Stadtteilbeirat Veddel

Protokoll der Sitzung am 2. Dezember 2025

  • Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Die Sitzung hat im AWO-Treffpunkt für Senioren und Nachbarschaft stattgefunden (Anwesenheitsliste, siehe Anhang 1). Aus dem Kreis der Beiratsmitglieder haben sich Martin Gögge, Sabrina Rothe, Martin Malik, die Islamische Gemeinde Veddel e.V., die Nordelbe Grundstücksgesellschaft mbH, die Schule auf der Veddel, die Poliklinik Veddel und die Volt-Fraktion entschuldigt.

Beginn der Sitzung: 18:30 Uhr, Ende der Sitzung: 19:55 Uhr

Begrüßung und Formalia

Erik Benz eröffnet die Sitzung des Stadtteilbeirats Veddel und erläutert die vorgesehene Tagesordnung. Zu der Tagesordnung und zu den Protokollen der Sitzungen vom 8. Juli 2025 und vom 14. Oktober 2025 gibt es keine Anmerkungen.

Verfügungsfonds

Es liegen vier Anträge auf Mittel aus dem Verfügungsfonds vor. Eingangs berichtet Nicole de Temple, dass die Abrechnung von Anträgen in diesem Jahr teilweise langwierig und mit häufigen Nachfragen verbunden war. Sie bittet daher zukünftig um zeitnahe Abrechnung. Nur so kann es gelingen, mögliche Rückflüsse aus bewilligten Anträgen wieder neuen Projekten zur Verfügung zu stellen.

Der Beirat ist nicht beschlussfähig. Auch wenn die Abstimmung somit nicht abgeschlossen werden kann, stimmen die anwesenden Personen über die Anträge ab. Die Beschlussfähigkeit soll nachträglich im Umlaufverfahren per E-Mail an die Beiratsmitglieder und die stellvertretenden Beiratsmitglieder erlangt werden. Nicole de Temple weist darauf hin, dass durch einen Mittelrückfluss von heute (2. Dezember 2025) 400 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen.

Antrag 6/2025: Ivan Schrempf stellt den Antrag von Veddel Aktiv e.V. vor. Beantragt sind 800 Euro für eine Überbrückung der Finanzierung der (bestehenden) Kindercomicgruppe (regelmäßige Teilnahme von 3 bis 12 Kindern) für den Dezember 2025. Minire Nesimi ergänzt, dass eine Spende der Veddeler Fischgaststätte die Finanzierung der Kindercomicgruppe für den November 2025 ermöglicht hat.

Die, noch vorläufige, Abstimmung über den Antrag 6/2025 ergibt folgendes Ergebnis:

Meinungsbild Plenum: 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Beiratsvotum: 8 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

davon Votum Politik: 0 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Nachtrag: Die ergänzende Abstimmung unter den Beiratsmitgliedern und den stellvertretenden Beiratsmitgliedern führt zu folgendem Gesamtergebnis:

Beiratsvotum: 14 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung

davon Votum Politik: 2 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Die Beschlussfähigkeit des Beirats ist nunmehr gegeben und der Antrag 6/2025 einstimmig beschlossen.

Antrag 7/2025: Abeba-Sium Kiflu stellt den Antrag der Afrikanischen Frauengruppe, deren Leiterin sie ist, vor. Beantragt sind 250 Euro für ein Weihnachtsfest im Januar 2026, das in Kooperation mit der AWO Veddel durchgeführt werden soll. Gäste sind ausdrücklich willkommen.

Die, noch vorläufige, Abstimmung über den Antrag 7/2025 ergibt folgendes Ergebnis:

Meinungsbild Plenum: 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Beiratsvotum: 8 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

davon Votum Politik: 0 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Nachtrag: Die ergänzende Abstimmung unter den Beiratsmitgliedern und den stellvertretenden Beiratsmitgliedern führt zu folgendem Gesamtergebnis:

Beiratsvotum: 12 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 2 Enthaltungen

davon Votum Politik: 1 Ja-Stimme, 1 Nein-Stimme, 0 Enthaltungen

Die Beschlussfähigkeit des Beirats ist nunmehr gegeben und der Antrag 7/2025 mehrheitlich beschlossen.

Antrag 8/2025: Ivo Hoin stellt den Antrag des Instituts für urbane Bewegungskulturen e.V. vor. Beantragt sind 1.200 Euro Honorarmittel für ein angeleitetes und betreutes Bewegungs- und Sportangebot für Jugendliche an den drei freien Tagen (Wochenenden und Feiertage) in 2025, an denen die Sporthalle jeweils von 15 bis 22 Uhr geöffnet ist.

Fragen zu dem Antrag gibt es nicht. Ein Beiratsgast schlägt vor, diesem Antrag die zusätzlichen 400 Euro zuzuschlagen, um die Öffnungszeiten der Turnhalle weiter auszudehnen. Die Anwesenden unterstützen diese Erhöhung der Antragssumme.

Die, noch vorläufige, Abstimmung über den Antrag 8/2025 (nunmehr mit Antragssumme 1.600 Euro) ergibt folgendes Ergebnis:

Meinungsbild Plenum: 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Beiratsvotum: 8 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

davon Votum Politik: 0 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Nachtrag: Die ergänzende Abstimmung unter den Beiratsmitgliedern und den stellvertretenden Beiratsmitgliedern führt zu folgendem Gesamtergebnis:

Beiratsvotum: 14 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung

davon Votum Politik: 2 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Die Beschlussfähigkeit des Beirats ist nunmehr gegeben und der Antrag 8/2025 einstimmig beschlossen.

Antrag 9/2025: Minire Nesimi stellt den Antrag der Gruppe für Stadtteilgesundheit und Verhältnisprävention vor. Beantragt sind 40 Euro für eine institutionenübergreifende Angebotsübersicht in WhatsApp und Telegram.

Michael Kress führt zu dem Antrag aus, dass das mittelfristige Ziel, die Erstellung einer Website ‚Veddel.info‘ ist, auf der das RISE-Fördergebiet Veddel mit seinen Projekten, der Stadtteilbeirat und Veranstaltungen und Projekte im Stadtteil ihren Platz finden sollen.

Die, noch vorläufige, Abstimmung über die Beschlussvorlage ergibt folgendes Ergebnis:

Meinungsbild Plenum: 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Beiratsvotum: 8 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

davon Votum Politik: 0 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Nachtrag: Die ergänzende Abstimmung unter den Beiratsmitgliedern und den stellvertretenden Beiratsmitgliedern führt zu folgendem Gesamtergebnis:

Beiratsvotum: 14 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung

davon Votum Politik: 2 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen

Die Beschlussfähigkeit des Beirats ist nunmehr gegeben und der Antrag 9/2025 einstimmig beschlossen.

Nachbarschaftsförderung: SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft

Anhand einer Präsentation stellt Björn Ruhkieck (ProQuartier) die SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft vor. Die Stiftung ist gemeinnützig und weltanschaulich sowie politisch neutral. Die Stiftung ist mit einem Vermögen von rund 2.000.000 Euro als Grundstock ausgestattet. Jährlich stehen 300.000 Euro für Projekte zur Verfügung. Diese setzen sich aus den Zinsen und aus Spenden durch die SAGA-Unternehmensgruppe zusammen. Gefördert werden dem Stiftungszweck entsprechende Projekte und Initiativen Dritter sowie operativ durch die Stiftung selbst initiierte Projekte (zum Beispiel Quartierskünstler). In der Regel handelt es sich um investive Mittel. Honorarmittel sind in begründeten Ausnahmefällen anteilig möglich. Ausgeschlossen ist die Förderung von laufenden Kosten (Dauerförderungen) und von Projekten mit kommerzieller Orientierung oder parteipolitischer oder religiöser Ausrichtung.

Zwingende Voraussetzung für eine Förderung ist die anerkannte Gemeinnützigkeit des Antragsstellers, die Beschränkung auf das Hamburger Stadtgebiet und das Projekt darf noch nicht begonnen haben (vorbereitende Planungen sind möglich, eingegangene verbindliche Verpflichtungen hingegen nicht).

Die Antragstellung erfolgt digital über die Website der Stiftung (SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft - Antragstellung). Über Antragssummen bis 5.000 Euro entscheidet der Stiftungsvorstand monatlich (Eingangsfrist letzter Tag des Vorvormonats, zirka fünf Wochen vor Sitzung). Über Antragssummen über 5.000 Euro entscheidet das Kuratorium der Stiftung zweimal im Jahr (Eingangsfrist für die Herbstsitzung: 31. Mai, für die Frühjahrssitzung: 31. Dezember).

Vor einer Antragstellung empfiehlt sich eine Beratung bei ProQuartier (Björn Ruhkieck) oder beim Stiftungsteam.

Die Anmerkung von Johannes Koch, dass Kunstschaffende für eine Förderung einen gemeinnützigen Verein brauchen, bestätigt Björn Ruhkieck.

Informationen des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung, Bürgersprechstunde und Aktuelles

Informationen des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung

Soziales Stadtteilzentrum

Nicole de Temple berichtet, dass die Planungen zum Sozialen Stadtteilzentrum große Fortschritte machen. In dem Verhandlungsverfahren, welches sich an den Wettbewerb angeschlossen hat, wurde das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Architekturbüro Trapez Architekten vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung mit der weiteren Planung beauftragt. Aktuell werden unter intensiver Einbindung der Kernnutzer:innen Raumprogramm und Grundrisse überarbeitet und unter Beachtung der Hinweise aus der Jurysitzung weiterentwickelt.

Zwischenbilanzierung und erste Fortschreibung Integriertes Entwicklungskonzept (RISE)

Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung hat in den letzten Monaten die RISE-Gebietsentwicklung seit Ende 2020 evaluiert und zwischenbilanziert und auf dieser Grundlage das Integrierte Entwicklungskonzept fortgeschrieben. Eine Vorabstimmung mit der Fachbehörde ist bereits erfolgt. Ende des Jahres wird die Zwischenbilanzierung und Fortschreibung mit allen Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Es ist vorgesehen, die RISE-Förderlaufzeit um weitere drei Jahre bis 31.12.2030 zu verlängern. Grundsätzlich hat die Zwischenbilanzierung ergeben, dass alle Ziele im Grundsatz so erhalten bleiben. Es erfolgen kleinere Ergänzungen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung sowie redaktionelle Anpassungen.

Anfang 2026 soll ein neuer Beirat konstituiert und für eine neue Laufzeit eingesetzt werden. Dabei soll darauf geachtet werden, auch Jugendliche stärker für die Beiratsarbeit zu gewinnen. Der Aufruf erfolgt öffentlich und wird im Stadtteil bekannt gemacht.

Wohnungsneubau Uffelnsweg

Auf die Nachfrage von Ivo Hoin zur Neubebauung am Uffelnsweg erwidert Nicole de Temple, dass ein Bauantrag eingereicht wurde. Derzeit laufen hierzu noch Abstimmungsgespräche. Sobald diese abgeschlossen sind, soll das Bauvorhaben im Beirat vorgestellt werden. Dies ist für Anfang 2026 angestrebt.

Erik Benz ergänzt, dass in den bereits frei gezogenen und derzeit leerstehenden Gebäuden von der Feuerwehr Übungen angekündigt sind.

Pfützenbildung Katenweide

Erik Benz berichtet, dass die im Beschluss ‚Zustand der Gehwege auf der Veddel‘ (siehe Beiratssitzung am 18. Februar 2025) genannten Mängel inzwischen beseitigt wurden. Allerdings mit einer Ausnahme: die Pfützenbildung vor dem AWO-Treffpunkt besteht weiterhin.

Projekt ‚Fair-Future‘

Zu Beginn des Jahres 2025 wurde die Veddel auf Antrag der Senatskanzlei gemeinsam mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Projektpartner vor Ort mit dem Projekt Fair Future in ein EU-weites Förderprogramm zur Klimaanpassung aufgenommen.

Fair Future befasst sich mit Maßnahmen zur Klimaanpassung und legt dabei einen besonderen Fokus auf gefährdete Gemeinschaften. Bürger:innen sollen vor steigenden Temperaturen und Hitzewellen geschützt werden. Die Veddel als stark verdichtetes Gebiet mit den typischen hohen Temperaturen im Sommer und den bestehenden sozialen Strukturen, dient als exemplarischer Pilot, dessen Lösungen Modellcharakter haben sollen. Projektstart war am 25.10.2025.

Yulia Suárez Bergmann stellt sich als Koordinatorin des EU-Projekts ‚Fair Future‘ vor. Eine ausführliche Vorstellung des Projekts ist für die erste Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Verschlammte Wegeverbindung „An der Hafenbahn“

Johannes Koch berichtet, dass der vormals befestigte Fuß- und Radweg entlang der Bahntrasse am zukünftigem Quartier Hafenbahnpark derzeit aufgrund der Baumaßnahmen nicht mehr passierbar ist. Anna Becker bestätigt dies. Derzeit müssen sich Fußgänger:innen und Radfahrende die wichtige Wegeverbindung mit Baustellenfahrzeugen teilen.

Nachrichtlich zu Protokoll: Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung hat die Hinweise an den Vorhabenträger weitergeleitet und gebeten, für eine sichere Durchwegung zu sorgen.

Aus dem Stadtteil wurde Anfang Januar informiert, dass die sichere Durchwegung für Fußgänger:innen und Radfahrende wieder möglich ist.

Möglichkeiten der Jugendarbeit

Ivo Hoin weist auf ein Gespräch zwischen dem Bezirksamtsleiter Herrn Neubauer und Jugendlichen am morgigen Mittwoch (3. Dezember 2025) hin. In dem Gespräch sollen Möglichkeiten der Jugendarbeit besprochen werden. Das Veddeler Haus der Jugend (HdJ) nutzt aktuell Räumlichkeiten im Spielhaus und bei Veddel Aktiv. Martina Bauschatz ergänzt, dass sich das HdJ aus der Mügge herausgezogen hat und dort nur noch wenige (Büro)Räume nutzt.

Erik Benz schließt die Beiratssitzung um 19:55 Uhr. Im Anschluss erläutert Günter Murnau seine Ausstellung ‚Hamburgs Panorama‘, die ab 2. Dezember 2025 in der AWO zu sehen ist. Zudem bittet Erik Benz um ein Feedback zur Beiratsarbeit (Kartenabfrage).

Für das Protokoll:

Büro freiraumschaffen (Jens Hardel) in Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung (Nicole de Temple) (8. Januar 2026)

Zum Weiterlesen

Wohnquartier auf der Veddel in typisch hamburgischer Klinkerarchitektur
Christoph Bellin / bildarchiv-hamburg.de

Stadtteilbeirat Veddel Protokoll der Sitzung am 28. April 2026

Die Sitzung hat hybrid stattgefunden - in Präsenz im AWO Treffpunkt für Senioren und Nachbarschaft und digital.

Auf dem Spielbudenplatz stehen verschiedene Buden und Zelte. Menschen gehen in der Dämmerung über die Veranstaltungsmeile.
Paul Höcker

Milieuschutz Soziale Erhaltungsverordnungen in Hamburg-Mitte

Die Genehmigungspflicht bezieht sich auf Bestandsgebäude mit mehr als fünf Wohnungen und soll Mieter/Mieterinnen vor Verdrängung zu schützen.

Wohnquartier auf der Veddel in typisch hamburgischer Klinkerarchitektur
Christoph Bellin / bildarchiv-hamburg.de

Quartiersbeiräte in Hamburg-Mitte Protokolle des Stadtteilbeirats Veddel / Kleiner Grasbrook in 2026

Die Beiräte tagen öffentlich. Alle im Plenum Anwesenden haben Rede- und Antragsrecht. Die Fraktionen der Bezirksversammlung entsenden Vertreter.