Das Gebäude des Jenfeld-Hauses ist inzwischen in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Während im Altbau bereits energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, sind beim Anbau u. a. wichtige energetische Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs und damit zur Erreichung der Hamburger Klimaziele notwendig. Dem Bezirksamt als Eigentümerin ist es nun gelungen, in Zusammenarbeit mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen die Finanzierung für die dringend notwendigen Maßnahmen zu sichern.
Konkret geht es um die Dämmung der Außenwände und Dachflächen, den Austausch der Fenster und Türen, die Herstellung einer Fassadenbegrünung, eines Gründaches sowie die Prüfung der Installation einer Photovoltaik-Anlage und die Erneuerung der Heizungsanlage. Durch die Umsetzung dieser Sanierungsmaßnahmen soll der Energiebedarf um rund 60 Prozent reduziert und eine erhebliche CO2-Einsparung erreicht werden. Zudem wird die Verbesserung der Barrierefreiheit, insbesondere über einen barrierefreien Zugang, angestrebt.
Die vorgesehenen Kosten belaufen sich auf rund dreieinhalb Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu etwa zwei Dritteln aus RISE-Mitteln der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die restlichen Mittel werden aus dem Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zur Verfügung gestellt. Mit dem Stadtentwicklungsfonds werden Projekte gefördert, die gute Nachbarschaften stärken, die Lebensqualität der Menschen erhöhen und zur sozialen Stabilisierung beitragen.
Die Sprinkenhof GmbH wird die Sanierung im Auftrag des Bezirksamtes planen und durchführen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2027 beginnen und 2029 abgeschlossen sein.
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige, stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach mit dem Ziel zusammen, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld sowie in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen verbessert. Auch Versorgungsstrukturen sollen gestärkt und die Nutzungsvielfalt in den Zentren verbessert werden.
Hamburg umfasst derzeit 25 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
Weiterführende Informationen zum Rahmenprogramm Integrierte Stadteilentwicklung sind zu finden unter www.hamburg.de/rise.