Die Sitzung hat hybrid stattgefunden - in Präsenz im AWO-Treffpunkt für Senioren und Nachbarschaft und digital (Anwesenheitsliste, siehe Anhang 1). Aus dem Kreis der Beiratsmitglieder haben sich Martin Malik, die SAGA Geschäftsstelle Wilhelmsburg, die Nordelbe Grundstücksgesellschaft mbH und Hyper Cultural Passengers entschuldigt.
Beginn der Sitzung: 18:30 Uhr, Ende der Sitzung: 19:20 Uhr
Begrüßung und Formalia
Sarah Garcia Merida eröffnet die Sitzung des Stadtteilbeirats Veddel und bittet um Eintragung in die Anwesenheitsliste. Das Protokoll der Sitzung vom 8. Juli 2025 liegt nicht vor. Die mit Mail vom 7. Oktober 2025 angekündigte Ergänzung der Tagesordnung ‚Kulturförderung: Stiftung Nachbarschaft‘ entfällt, da sich Björn Ruhkieck krankheitsbedingt entschuldigt hat. Weitere Anmerkungen zur Tagesordnung gibt es nicht.
Verfügungsfonds
Zur Sitzung wurde kein Antrag auf Mittel aus dem Verfügungsfonds eingereicht.
Kerstin Stutte berichtet von einer bereits länger bestehenden Kindercomicgruppe, die wöchentlich im Stadtteilladen stattfindet. Im Oktober pausiert diese Gruppe, weil die weitere Finanzierung, unerwartet, noch nicht gesichert werden konnte. Dennoch soll das Angebot aufgrund der Kontinuität und der guten Resonanz unbedingt weitergeführt werden. Ob eine weitere Finanzierung durch die Bürgerstiftung erfolgt, wird sich erst Ende November 2025 entscheiden. Vor diesem Hintergrund wurde ein Antrag auf Mittel aus dem Verfügungsfonds vorbereitet, der eine Überbrückung der Finanzierung für November und Dezember 2025 beinhaltet.
Nicole de Temple erwidert, dass nach Prüfung des Antrages durch das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung und Jens Hardel eine kurzfristige Abstimmung über den Antrag grundsätzlich auch im Umlaufverfahren möglich ist. Da bereits anderweitig Mittel beantragt sind, kann gegebenenfalls nur über eine Ausfallbürgschaft abgestimmt werden.
Hamburger Wandergarten auf der Veddel
Sarah Garcia Merida begrüßt Emilia Wilhelm von der Stiftung „Was Tun!“ Der Hamburger Wandergarten ist ein Gemeinschaftsprojekt der Loki Schmidt Stiftung und der Stiftung „Was Tun!“. 15 mobile Hochbeete, bepflanzt mit Kräutern und Blumen, ziehen durch Hamburger Stadtteile. Ziele des Hamburger Wandergartens sind:
- Natur in die Stadt bringen,
- Bildung und Wissen vermitteln, niedrigschwellige Umweltbildung,
- Vernetzung ermöglichen.
Der Hamburger Wandergarten war fünf Wochen lang, vom 12. August bis zum 19. September 2025, zu Gast auf der Veddel, und zwar mitten im Quartier vor dem Scotland Jard (Ecke Veddeler Damm / Veddeler Brückenstraße). Anhand einer Präsentation (Anhang 2) stellt Emilia Wilhelm den Hamburger Wandergarten auf der Veddel vor. Gestartet auf der Veddel, ist der Wandergarten inzwischen nach Wilhelmsburg weitergezogen.
Der Wandergarten wurde aufgrund der sehr präsenten Lage im Stadtteil im Vorbeigehen wahrgenommen und dadurch schnell bekannt. Die Bewerbung erfolgte über einen Schaukasten, Social Media und Ansprache von Initiativen. Die Hochbeete wurden mit Beteiligung der Nachbarschaft mit Erde gefüllt und gemeinsam bepflanzt. Mehrere NachbarInnen haben regelmäßig und zwei bis drei Mal in der Woche die Pflege der Hochbeete unterstützt: die Verantwortungsübernahme (auch von Kindern aus der Nachbarschaft) war enorm groß. Im Projektzeitraum wurden 13 Veranstaltungen / Workshops (unter anderem Balkonbepflanzung, Textildruck mit Pflanzen, Pflanzenschilder basteln) durchgeführt, zu denen Bürger:innen sowie Initiativen eingeladen waren. Die Aufenthaltsqualität des Wandergartens hat zum Verweilen eingeladen. Der Weiterzug des Wandergartens wurde von vielen Bewohner:innen sehr bedauert.
Es gibt erste Überlegungen zur Verstetigung des Hamburger Wandergartens auf der Veddel. Idee ist, drei bis fünf Hochbeete ‚light‘ in einer einjährigen Testphase aufzustellen. Voraussetzung für eine Verstetigung ist eine klare Verantwortlichkeit von Menschen aus dem Stadtteil sowie eine gesicherte Finanzierung.
Sie berichtet von ihrem Traum und ihrer Hoffnung der Verstetigung auf der Veddel. Eine Realisierung ist einerseits auf die Initiative und die Lust aus dem Stadtteil angewiesen und andererseits auf eine gesicherte Finanzierung. Erik Benz berichtet von der positiven Berichterstattung im Hamburg Journal. Er findet das Projekt und seine Umsetzung sehr lobenswert und bietet seine Unterstützung im Rahmen einer Verstetigung an.
Informationen des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung, Bürgersprechstunde und Aktuelles
Jugendliche für die Beiratsarbeit gewinnen
Ein stellvertretendes Beiratsmitglied bedauert, dass Jugendliche nur in seltenen Fällen an den Beiratssitzungen teilnehmen. Sie wünscht sich, dass (mehr) Jugendliche für die Beiratsarbeit gewonnen werden. Nicole de Temple erwidert, dass im Rahmen der geplanten Neukonstitution des Beirats in 2026 verstärkt Jugendliche anzusprechen wären. Dabei ist schon konzeptionell im Rahmen des Aufrufes zur Beiratsmitarbeit darauf zu achten, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen auf der Veddel in die Beiratsarbeit eingebunden werden können.
Sahar Syawash findet es eine tolle Idee, Jugendliche verstärkt in den Beirat zu holen. Es sollten die Faktoren bestimmt werden, die Jugendliche von einer Mitarbeit abhalten und aufgezeigt werden, was der Beirat bewirkt.
Erik Benz regt an, ein bis zwei Plätze im Beirat für Jugendliche, nicht personengebunden, vorzusehen, um eine flexible Teilnahme von Jugendlichen zu ermöglichen.
Krankenhaus Groß Sand
Martin Gögge berichtet, dass der Regionalausschuss Wilhelmsburg auf seiner Sitzung am 23. September 2025 die wortgleichen Empfehlungen des Beirats für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und des Quartiersbeirats Reiherstieg zur ‚Zukunft der ambulanten sowie stationären ärztlichen Versorgung in Wilhelmsburg‘ einstimmig angenommen hat. Kernaussage der Empfehlung ist die Forderung, dass ein runder Tisch ins Leben gerufen wird, bei dem – unter Beteiligung der Politik, der Verwaltung, der Bürger sowie aller lokalen Akteure im Gesundheitssektor – ein „Gesundheitskonzept Wilhelmsburg“ entwickelt wird. Bis zur Einrichtung eines solchen runden Tisches soll die Beteiligung der Beiräte in Wilhelmsburg durch die Entsendung informierter Vertreter (beispielsweise des Vorsitzenden des Regionalausschusses) in die Beiräte sichergestellt werden.
Nachrichtlich: Auch die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat die Empfehlung auf ihrer Sitzung am 16. Oktober 2025 einstimmig beschlossen.
Nächste Beiratssitzung
Sarah Garcia Merida gibt bekannt, dass die nächste Beiratssitzung voraussichtlich am 2. Dezember 2025 stattfinden wird.
Für das Protokoll:
Büro freiraumschaffen (Jens Hardel) in Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung (Nicole de Temple) (06. November 2025)
Download
2025-10-14-Protokoll Stadtteilbeirat Veddel, Anhang2_nicht barrierefrei
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