Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V., der Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. und die Bezirksversammlung Wandsbek laden am Samstag, den 29. August 2026, ab 15 Uhr an der KZ-Gedenkstätte Wandsbek in der Ahrensburger Straße 162, 22045 Hamburg zur diesjährigen Gedenkveranstaltung für die Opfer des KZ-Außenlagers Wandsbek ein. Die KZ-Gedenkstätte ist über die Zufahrt des McDonalds-Parkplatzes oder die Nordmarkstraße erreichbar. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann mit der U1 bis Wandsbek Markt und dem Metrobus 9 bis Nordmarkstraße erfolgen.
Philip Buse, Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek, wird die Veranstaltung eröffnen. Anschließend wird es eine Ansprache von Stefan Romey zum Thema „Sloweninnen im KZ-Wandsbek – Opfer der NS-Verfolgung“ geben. Mitglieder der Evangelischen Jugend der Christuskirche Wandsbek lesen während der Haft entstandene Gedichte von Nada Verbič und Helene Igerc. Musikalisch wird die Veranstaltung von Katharina Apel-Scholl (Oboe) begleitet.
An der Gedenkstätte können gerne Blumen abgelegt werden.
Hintergrund:
Das Gelände der heutigen Wohnsiedlung „An der Rahlau“ war in der NS-Zeit ein Außenlager des KZ Neuengamme. Mehr als fünfhundert aus ihren Heimatländern verschleppte Frauen mussten von Juni 1944 bis Ende April 1945 Gasmasken im hier gelegenen Zweigwerk für das Lübecker Drägerwerk herstellen. Unfälle am Arbeitsort waren für die SS „Sabotage“. Der Ukrainerin Raja Ilinauk war bei der Zwangsarbeit eine schwere Gussform heruntergefallen. Ihr wurde Absicht unterstellt. Deshalb wurde sie am 29. August 1944 gehenkt.
Nada Verbič wurde aus ihrer Heimatstadt Ljubljana im ehemaligen Königreich Jugoslawien (heute: Hauptstadt Sloweniens) wegen ihres Widerstands gegen die deutschen Besatzer im April 1944 verhaftet und in das Frauen-KZ Ravensbrück verschleppt. 2024 wurde für Nada Verbič eine Stele des Wandsbeker Wegs der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus an der Ahrensburger Straße eingeweiht.
Helene Igerc (geb. Polanc) wurde zusammen mit ihrer Schwester Maria in Sittersdorf (Kärnten) wegen ihrer slowenischen Herkunft während der Arbeit auf dem Weizenfeld verhaftet. Ohne Urteil kamen sie über die Gestapo-Gefängnisse Klagenfurt und Prag ins zentrale Frauen-KZ Ravensbrück. Wie Nada Verbič kamen die beiden Schwestern von dort für die Gasmaskenproduktion in das KZ-Außenlager Wandsbek, später ins KZ-Außenlager Eidelstedt. Britische Truppen befreiten sie.
Die Bezirksversammlung Wandsbek lädt deshalb seit vielen Jahren am 29. August zu einer Veranstaltung im Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers Wandsbek ein.
Rückfragen an:
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