Hierzu gab es ein vielfältiges Programm mit Führungen und Ausstellungen, die den Park vor, während und nach der Umgestaltung zeigen.
Der damals von der preußischen Stadt Wandsbek errichtete Stadtpark präsentiert sich nun als moderner Klimapark und setzt damit ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung und den Schutz vor den Folgen des Klimawandels.
Seit Oktober 2024 führte das Bezirksamt auf einer Fläche von rund zehn Hektar zahlreiche Maßnahmen zur klimagerechten Anpassung und ökologischen Aufwertung des Parks durch. Das Vorhaben wurde vom Bundesprogramm Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel und anteilig der Freien und Hansestadt Hamburg mit rund 3,73 Millionen Euro gefördert.
Die Umsetzung des Projekts erfolgte in Zusammenarbeit mit mehreren Planungsbüros und zahlreichen weiteren Gewerken. Zudem fand bereits seit 2022 eine breite Bürgerbeteiligung statt. So konnten sich die Wandsbekerinnen und Wandsbeker von Beginn an im Rahmen von Klimaparktagen und -wochen sowie auch darüber hinaus sowohl in Präsenz als auch digital aktiv bei der Planung einbringen und ihre Ideen zur Parkentwicklung beitragen.
Vor der Umgestaltung litt der Park unter Überflutungen, zugewachsenen Zugängen und einem hohen Nutzungsdruck. Besonders die trocken-heißen Sommer der vergangenen Jahre setzten den Eichen, anderen Bäumen, Gehölzen sowie den Rasen- und Wasserflächen stark zu. Die nun abgeschlossenen Maßnahmen begegnen diesen Herausforderungen gezielt: Die Gewässer wurden renaturiert, insektenfreundliche Bepflanzungen und Blühwiesen angelegt und insgesamt 26 neue „Klimabäume“ gepflanzt. Zwei neue Auenbereiche dienen künftig als Retentionsflächen, um Starkregenereignisse besser abzufangen. Die Attraktivität des Parks wurde durch zusätzliche Sitzgelegenheiten, neue Aufenthaltsbereiche, Stege am Wasser, die Erneuerung und Erweiterung der Wege sowie den Einsatz einer neuen Fußgängerbrücke deutlich gesteigert. Zudem wurde das Gelände am Betriebsgebäude geöffnet und um zuvor gepachtete Flächen erweitert.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Umweltbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung für die Auswirkungen des Klimawandels. Mithilfe des neu geschaffenen „Klimapfads“, der zehn interaktive Klimastationen und ein Klimalabor umfasst, sollen sich Besucherinnen und Besucher aktiv mit den Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen und für die Auswirkungen des Klimawandels sensibilisiert werden. In Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst und der Universität Hamburg wurden von 2022 bis 2025 im Park drei temporäre Messstationen betrieben, deren Auswertungen eindrucksvoll belegen, wie sehr urbane Grünflächen zur Abkühlung beitragen. So wurden zwischen der Ahrensburger Straße und den Parkbereichen Temperaturunterschiede von bis zu 2,5 Grad Celsius gemessen.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Der Eichtalpark ist seit 100 Jahren eine der zentralen Parkflächen für die Menschen in Wandsbek. Mit der Einweihung des neuen Klimaparks machen wir die Anlage fit für die Zukunft. Unsere städtischen Grünanlagen sind unverzichtbare Orte für die Erholung direkt vor der Haustür und gleichzeitig auch wichtige Verbündete bei der Anpassung an ein extremer werdendes Klima. Dass der neugestaltete Park die Umgebung um bis zu 2,5 Grad abkühlt, beweist die enorme Kraft von moderner Stadtnatur und unserem Hamburger Stadtgrün. Ich danke allen Wandsbekerinnen und Wandsbekern, die dieses zukunftsweisende Projekt von Anfang an mitgestaltet haben. Kommen Sie vorbei, ein Besuch im Klimapark wird sich lohnen!“
Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter: „Ich freue mich sehr darüber, dass der Eichtal-Klimapark nach der umfassenden Neugestaltung nun endlich wiedereröffnet werden konnte. Damit setzen wir als Bezirk ein starkes Zeichen für grüne und nachhaltige Stadtentwicklung in Hamburg. Das Pilotprojekt verbindet beispielhaft innovative Klimaanpassungsmaßnahmen mit einer spürbaren Aufwertung der Aufenthaltsqualität. Gerade im Jubiläumsjahr, in dem wir auf 100 Jahre Parkgeschichte zurückblicken, zeigt sich, wie Tradition und Innovation gelungen miteinander verbunden werden können. Ich bedanke mich herzlich bei allen Beteiligten, die unermüdlich an der Umsetzung des Projekts gearbeitet haben und insbesondere auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Ideen aktiv in die Planung eingebracht haben. Gemeinsam haben wir einen zukunftsweisenden Ort geschaffen, der neue Maßstäbe für den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels und die Lebensqualität in unserer Stadt setzt.“