des Bundes. Mit dem Modellvorhaben unter dem Dach der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sollen beispielhaft Modernisierungs- und Anpassungsstrategien für den klimagerechten Umbau, Infrastruktur für neue Mobilitätsformen, für Nachverdichtung und das Nebeneinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe sowie zur Förderung des sozialen Zusammenhalts entwickelt werden. Ziel ist es, die Bund-Länder-Städtebauförderung mit den gewonnenen Erkenntnissen gezielt weiterzuentwickeln. Dazu werden beispielhaft innovative Ansätze zur Quartiersentwicklung entwickelt und erprobt, die Impulse für die Weiterentwicklung der Städtebauförderung unter veränderten Rahmenbedingungen liefern sollen.

Der Deutsche Bundestag hat den Bezirk Hamburg-Mitte für die Teilnahme an diesem Programm ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sechs Kommunen umgesetzt: Neben Hamburg-Mitte sind Duisburg, Erfurt, Plauen, Rostock und Saarbrücken ebenfalls dabei. Der Bund, namentlich das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung Bauwesen (BMWSB), stellt Hamburg für die Finanzierung des Modellvorhabens bis zu 67,06 Millionen Euro zur Verfügung. Eine ähnlich hohe Summe (sogenannte Kofinanzierung) wird von Hamburg bereitgestellt. Das Modellvorhaben hat eine Laufzeit von 2019 bis 2028.

Wo liegt das Modellgebiet und was soll passieren?

Die Stadtteile im Modellgebiet sind Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort im Osten des Bezirks Hamburg-Mitte. In diesen Stadtteilen soll die sportliche und soziale Infrastruktur, also Sportanlagen, Bolzplätze und Einrichtungen, wie z.B. Häuser der Jugend, Spielhäuser und Quartierszentren, modern, zeitgemäß und vor allem nutzerfreundlich werden. Damit zahlt das Modellvorhaben in vielfältiger Weise auf die im Senatskonzept „Stromaufwärts an Bille und Elbe“ verankerten Ziele ein (weiterführende Informationen zum Senatskonzept finden sich hier).

Wichtig bei der Umsetzung der Vorhaben ist, dass sie sich nach den Bedarfen und Bedürfnissen der Einrichtungen und ihrer Nutzerinnen und Nutzer sowie denen der Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort richten. Es sollen Begegnungsorte im Quartier entstehen und die Sportanlagen und Gebäude Angebote für unterschiedliche Zielgruppen enthalten. Diese Multifunktionalität hilft auch die knappen Flächen im Stadtstaat Hamburg gut zu nutzen. 

Um die Ideen hierzu einzusammeln, hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte Ende 2019 einen öffentlichen Projektaufruf durchgeführt. Innerhalb von drei Monaten wurden insgesamt 39 Projektideen eingereicht, die Ideengeber kamen dabei aus Fachbehörden der Stadt und Dienststellen des Bezirksamts sowie dem politischen Raum, vor allem aber auch von Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, also von den Menschen in den Stadtteilen.

Welche Projekte wurden ausgewählt und warum?

Für die Bewertung der Projektideen war die wesentliche Frage, ob hiermit das Ziel einer Weiterentwicklung der sportlichen und sozialen Infrastruktur erreicht wird. Wichtig waren dabei vor allem die Kriterien „sozialräumliche Verteilungsgerechtigkeit“, „Realisierbarkeit in der Laufzeit des Modellvorhabens“ und „Diversität der Einzelprojekte“. Das bedeutet, dass an möglichst alle Stadtteile im Modellgebiet gedacht wird, die Projekte rechtzeitig fertiggestellt werden können und sowohl Projekte im Freien (Sportfreianlagen, Bolzplätze) als auch neue Gebäude dabei entstehen. Die Auswahl der Projektideen war mit dem Beschluss der Bezirksversammlung, 18 Projekte in das Modellvorhaben aufzunehmen, abgeschlossen. 

Durch den Bund gefördert werden Projekte, die sportliche und soziale Infrastruktur bündeln und dazu beitragen, den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu stärken. Die Projekte müssen also für den Stadtteil und seine Bewohnerinnen und Bewohner einen Mehrwert haben, Angebote schaffen, für die Bedarf besteht und etwas bieten, was es bislang so nicht gegeben hat. Außerdem muss jedes Projekt baurechtlich genehmigungsfähig sein, es muss ein geeignetes Grundstück vorhanden und zudem die Finanzierung des späteren Gebäudebetriebs gegeben sein.

Diese Voraussetzungen erfüllten zum Stichtag der Antragstellung beim Bund am 01.11.2021 zwölf der 18 Projekte. Sie verteilen sich wie folgt über die Stadtteile Billstedt, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort:

Billstedt

  • Sportanlage Kandinskyallee
  • Sportanlage Öjendorfer Weg
  • Quartiers- und Vereinszentrum Schöfferstieg
  • Soziales Zentrum Sonnenland

Hamm

  • Otto-Linne-Haus – Haus der Jugend (ehem. Haus der Jugend Hammer Park)
  • Quartierssportzentrum Am Aschberg

Hammerbrook

  • Sport- und Bewegungsraum im Park am Hochwasserbassin

Horn

  • Dock 41
  • Horner Aufschwung
  • Sportanlage Snitgerreihe

Rothenburgsort

  • Wassersportzentrum Kaltehofe

Stadtteilübergreifend

  • Innovative Herrichtung von Bolzplätzen

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Projekten finden sich hier.

Welche Meilensteine wurden bereits erreicht und wie geht es weiter?

Mit der Antragstellung – also der Einreichung der Zuwendungsanträge beim Bund – wurde der erste Meilenstein erreicht. Ein Jahr später, zum Ende des Jahres 2022, lagen sodann alle Zuwendungsbescheide vor. 

Seit dem Erhalt der Zuwendungsbescheide Ende 2022 wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Projekte weiterzuentwickeln und baulich umzusetzen. Ein wichtiger Meilenstein wurde Anfang 2025 erreicht: Seitdem befinden sich alle Projekte mindestens in der konkreten Planung, d.h. dass sämtliche Planungsleistungen erfolgreich vergeben wurden und die Vorbereitungsphase abgeschlossen ist. Bei einigen Projekten wurden hierzu auch Architekturwettbewerbe durchgeführt, um gute Entwürfe zu erhalten. Außerdem wurden Beteiligungsverfahren für die einzelnen Projekte umgesetzt, um die Perspektiven und Bedürfnisse der Menschen vor Ort im Planungsprozess berücksichtigen zu können.

Seit Beginn der Planungen konnten in den Projekten unterschiedliche Fortschritte erzielt werden: Während einige Projekte aufgrund verschiedener Umstände und Herausforderungen noch vergleichsweise am Anfang stehen, sind andernorts bereits die Bagger gerollt. Auf den Sportanlagen am Öjendorfer Weg und in der Snitgerreihe sind die Großspielfelder seit einiger Zeit fertig und an der Snitgerreihe konnte das Sportfunktionsgebäude in Betrieb genommen werden. Die Bolzplätze Havighorster Redder, Schöfferstieg und Schleemer Weg werden aktuell hergestellt, am Schöfferstieg wird vermutlich im Herbst die Übergabe an das Quartier erfolgen. Beim Otto-Linne-Haus, früher das HdJ Hammer Park, haben die Abbrucharbeiten begonnen, hier beginnt schon in Kürze die bauliche Umsetzung des ersten großen Hochbauprojekts. Und auch die Bestandsgebäude des Wassersportvereins Elbe e.V. am Kaltehofe Hinterdeich sind abgebrochen, der Neubau wird auch dort in Kürze losgehen.

Wen kann ich fragen, wenn ich mehr wissen will?

Zum Stand der einzelnen Projekte wird regelmäßig auf dieser Seite berichtet. Das Team des Modellvorhabens freut sich über Fragen, Anregungen und Kommentare – am besten per Mail.

Kontakt
Modellvorhaben "Mitte machen"
Geschäftsstelle
Caffamacherreihe 1–3 | 20355 Hamburg

E-Mail: modellvorhaben@hamburg-mitte.hamburg.de
Tel.: +49 40 42854-3368

Auch interessant

Download

Mitteilung des Senats zum Modellvorhaben 2019

PDF herunterladen [PDF, 881,9 KB]

Modellvorhaben Mitte Machen - Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Juni 2020

PDF herunterladen [PDF, 272,0 KB]

Gesamtkonzept Modellvorhaben Mitte machen

PDF herunterladen [PDF, 3,1 MB]

Übersichtkarte Projekte ohne Bolzplätze Dezember 2021

PDF herunterladen [PDF, 1,5 MB]

Förderkriterien zu den Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung

PDF herunterladen [PDF, 33,1 KB]

Zuwendungsanträge beim Bund eingereicht

PDF herunterladen [PDF, 148,4 KB]

Präsentation des Ausschusses für Sozialraumentwicklung 2021

PDF herunterladen [PDF, 1,7 MB]

Mitteilung des Senats zum Modellvorhaben Mai 2021- Berichterstattung 2021

PDF herunterladen [PDF, 573,8 KB]

Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft – Berichterstattung zum Modellvorhaben 2022 (Februar 2023)

PDF herunterladen [PDF, 4,5 MB]

Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft – Berichterstattung zum Modellvorhaben 2023 (Februar 2024)

PDF herunterladen [PDF, 13,9 MB]

Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft – Berichterstattung zum Modellvorhaben 2024 (Dezember 2024)

PDF herunterladen [PDF, 11,0 MB]

Karte