Plangebiet
Das Plangebiet knüpft nördlich an das Reiherstiegviertel und das geplante Elbinselquartier an. Es wird durch die Harburger Chaussee / Hafenrandstraße im Norden, die Schlenzigstraße im Osten und den Ernst-August-Kanal im Südwesten begrenzt.
Bestandssituation
Das Plangebiet ist heute von großflächigen Baumbeständen – insbesondere einem zirka 3 Hektar großen Wald westlich der Georg-Wilhelm-Straße und einem circa 5 Hektar großen Wald zwischen Ernst-August-Kanal und Schlenzigstraße – geprägt. Östlich der Georg-Wilhelm-Straße befindet sich eine Sportanlage. Im Nordosten entlang der Schlenzigstraße und in Teilen an der Harburger Chaussee sind gewerbliche Nutzungen vorhanden, die an das angrenzende zirka 24 Hektar große Industriegebiet Stenzelring östlich des Plangebiets anknüpfen. Auf dem städtischen Grundstück in der Schlenzigstraße mit der Flurstücknummer 12071 befindet sich eine öffentlich-rechtliche Folgeunterbringung für Flüchtlinge, die bis Ende 2022 befristet ist und danach für die Standort- und Projektentwicklung zur Verfügung steht.
Planungsziel
Mit der städtebaulichen Neuordnung der Flächen im "Spreehafenviertel" wird neuer attraktiver Wohnraum für bis zu zirka 1000 Wohneinheiten in unterschiedlichen Gebäudetypologien für ganz unterschiedliche Haushalte entstehen. Drei dezentrale neue Kindertagesstätten und die Verlegung der Sportanlage innerhalb des Plangebiets sorgen für die Versorgung mit moderner sozialer Infrastruktur. Kleinteilige Einzelhandelsnutzungen sowie die Neuausrichtung des Gewerbes sollen die Entwicklung zu einem gemischt genutzten Quartier mit einem verträglichen Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten unterstützen.
Die städtebauliche Struktur lehnt sich an die Bebauung des gründerzeitlichen Reiherstiegviertels an, die durch Blockrandstrukturen mit vereinzelten Hinterhofbebauungen und zum Teil großzügigen Innenhöfen geprägt ist. Neben öffentlich und freifinanzierten Miet- und Eigentumswohnungen sind auch Baufelder für Baugemeinschaften disponiert. Die typologische Vielfalt des Quartiers soll u.a. durch Stadthäuser im Blockinneren, hybride Gebäude mit kombinierten Wohn- und Gewerbenutzungen und ein Solitärgebäude am Quartiersplatz ergänzt werden. In Maßstab und Höhe ist eine abgestufte Höhenentwicklung der Bebauung von Norden nach Süden geplant.
Den Übergang der Wohnbebauung zum Gewerbegebiet an der Schlenzigstraße bildet ein hybrides Gebäude aus Wohnen und Gewerbe. Im Osten ist eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets an der Schlenzigstraße und dem Stenzelring geplant. Die bestehende Sportanlage soll an den südöstlichen Rand des Plangebiets verlegt und ausgebaut werden.
Mit dem Grünzug entlang des Ernst-August-Kanals wird die Wilhelmsburger Dove-Elbe-Landschaftsachse fortgeführt und als zusammenhängender erlebbarer Grünzug gesichert. Östlich der Georg-Wilhelm-Straße soll mit Ausrichtung zum Ernst-August-Kanal ein neuer Quartiersplatz entstehen.
Daten zum Planverfahren
Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens: Auf Basis der Drucksache des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 6. November 2019.
Aufstellungsbeschluss: 22. Februar 2021
Öffentliche Plandiskussion: 9. August 2021
Öffentliche Auslegung: Noch nicht erfolgt
Feststellung: Noch nicht erfolgt
Veröffentlichung im HmbGVBl.: Noch nicht erfolgt
Ansprechpartner
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung/Abteilung Bebauungsplanung
Herr Saeidimadani, Tel: 428 54 - 3377
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden