Wilhelmsburg

Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 102, „Neues Wohnen und Gewerbe im Spreehafenviertel“

Der Bebauungsplanentwurf Wilhelmsburg 102 des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung bildet den nördlichen Abschluss der im Rahmenkonzept "Hamburgs Sprung über die Elbe – Zukunftsbild 2013+" enthaltenen Nord-Südachse, welche vom Wilhelmsburger Inselpark im Süden bis zum Spreehafen im Norden, vom Veringkanal im Westen bis zur verlegten, neuen Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße im Osten reicht. Auf insgesamt zirka 20 Hektar soll ein gemischt genutztes Quartier mit attraktiven Nutzungsangeboten von Wohnen, Arbeiten und Sporteinrichtungen entstehen.

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Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 102, Lageplan Spreehafenviertel
Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 102, Lageplan Spreehafenviertel Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung unter Verwendung einer Plangrundlage des LGV

Plangebiet

Das Plangebiet knüpft nördlich an das Reiherstiegviertel und das geplante Elbinselquartier an. Es wird durch die Harburger Chaussee / Hafenrandstraße im Norden, die Schlenzigstraße im Osten und den Ernst-August-Kanal im Südwesten begrenzt. 

Bestandssituation

Das Plangebiet ist heute von großflächigen Baumbeständen – insbesondere einem zirka 3 Hektar großen Wald westlich der Georg-Wilhelm-Straße und einem circa 5 Hektar großen Wald zwischen Ernst-August-Kanal und Schlenzigstraße – geprägt. Östlich der Georg-Wilhelm-Straße befindet sich eine Sportanlage. Im Nordosten entlang der Schlenzigstraße und in Teilen an der Harburger Chaussee sind gewerbliche Nutzungen vorhanden, die an das angrenzende zirka 24 Hektar große Industriegebiet Stenzelring östlich des Plangebiets anknüpfen. Auf dem städtischen Grundstück in der Schlenzigstraße mit der Flurstücknummer 12071 befindet sich eine öffentlich-rechtliche Folgeunterbringung für Flüchtlinge, die bis Ende 2022 befristet ist und danach für die Standort- und Projektentwicklung zur Verfügung steht.

Planungsziel

Mit der städtebaulichen Neuordnung der Flächen im "Spreehafenviertel" wird neuer attraktiver Wohnraum für bis zu zirka 1000 Wohneinheiten in unterschiedlichen Gebäudetypologien für ganz unterschiedliche Haushalte entstehen. Drei dezentrale neue Kindertagesstätten und die Verlegung der Sportanlage innerhalb des Plangebiets sorgen für die Versorgung mit moderner sozialer Infrastruktur. Kleinteilige Einzelhandelsnutzungen sowie die Neuausrichtung des Gewerbes sollen die Entwicklung zu einem gemischt genutzten Quartier mit einem verträglichen Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten unterstützen.

Die städtebauliche Struktur lehnt sich an die Bebauung des gründerzeitlichen Reiherstiegviertels an, die durch Blockrandstrukturen mit vereinzelten Hinterhofbebauungen und zum Teil großzügigen Innenhöfen geprägt ist. Neben öffentlich und freifinanzierten Miet- und Eigentumswohnungen sind auch Baufelder für Baugemeinschaften disponiert. Die typologische Vielfalt des Quartiers soll u.a. durch Stadthäuser im Blockinneren, hybride Gebäude mit kombinierten Wohn- und Gewerbenutzungen und ein Solitärgebäude am Quartiersplatz ergänzt werden. In Maßstab und Höhe ist eine abgestufte Höhenentwicklung der Bebauung von Norden nach Süden geplant.

Den Übergang der Wohnbebauung zum Gewerbegebiet an der Schlenzigstraße bildet ein hybrides Gebäude aus Wohnen und Gewerbe. Im Osten ist eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets an der Schlenzigstraße und dem Stenzelring geplant. Die bestehende Sportanlage soll an den südöstlichen Rand des Plangebiets verlegt und ausgebaut werden.

Mit dem Grünzug entlang des Ernst-August-Kanals wird die Wilhelmsburger Dove-Elbe-Landschaftsachse fortgeführt und als zusammenhängender erlebbarer Grünzug gesichert. Östlich der Georg-Wilhelm-Straße soll mit Ausrichtung zum Ernst-August-Kanal ein neuer Quartiersplatz entstehen.

Daten zum Planverfahren

Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens: Auf Basis der Drucksache des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 6. November 2019.

Aufstellungsbeschluss:  22. Februar 2021

Öffentliche Plandiskussion: 9. August 2021

Öffentliche Auslegung: Noch nicht erfolgt

Feststellung: Noch nicht erfolgt

Veröffentlichung im HmbGVBl.: Noch nicht erfolgt

Ansprechpartner

Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung/Abteilung Bebauungsplanung

Herr Saeidimadani, Tel: 428 54 - 3377

E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de

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